Fallschirmspringer/-Jäger aber nicht bei der Wehrmacht

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  • duschas
    Erfahrener Benutzer
    • 23.01.2012
    • 191

    #76
    Hallo zusammen,


    ich habe bisher auch nur still mitgelesen.


    Die Tatsache, dass das 1957 in Magdeburg (ehem. DDR) ausgestellte Schreiben echt sein könnte und die Oma nach dem Tod noch Besuch bzw. Schreiben für den Opa erhalten hat, bringen mich auf einen vagen Verdacht.


    Hat schon mal jemand in den Stasi-Akten nachgeschaut? Vielleicht sollte nicht die Identität vor 1945 sondern die Identität nach 1945 verschleiert werden?
    Beste Grüße
    Jörg

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    • Juergen
      Erfahrener Benutzer
      • 18.01.2007
      • 6041

      #77
      Hallo allerseits,

      ich habe in den AB Magdeburgs geschaut, ob es einen Alexander BORRMANN schon vor 1945 in Magdeburg als Haushaltsvorstand gab.

      Es gab einen Alexander BORRMANN Behördenangestellter, 1943 als Wehmachtsangestellter gelistet,
      Dodendorfer Str. 78 (Privatadresse).
      --> https://www.familysearch.org/ark:/61...5G6?cat=201045

      Fragt sich ob der dann nach dem Krieg bei der Kirche als Rendant und Kustos unterkommen konnte.
      Wann er geboren wurde und vielleicht heiratete kann ich nicht ermitteln (kein ancestry Account)

      Na ja es bleibt rätselhaft.

      Gruß Juergen
      Zuletzt ge?ndert von Juergen; 13.09.2023, 16:22.

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      • scheuck
        Erfahrener Benutzer
        • 23.10.2011
        • 4383

        #78
        Hallo, zusammen

        irgendwie hören die Merkwürdigkeiten ja nicht auf .....

        Aus Spaß habe ich mir in dem von Juergen genannten AB mal den Buchstaben K wie KASPAR vorgenommen. Auf Seite 128 steht "KASPER s.a. CASPER".

        Auf Seite 58 findet man dann:

        Caspar, Heinrich; Dreher, Fermesleben 1

        CASPER s.a. KASPER und da dann einen
        Casper, Heinz; Dreher, Alt Fermesleben, Rotbau 1

        Geht man dann ins Straßenverzeichnis, findet man "Alt Fermesleben" und "Fermesleben" in einer Rubrik.

        Fermesleben 1 ist ein Werkplatz; letztlich folgen Behelfswohnungen der Stadt Magdeburg, und im Rotbau 1 wohnt der Dreher H.Casper.

        Irgendwie schon komisch, oder?
        Herzliche Grüße
        Scheuck

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        • Lock
          Erfahrener Benutzer
          • 07.04.2016
          • 452

          #79
          @Jörg

          bei den "Schlapphüten" war ich schon mal.
          Dafür spräche, das nur eine einzige Person die Angaben bestätigen kann.
          Dagegen eher die spätere Tätigkeit als Bauarbeiter.

          Ich denke das einzige was stimmt, es handelt sich um einen ehemaligen Fallschirmjäger. Die Angaben zu den Einsatzorten sind relativ schlüssig.
          Und in den Fünfzigern kann das eigentlich nur ein Insider wissen.
          Zumal Stendal, Gardelegen und Braunschweig-Broitzen Ausbildungsstandorte waren.

          v.g. Gerhardt

          Kommentar

          • Svenja
            Erfahrener Benutzer
            • 07.01.2007
            • 4333

            #80
            Hallo Scheuck

            Deine Funde im Adressbuch zeigen genau das, was ich schon lange vermutet habe:
            Man sollte sich bei dieser Suche nicht nur auf eine oder zwei Schreibweisen versteifen.

            Hallo Ringelein

            Wurde beim Standesamt in Magdeburg und bei den Einwohnermeldekarten auch nach den Schreibweisen Caspar/Casper gesucht?

            Gruss
            Svenja
            Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
            https://iten-genealogie.jimdofree.com/

            Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

            Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

            Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

            Kommentar

            • Ringelein
              Benutzer
              • 26.08.2023
              • 47

              #81
              Hallo zusammen,

              auf die Frage nach der Schreibweise,
              Ja ich habe den Damen damals alle 4 Schreibweisen mitgeteilt (Kaspar, Kasper, Caspar und Casper)
              Sie haben gesucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es keiner dieser Schreibweisen gibt und am 25.05.1919 kein Kaspar oder ähnliches zur Welt kam, kein Heinrich geheiratet hat und auch kein Heinrich geboren wurde. Das wurde mir mitgeteilt.
              Wie genau und ordentlich sie gesucht haben, weiß ich nicht.
              Liebe Grüße

              Kommentar

              • Pommerellen
                Erfahrener Benutzer
                • 28.08.2018
                • 1586

                #82
                Hallo,

                zu meinem Ansatz #65
                die Melderegister der Stadt Konstanz sollten aus der fraglichen Zeit noch erhalten sein.

