Armee in Schlesien gesucht ~1786

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  • Schwedenkönig
    Benutzer
    • 17.02.2016
    • 46

    Armee in Schlesien gesucht ~1786

    Hallo,
    ich bin auf die Heiratsurkunde meines Vorfahen aus dem Jahr 1789 in Glogau/Schlesien gestoßen in welcher steht, dass er Streitbahn Füsilier war.
    Meine Fragen dazu sind:

    was genau war die Aufgabe eines Streitbahn Füselier?

    in welcher Armee war er eingegliedert und wo war diese stationiert?

    War diese Einheit +/-20 Jahre um 1786 an Kämpfen beteiligt?


    Folgensdes konnte ich aus dem Traueintrag bisher transkribieren:
    Wurde in hiesieger Stadt-Pfarr-Kirche von Titz: Hl: Ober-Capellan
    Anton Loehte copulieret der Streitbahn? Füsilier Christian
    Graf gebürtig aus Gusitz in Glogau: ? von dem Hoehl?
    General v. Wolfframsdorfschen Regiment, und Titz: Herrn Major
    von Schweinitz Compagnie, mit der Anna Elisabeth Waltern
    in Diensten bey dem hl: Major v: Schweinitz, des Michael Walter
    verstorbenen Herrschaft: Schäfer zu Kursdorff in ?ohlen Ehel: Tochter.
    Vielen Dank im Voraus

    Zuletzt geändert von Schwedenkönig; 07.02.2022, 00:02.
    Ständig auf der Suche nach den FN: SCHIÖBERG in allen deutschen (auch ehemaligen) Gebieten und Windhuk (Deutsch Südwest/Namibia) vor allem Hamburg, Neuruppin, Görlitz, Glogau. Rennhack in Stolp, Pommern, Schröder in Stolp, Pommern, Schardt in Westerburg/ehemals Hessen jetzt RLP, Nebich in Pritzerbe LK Potsdam-Mittelmark, Heinrich in Langenau LK Mittelsachsen, Pellmann in Nassau LK Mittelsachsen, Dittrich in Pretzschendorf LK Sächs.Schweiz-Osterzgeb.
  • sonki
    Erfahrener Benutzer
    • 10.05.2018
    • 4696

    #2
    Klingt nach dem altpreussischen Infanterie Regiment Nr. 37:


    P.S. Und ich glaube dort steht eher: der streitbahre Füsilier ...
    Zuletzt geändert von sonki; 07.02.2022, 00:08.
    Слава Україні

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    • Weltenwanderer
      Moderator
      • 10.05.2016
      • 4358

      #3
      Hallo,

      der Füsilier ist streitbar, das Regiment hochlöblich. Das Regiment gehörte zur altpreußischen Armee.

      LG,
      Michael
      Kreis Militsch: Latzel, Gaertner, Meißner, Drupke, Mager, Stiller
      Kreis Tarnowitz / Beuthen: Gebauer, Parusel, Michalski, Wilk, Olesch, Majer, Blondzik, Kretschmer, Wistal, Skrzypczyk, von Ziemietzky, von Manowsky
      Brieg: Parusel, Latzel, Wuttke, Königer, Franke
      Trebnitz: Stahr, Willenberg, Oelberg, Zimmermann, Bittermann, Meißner, Latzel
      Kreis Grünberg / Freystadt: Meißner, Hummel

      Mein Stammbaum bei GEDBAS

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      • Kasstor
        Erfahrener Benutzer
        • 09.11.2009
        • 13440

        #4
        Hallo,

        ich lese Gusitz im Glogau(er) Creyse

        Grüße

        Thomas
        FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

        Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam

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        • Manni1970
          Erfahrener Benutzer
          • 17.08.2017
          • 2396

          #5
          Hallo!

          Hast Du ein Glück den zivilen Eintrag gefunden zu haben!

          Anbei mal der entspr. Eintrag aus dem Militärkirchenbuch.

