Totenkopfhusaren

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  • AntvP47
    Benutzer
    • 21.08.2023
    • 85

    Totenkopfhusaren

    Verehrte Forschende,

    Durch Erzählungen aus der Familie habe ich erfahren, dass mein Urgroßonkel, Anton Ratajczak, geboren am 24.4.1897 in Pinne, bei den sogenannten Totenkopfhusaren der Wehrmacht gewesen sein soll. Vom Bundesarchiv habe ich aufgrund der aktuellen Digitalisierung der Bestände des Archivs keine Antwort diesbezüglich erhalten, sondern lediglich zu einigen Einsatzorten. Durch eigene Recherche habe ich herausgefunden, dass die Totenkopfhusaren wohl hauptsächlich zur Kaiserzeit bestanden, weshalb ich nun davon ausgehe, dass er also bereits in jungen Jahren im ersten Weltkrieg diente.
    Ich bin Euch sehr dankbar für alle möglichen Informationen bezüglich der Totenkopfhusaren und Tipps und Hinweise über die weitere Recherche zu meinem Urgroßonkel.

    Grüße
    Anton
  • Horst von Linie 1
    Erfahrener Benutzer
    • 12.09.2017
    • 19927

    #2
    Naja, durch den Kommandeur der TK-Husaren August Mackensen gab es eine unselige Verbindung mit den Braunen.
    Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
    Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
    Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

    Und zum Schluss:
    Freundliche Grüße.

    Kommentar

    • Moselaaner
      Erfahrener Benutzer
      • 06.03.2013
      • 899

      #3
      Hallo Anton,
      die Panzertruppe der Wehrmacht stand in der Tradition dieser Husaren und hatte deshalb einen Totenkopf auf den Kragenspiegeln der Uniform. Vielleicht gibt es hierdurch eine Verbindung zu den Überlieferungen in der Familie. Die Totenkopfhusaren selbst gab es nicht bei der Wehrmacht.


      Gruß
      Moselaaner

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      • Basil
        Erfahrener Benutzer
        • 16.06.2015
        • 2448

        #4
        Hallo Anton,

        in der Kaiserzeit wurden drei Husaren-Regimenter als Totenkopfhusaren bezeichnet (siehe hier). Die beiden Leibhusaren-Regimenter waren in Danzig stationiert.

        In der Reichswehr wurde die Tradition der Leibhusaren von der 1. und 2. Schwadron des 5. Reiter-Regiments fortgeführt. Diese Schwadronen trugen den Totenkopf als Traditionsabzeichen. In der Garnison Stolp waren ab 1937 Teile des Regiments in der neu gebauten Leibhusarenkaserne untergebracht. Während des Kriegs stand das 1944 aufgestellte Reiter-Regiment 5, später Kavallerie-Regiment 5 „Feldmarschall von Mackensen“ in der Tradition der Leibhusaren und trug den Totenkopf auf Mütze und Schulterstücken.



        Grüße
        Basil
        Zimmer: Oberlausitz und Dresden; Stephanus: Zittau, Altenburg und Ronneburg
        Raum Zittau: Heidrich, Rudolph
        Erzgebirge: Uhlmann, Lieberwirth, Gläser, Herrmann
        Burgenlandkreis: Wachtler, Landmann, Schrön


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        • AntvP47
          Benutzer
          • 21.08.2023
          • 85

          #5
          Hallo miteinander,

          Vielen Dank an alle für die hilfreichen Infos!
          Hat vielleicht jemand Tipps für mich, wie ich speziell zu dem gesuchten Vorfahren forschen kann? Ich fürchte, dass das Bundesarchiv mir dabei wegen der hohen Kriegsverluste nicht weiterhelfen kann. Ich hoffe dennoch einige Informationen oder Anhaltspunkte (vielleicht Verlustlisten, falls verfügbar?) zu meinem Urgroßonkel zu finden.
          Vielen Dank nochmal!