                Vielleicht mal eine telefonische Anfrage oder mail ob diese Melderegister wirklich für 1952 vorhanden sind.

                Viele Grüße

                Kommentar

                • scheuck
                  Erfahrener Benutzer
                  • 23.10.2011
                  • 4383

                  #83
                  Nabend, zusammen!

                  Wenn Juergen nicht das AB Magdeburg 1943 hier verlinkt hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir den Buchstaben K mal etwas genauer anzusehen. Vollkommen stutzig bin ich dann bei diesem Hinweis "siehe auch" geworden. - Man hatte Melanie ja nicht nur gesagt, dass keine Geburt zu Jakob zu finden sei, angeblich haben ja auch die Melderegister nichts hergegeben.

                  Selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass man in einem Archiv auf die Idee kommt, sich mal um andere Schreibweisen zu kümmern, nachdem man tagelang vergeblich nach einer Geb.-Urkunde aus 1919 gesucht hat. Wie wir jetzt wissen, hat Melanie diesen Vorschlag ja auch gemacht.

                  Natürlich bin ich nicht sicher, dass es sich bei dem Dreher Heinrich/Heinz um den Vater von Jakob handelt, so ganz aus dem Kopp geht mir das allerdings nicht. - Der Herr Borrmann schreibt: "Jakob Kaspar erlernte ebenfalls den Beruf Dreher". Im Satz vorher spricht er von Vater Heinrich; auf wen sonst sollte sich "ebenfalls" beziehen?

                  Wer wann erstmals auf die "Idee" gekommen sein könnte, aus KASPAR Casper oder Caspar zu machen, wird sich nicht klären lassen.

                  Wenn meine Vermutung sich allerdings als richtig erweisen würde, wären die "Spätfolgen" grauenhaft, denn dasselbe Theater mit der Geb.-Urkunde scheint es ja schon gegeben zu haben, als seine Witwe eine Rente beantragen wollte, die sich dann nie erhalten hat . Dass wir uns hier seit Tagen die Köpfe heiß reden und denken, ist dabei mehr als vollkommen unwichtig.

                  Es gibt im Inet anscheinend auch noch ein AB aus 1932, auch das werde ich mir gleich noch ansehen.
                  Morgen werde ich auf jeden Fall bei der Friedhofsverwaltung anrufen und darum bitten, in der Liste der Bombenopfer nach Frau Casper/Caspar zu gucken. Wenn es die dann "plötzlich" gibt, werde ich in der Pfanne verrückt!
                  Herzliche Grüße
                  Scheuck

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                  • Ralf-I-vonderMark
                    Super-Moderator
                    • 02.01.2015
                    • 2841

                    #84
                    Hallo zusammen,

                    nach dem derzeitigen Stand der Forschung spricht wohl eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Identität des Jakob Kaspar erfunden wurde und auf unrichtigen Angaben beruhen dürfte.

                    Dann stellt sich die Frage, wann und durch wen der Identitätswechsel erfolgt ist.

                    Nach Beitrag #36 war Jakob Kaspar nach Auskunft der Großmutter bis 1947 in englischer Gefangenschaft.

                    Nehmen wir einmal an, dass zumindest diese Angabe zutreffend wäre.
                    Dann könnten die Ausführungen zur sog. „Rattenlinie Nord“ interessant sein.
                    vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Rattenlinie_Nord

                    Danach wurden SS-Angehörigen, sicherlich auch niederrangigeren SS-Sturmführern im Polizeipräsidium Flensburg schätzungsweise 2.000 bis 3.000 falsche Ausweispapiere ausgestellt und passende gebrauchte Uniformen ausgehändigt, durch welche sie zu einfachen Feldpolizisten, Unteroffizieren der Wehrmacht (bzw. Oberjägern der Fallschirmjäger) oder zu Maaten der Marine erklärt wurden und sich bei Krusau unter die aus Dänemark zurückkommenden Soldaten der Wehrmacht mischen konnten und dann in englische Kriegsgefangenschaft geraten sind.

                    „Die britischen Soldaten erreichen Flensburg am 8. Mai. Sie wissen, dass viele Nazi-Verbrecher versuchen, ob der sich auflösenden Wehrmacht abzutauchen. An der deutsch-dänischen Grenze filtern die Briten innerhalb weniger Tage aus dem nach Schleswig-Holstein zurückflutenden Soldaten-Strom aus Norwegen und Dänemark mehr als 2.400 als Wehrmachtssoldaten getarnte SS-Leute heraus.
                    Anders läuft es bei denen, die sich in Flensburg neue Identitäten besorgen: Der Mehrheit von ihnen gelingt der Trick. Sie entgehen der Strafe, tauchten später wieder in der neuen Bundesrepublik auf. In vielen Fällen gelangen sie wieder in Führungspositionen. Sie können sich auf ein Kartell schweigender Mitwisser verlassen.“
                    vgl. https://www.ndr.de/geschichte/chrono...gsende348.html

                    Auf diese Möglichkeit will ich aber nicht hinaus, sondern vielmehr auf die englische Kriegsgefangenschaft.