          MfG
          Manni
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          • Blättchen
            Erfahrener Benutzer
            • 19.04.2021
            • 151

            #6
            Hallo,

            ich glaube, da steht nicht "Titz", sondern das ist eine Abkürzung für "Titulatur", man spart sich also die umständliche Betitelung des (hochehrwürdigen o.ä.) Herrn Ober-Capellan, genauso bei dem (hochwohlgeborenen) Herrn Major.
            Und:
            Kursdorff in Pohlen.
            Zuletzt geändert von Blättchen; 07.02.2022, 02:28.
            Viele Grüße

            Blättchen

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            • Anna Sara Weingart
              Erfahrener Benutzer
              • 23.10.2012
              • 15113

              #7
              Hi, das ist richtig, dort steht "Tit." (mit Abkürzungszeichen) und nicht "Titz"
              Viele Grüße

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              • Schwedenkönig
                Benutzer
                • 17.02.2016
                • 46

                #8
                Ah, vielen Dank! Das hilft mir wirklich weiter!
                Zum einen Tit statt Titz: hatte mich schon gefragt, was das für eine Abkürzung ist -> Titulatur.
                Bei dem Wort nach Kursdorff hatte ich lange überlegt und heute Nacht ist mir dann auch die Idee gekommen, dass man hier Polen mit h geschieben haben könnte. Danke Blättchen.
                Manni schenkt mir sogar den entsprechenden militärkirchenbucheintrag. Den zivilen Eintrag habe ich über die Mormonen bezogen.
                Glogauer Kreis macht auch Sinn, danke Kasstor. Das Wort Creyse hatte ich natürlich nicht vermutet.
                Das Infanterie-Regiment 37 hilft mir erst mal weiter, um etwas zum Hintergrund zu erfahren. Den General von Wolfframsdorff hatte ich zwischenzeitlich auch schon bei Wikipedia gefunden.


                Eine Frage bleibt: Was ist ein Füsilier? Ist das ein Dienstgrad wie Feldwebel oder eine Truppengattung?
                Zuletzt geändert von Schwedenkönig; 07.02.2022, 18:33.
                Ständig auf der Suche nach den FN: SCHIÖBERG in allen deutschen (auch ehemaligen) Gebieten und Windhuk (Deutsch Südwest/Namibia) vor allem Hamburg, Neuruppin, Görlitz, Glogau. Rennhack in Stolp, Pommern, Schröder in Stolp, Pommern, Schardt in Westerburg/ehemals Hessen jetzt RLP, Nebich in Pritzerbe LK Potsdam-Mittelmark, Heinrich in Langenau LK Mittelsachsen, Pellmann in Nassau LK Mittelsachsen, Dittrich in Pretzschendorf LK Sächs.Schweiz-Osterzgeb.

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                • Kasstor
                  Erfahrener Benutzer
                  • 09.11.2009
                  • 13440

                  #9
                  Zitat von Schwedenkönig Beitrag anzeigen
                  Eine Frage bleibt: Was ist ein Füselier? Ist das ein Dienstgrad wie Feldwebel oder eine Truppengattung?
                  Hallo,

                  allgemein: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCsilier , im Zshg mit dem Eintrag als einfacher Mannschaftsdienstgrad zu verstehen.

                  Grüße

                  Thomas
                  FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

                  Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam

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                  • Schwedenkönig
                    Benutzer
                    • 17.02.2016
                    • 46

                    #10
                    @Manni, darf ich fragen, wo das Militärkirchenbuch zu finden ist?
                    Ständig auf der Suche nach den FN: SCHIÖBERG in allen deutschen (auch ehemaligen) Gebieten und Windhuk (Deutsch Südwest/Namibia) vor allem Hamburg, Neuruppin, Görlitz, Glogau. Rennhack in Stolp, Pommern, Schröder in Stolp, Pommern, Schardt in Westerburg/ehemals Hessen jetzt RLP, Nebich in Pritzerbe LK Potsdam-Mittelmark, Heinrich in Langenau LK Mittelsachsen, Pellmann in Nassau LK Mittelsachsen, Dittrich in Pretzschendorf LK Sächs.Schweiz-Osterzgeb.