          Kommentar

          • sonki
            Erfahrener Benutzer
            • 10.05.2018
            • 4727

            #6
            Also beim volksbund finde ich folgenden Eintrag:


            Emil Ratajczak
            * 24.05.1897
            + 01.01.1945 (Todes-/Vermisstendatum)
            Crossen / Gross Blumberg / Skampe / Spiegelberg / Sternberg b.Ffo.
            Hinweis: Das Todesdatum kann hier vermutlich nicht ganz stimmen, da erst Ende Januar '45 die Front im Bereich der genannten Orte war, außer es gab andere Umstände.

            Statt Anton hier Emil, aber der eher seltene Name und das ähnlich wirkende Geburtsdatum könnte ja auf ein und diesselbe Person hindeuten.

            P.S. Seine Heiratsurkunde ist bei Ancestry - oo 1921 in Blesen, Krs. Schwerin/Warthe.

            P.S. II:
            Vom Bundesarchiv habe ich aufgrund der aktuellen Digitalisierung der Bestände des Archivs keine Antwort diesbezüglich erhalten, sondern lediglich zu einigen Einsatzorten.
            Welche Einsatzorte sind denn dort in welchen Zeiträumen genannt?
            Zuletzt geändert von sonki; 22.09.2023, 22:30.
            Слава Україні

            Kommentar

            • AntvP47
              Benutzer
              • 21.08.2023
              • 85

              #7
              Zitat von sonki Beitrag anzeigen
              Also beim volksbund finde ich folgenden Eintrag:


              Emil Ratajczak
              * 24.05.1897
              + 01.01.1945 (Todes-/Vermisstendatum)
              Crossen / Gross Blumberg / Skampe / Spiegelberg / Sternberg b.Ffo.
              Hinweis: Das Todesdatum kann hier vermutlich nicht ganz stimmen, da erst Ende Januar '45 die Front im Bereich der genannten Orte war, außer es gab andere Umstände.

              Statt Anton hier Emil, aber der eher seltene Name und das ähnlich wirkende Geburtsdatum könnte ja auf ein und diesselbe Person hindeuten.

              P.S. Seine Heiratsurkunde ist bei Ancestry - oo 1921 in Blesen, Krs. Schwerin/Warthe.
              Moin,

              Danke für den Hinweis. Den zweiten Weltkrieg hat Anton Ratajczak überlebt, außerdem auch im Jahre 1921 in Blesen geheiratet.
              Ich denke also eher nicht, dass es sich um die selbe Person handelt. Sonst müsste man zur weiteren Recherche die Geburtsurkunde von Emil Ratajczak anfordern und die Angaben der Eltern vergleichen, um sicher zu sein.

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              • sonki
                Erfahrener Benutzer
                • 10.05.2018
                • 4727

                #8
                Ah ok, ich dachte er hat nicht überlebt. Mein Hinweis mit der 1921 Heirat bei Ancestry bezieht sich dann wieder auf deinen "Anton", nicht auf den "Emil" vom Volksbund.
                Bei der Heirat 1921 ist sein Beruf als "Arbeiter" angegeben - das nur noch als allgemeine Info.

                P.S. Der oben genannte Emil ist ein anderer - zwangsläufig und ist auch woanders geboren. Hat dann in der Tat nix mit deinem Anton zu tun.
                Zuletzt geändert von sonki; 22.09.2023, 22:48.
                Слава Україні

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                • AntvP47
                  Benutzer
                  • 21.08.2023
                  • 85

                  #9
                  Alles klar, danke für die Infos bezüglich dem Emil! Da werde ich vielleicht noch weiter recherchieren. Anton Ratajczak lebte meines Wissens noch bis ca. 1970 im Umkreis von Duisburg. Mal sehen wie ich bei ihm weiterforsche bezüglich seiner militärischen Laufbahn und ob er ebenfalls im ersten Weltkrieg diente, vielleicht findet sich noch der ein oder andere Hinweis.

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