Torsten,
Es gibt hauptsächlich zwei Kategorien von Sprachen, mindestens was die europäischen Sprachen betrifft : die analytischen und die synthetischen.
Lateinisch, ebenso wie Altnordisch und teilweise Deutsch, ist eine analytische Sprache. Das heisst daß die Bedeutung der Wörter von den Flexionen (Biegungen) und auch vom Verhältnis der Wörter zu einander abhängt.
Deswegen ist es sehr wichtig ein Bild zu zeigen.
Auf Lateinisch kannst Du sagen : « Lupus edit prolem » oder « Prolem edit lupus ». Das ist gleichgültig. Der Sinn bleibt unverändert. Auf Lateinisch gibt es kein Artikel, aud Deutsch schon.
Auf Deutsch hiesse das : « Der Wolf ißt das Kind » aber « Das Kind ißt der Wolf » ist auch möglich. « Der » und « das » sind Biegungen des Artikels.
Französich hingegen ist eine analytische Sprache. Wir gebrauchen mehr Wörter als Lateinisch und Deutsch.
Du kannst schreiben « Le loup mange l’enfant » ( Der Wolf ißt das Kind) aber Du darfst nicht die Ordnung der Wörter ändern, denn « L’enfant mange le loup » hiesse « Das Kind ißt den Wolf ».
Und noch eines : Google translate kann mit dem Lateinischen nicht helfen denn diese Funktion ist unfähig die Verhältnisse der Wörter zu analysieren.
Beispiel mit Google Translate :
« Lupus edit prolem » ergibt « Der Wolf bearbeitet Nachkommen ». Als Kauderwelsch könnte man das bezeichnen.
Ich hoffe daß Du all dies gut verstanden hast. Sonst könntest Du den Mithelfern ein bisschen auf die Nerven gehen. ��
Latein - sponsa domino
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"dem Dienstherr der Braut und Johann Arweiler, deren (nicht dessen) Bruder."
Denn die Braut und Johann tragen denselben FN.Einen Kommentar schreiben:
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So, jetzt bin ich auch soweit
Vielen herzlichen Dank an Alle !!!Einen Kommentar schreiben:
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ich sehe das auch so: vor .. dem Dienstherrn der Braut.
Und am Ende "dessen" Bruder
Grüße
GiselaEinen Kommentar schreiben:
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Ich sehe das so (kann mich natürlich auch irren):
Testibus und Martino sowie domino richten sich nach coram, welches den Ablativ verlangt (Rödder bleibt als Fremdwort undecliniert).
sponsae steht entweder im Genitiv oder im Dativ (auf die Frage wessen [Herr]? oder [Herr] zu wem?/wem gegenüber?Zuletzt geändert von M_Nagel; 07.03.2021, 19:26.Einen Kommentar schreiben:
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kann man so sehen....
Dann eben grammatisch korrekt:
Dienstherr der Braut
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Nicht sponsae Genitiv? Ich sehe da, schwach, eine ae-Ligatur
Viele Grüße
XylanderEinen Kommentar schreiben:
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wg coram:
sponsa Ablativ (deswegen der Strich beim a)
domino ebenso (des D. wär domini)
Übersetzen würd ichs auch als "Brautdienstherr" (oder grammatisch unkorrekt
"Dienstherr der Braut")Einen Kommentar schreiben:
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Hallo,
ich stimme M_Nagel zu. Und ohne das Bild wärs nicht so schnell geklärt worden.
Viele Grüße
XylanderEinen Kommentar schreiben:
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Dominus bedeutet Herr. Es kann der Hausherr, der Gutsherr, der Dienstherr
und dgl. gewesen sein.
z. B.:
coram testibus vor den Zeugen/in Gegenwart der Zeugen
Martino Rödder Martin Rödder,
sponsae domino des Dienstherrn der Braut,
et und
Joanne Arweiler Johannes Arweiler,
ejusdem fratre deren BruderZuletzt geändert von M_Nagel; 07.03.2021, 18:25.Einen Kommentar schreiben:
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Das ändert ja nüscht an der Fragestellung
Viele Grüße
TorstenAngehängte DateienEinen Kommentar schreiben:
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Latein - sponsa domino
Quelle bzw. Art des Textes: oo KB Linz am Rhein
Jahr, aus dem der Text stammt: 1742
Ort/Gegend der Text-Herkunft:
Namen um die es sich handeln sollte:
Hallo,
der TZ in der Eheschließung von Anna Gertrud Arweiler steht
beim Zeugen Martin Rödder sponsa domino,
kann man das als Vormund deuten?
Viele Grüße
TorstenStichworte: -
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