                    Sofern der Identitätswechsel im Mai 1945 gelungen wäre, müsste ein Fallschirmjäger namens Jakob Kaspar in englische Kriegsgefangenschaft geraten sein bis 1947, so dass es darüber auch Unterlagen und Listen in Archiven geben sollte. Dies wäre vielleicht ein Ansatzpunkt, um seinen Werdegang ab 1945 recherchieren zu können.

                    Allerdings gebe ich zu bedenken, dass dieser Jakob Kaspar bei seiner mutmaßlichen Entlassung 1947 nicht nur den alten (gefälschten) Wehrmachtsausweis haben müsste, sondern insbesondere auch die echten Entlassungspapiere aus der britischen Kriegsgefangenschaft, welche als Legitimation für den Erhalt eines Personalausweises praktisch ausreichen sollten, so dass die spätere eidesstattliche Versicherung nicht erforderlich gewesen wäre. Demgemäß ist diese Theorie von einer großen Unklarheit geprägt.

                    Aber vielleicht hat jemand eine bessere Idee.

                    Viele Grüße
                    Ralf

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                    • scheuck
                      Erfahrener Benutzer
                      • 23.10.2011
                      • 4383

                      #85
                      So, jetzt habe ich auch das AB 1932 "durch" ....

                      CASPAR kommt 3 x vor
                      CASPER gibt es 4x, dazu den Hinweis s.a. KASPER
                      KASPER gibt es dann 8x, wobei ein Kfm. Fritz genannt ist, der Alt Fermesleben 45 wohnt

                      Guckt man im Straßenverzeichnis nach, wohnt in Nr.45 der Buchmachergehilfe F.Kasper

                      Davon, dass die Melderegisgter zu Kaspar/Kasper und Caspar/Casper nichts hergeben, kann also keine Rede sein. - Ein Adressbuch "lebt" meiner Ansicht nach von den Inhalten eines Melderegisters, oder?
                      Herzliche Grüße
                      Scheuck

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                      • Ringelein
                        Benutzer
                        • 26.08.2023
                        • 47

                        #86
                        Hallo zusammen,

                        #84 wäre das denn auch ein Grund dafür, warum das Archiv PA ihn nicht findet, weil er ursprünglich anders geheißen hat?
                        Wurde der Identitätswechsel in den Unterlagen vermerkt?
                        Mein Opa hatte nach Aussage der Oma nach dem Krieg nichts mehr (weger Ausweis noch sonst was).
                        Aber ich kann mir das nicht vorstellen, entweder hat er alles selbst vernichtet oder vergraben. Weil Jahre später als er auf dem Bau gearbeitet hat, hat meine Oma in seinem Arbeitskoffer auf der Innenseite der Tasche Karten von Norwegen gefunden.
                        Also kann er nicht "ohne alles" zurück gekommen sein

                        Liebe Grüße

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                        • scheuck
                          Erfahrener Benutzer
                          • 23.10.2011
                          • 4383

                          #87
                          Offenbar sind nur die Tauf-Bücher von St.Nikolai (nach 1900?) kriegsbedingt vernichtet. Wenn man sich die Archion-Bestände ansieht, findet man einige Bücher, die interessant sein könnten.

                          Konfirmationen 1912-1939
                          Taufen 1878-1883 (Heinrich soll um 1881 geboren sein; vielleicht in Magdeburg?)
                          Trauungen 1898-1920 (Heirat von Heinrich vielleicht in Magdeburg um 1917?)
                          Herzliche Grüße
                          Scheuck

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                          • Ringelein
                            Benutzer
                            • 26.08.2023
                            • 47

                            #88
                            Hallo zusammen,

                            ich habe leider kein Archion-Zugang, vielleicht kann es hier jemand überprüfen, der einen Zugang hat.
                            Dies betrifft die Personen Luise Kaspar geborene Hartwig geboren um das Jahr 1886 geboren in Ahlbeck bei pommern, Heinrich Kaspar geboren um das Jahr 1881 und Jakob Kaspar geboren am 25.05.1919. Heirat von Heinrich und Luise im Jahr 1917/18??
                            Wobei die Schreibweise auch Caspar, Casper, Kasper und Kaspar sein können.
                            Vielen Dank

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                            • scheuck
                              Erfahrener Benutzer
                              • 23.10.2011
                              • 4383

                              #89
                              Ich habe derzeit leider auch keinen Zugang, ansonsten hätte ich mich um die Heirat gekümmert, denn das scheint mir der "erstbeste" Ansatz zu sein
                              Wenn Jakob 1919 in Magdeburg geboren "ist", könnten die Eltern da auch geheiratet haben.
                              Herzliche Grüße
                              Scheuck

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                              • Ringelein
                                Benutzer
                                • 26.08.2023
                                • 47

                                #90
                                Hallo zusammen,

                                Wie kann ich prüfen, ob es sich bei dem 1932 im Adressbuch gefundenen Heinrich Caspar um den Uropa handelt? Ich habe ja von dem Heinrich kein genaues Geburtsdatum, nur ein Jahrgang ungefähr.
                                Wie soll ich da am besten recherchieren?

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