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                    • Schwedenkönig
                      Benutzer
                      • 17.02.2016
                      • 46

                      #11
                      Zitat von Kasstor Beitrag anzeigen
                      Hallo,

                      allgemein: https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCsilier , im Zshg mit dem Eintrag als einfacher Mannschaftsdienstgrad zu verstehen.

                      Grüße

                      Thomas

                      Danke!
                      Als die Tochter des Christian Graf 1792 getauft wurde, war er "Musquetier" unter "General Lieutnant von Wolffransdorff".


                      So wie ich das aus Wikipedia rauslese, wurden die Begriffe bei den Preußen gleichbedeutend verwendet.
                      Ständig auf der Suche nach den FN: SCHIÖBERG in allen deutschen (auch ehemaligen) Gebieten und Windhuk (Deutsch Südwest/Namibia) vor allem Hamburg, Neuruppin, Görlitz, Glogau. Rennhack in Stolp, Pommern, Schröder in Stolp, Pommern, Schardt in Westerburg/ehemals Hessen jetzt RLP, Nebich in Pritzerbe LK Potsdam-Mittelmark, Heinrich in Langenau LK Mittelsachsen, Pellmann in Nassau LK Mittelsachsen, Dittrich in Pretzschendorf LK Sächs.Schweiz-Osterzgeb.

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                      • Manni1970
                        Erfahrener Benutzer
                        • 17.08.2017
                        • 2396

                        #12
                        Hallo!

                        Die MKB sind bei Ancestry.

                        Ich weiß nicht, ob Du die Kinder des Ehepaars schon kennst. Weil sie kath. getauft wurden, hatten sich einige lutherische Feldprediger geweigert, deren Vornamen einzutragen!

                        Johann Anton Graf, * 12.7.1789, Tf 14., + 30.1.1791

                        Tochter Graf, * 4.1.1792, Tf 6.

                        Sohn Graf, * 7.8.1796, Tf 8.

                        Josepha Graf, * 16.9.1798, Tf 18.

                        Christian Graf, * 28.1.1801, Tf 29.

                        Johann Anton Christian, * 14.1.1803, Tf 14.

                        MfG
                        Manni

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                        • Schwedenkönig
                          Benutzer
                          • 17.02.2016
                          • 46

                          #13
                          Die Kinder kannte ich noch nicht, werden aber jetzt nachgetragen. Ich habe auch die Einträge bei Ancestry gefunden. Danke dafür.
                          Kannst du beim Heiratseintrag des MKB den Ort entziffern? Steht da Dimis wie Dimissioniert?
                          Ständig auf der Suche nach den FN: SCHIÖBERG in allen deutschen (auch ehemaligen) Gebieten und Windhuk (Deutsch Südwest/Namibia) vor allem Hamburg, Neuruppin, Görlitz, Glogau. Rennhack in Stolp, Pommern, Schröder in Stolp, Pommern, Schardt in Westerburg/ehemals Hessen jetzt RLP, Nebich in Pritzerbe LK Potsdam-Mittelmark, Heinrich in Langenau LK Mittelsachsen, Pellmann in Nassau LK Mittelsachsen, Dittrich in Pretzschendorf LK Sächs.Schweiz-Osterzgeb.

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                          • Manni1970
                            Erfahrener Benutzer
                            • 17.08.2017
                            • 2396

                            #14
                            Das im MKB ist eigentlich kein richtiger Trauungseintrag, sondern der Feldprediger des Regiments hat einen Vermerk über eine auswärtige Trauung eingetragen, für die er zuvor eine Erlaubnis erteilt hatte. Der katholische Soldat mußte also um die Erlaubnis bitten, bei einem katholischen Zivilpfarrer heiraten zu dürfen. Der Feldprediger stellte einen Erlaubnisschein (Dimissoriale!) aus, den der Bräutigam dann dem kath. Pf. vorlegte.

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