Familienname zum betroffenen Wappen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Henrygustav
    Neuer Benutzer
    • 04.01.2019
    • 2

    Familienname zum betroffenen Wappen

    Ein Hallo in die Runde!
    Durch Zufall fand ich diese Seite und fasse mir nun das Herz hier meine Frage loszuwerden, in der Hoffnung, dass mir das Schwarmwissen weiterhelfen kann.
    Meine Familie hat ein Wappen (hängt mit an) und eine Geschichte dazu. Sollte die Geschichte stimmen, dann ist der Name zum Wappen nicht korrekt und somit die tatsächliche Historie der Familie nicht verfolgbar.
    Die überlieferte Geschichte zum Wappen lautet: dass die Familie aus Frankreich floh, von einem Brandenburgischen Adligen aufgenommen wurde und zum eigenen Schutz ihren Namen zu Clemens wechselte - einzig das Wappen weiter verwahrte - um die wahre Identität weitergeben zu können. Was daran wahr - was Fiktion ist - keine Ahnung! Allein - das Wappen ist hier. Meine Mutter wird nun in diesem Jahr 75 Jahre und es war immer ihr Traum, herauszufinden, woher ihre Familie wirklich kommt. Das Wissen darum würde ich ihr gern zum Geburtstag schenken und hoffe nun, hier schon erste Hinweise - erste Hilfe - bekommen zu können.
    Vielen Dank schonmal, dass sich Zeit genommen wurde, diesen Text zu lesen. :-)
    Henriette
    Angehängte Dateien
  • kalex1946
    Erfahrener Benutzer
    • 10.08.2017
    • 472

    #2
    Hallo Henrygustav,

    Wilkommen im Forum.

    Zu der Tingierung des Wappens durch sogenannte Schraffuren bitte hier https://de.wikipedia.org/wiki/Tingierung lesen.

    Ich sehe von oben nach unten in Purpur (optisch links eine schräglinke Schraffur ?) einen nach (heraldisch) links schreitenden Greif (Farbe evtl. Gold oder Silber) einen Pfeil mit Stern haltend, dann einen blauen (horizontale Schraffur) mit 3 silbernen (keine Schraffur) sechszackigen Sternen belegten Balken, dann einen goldenen (gepunktete Schraffur) Balken, dann einen fünfmal zu sechs Plätzen blau-silber schräglinks geteilten Balken, und ganz unten einen goldenen Schildfuß, die unteren drei Balken mit in Andreaskreuz gestellten Stäben (?) belegt.

    Für Familienwappen aus Frankreich müßte man u.a. im Armorial Rietstap (französisch) oder bei euraldic https://www.euraldic.com/ nach Blason auf
    französisch suchen. Vielleicht kann ein anderer hier helfen. Ich würde das Wappen auch im Partnerforum Heraldic im Netz www.heraldik-wappen.de einstellen, wo einige Mitglieder der französichen Sprache mächtig sind.

    Meine Suche in Siebmacher, wo hauptsächlich Wappen aus dem deutschsprachigen Raum eingetragen sind, hat keinen Treffer erzielt (Purpur kommt in deutschen Wappen relative selten vor)

    Gruß aus South Carolina

    Kurt
    Zuletzt geändert von kalex1946; 10.01.2019, 21:05.

    Kommentar

    • Svenja
      Erfahrener Benutzer
      • 07.01.2007
      • 4436

      #3
      Hallo Henry Gustav

      Herausfinden woher die Vorfahren deiner Mutter wirklich stammten kannst du nur, indem du seriöse Ahnenforschung betreibst, das heisst Generation für Generation zurück verfolgst in den Standesamtseinträgen und Kirchenbüchern sowie anderen Quellen.

      Gruss
      Svenja
      Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
      https://iten-genealogie.jimdofree.com/

      Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

      Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

      Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

      Kommentar

      • Anna Sara Weingart
        Erfahrener Benutzer
        • 23.10.2012
        • 15111

        #4
        Zitat von kalex1946 Beitrag anzeigen
        ... links schreitenden Greif ...
        Hallo,
        das ist kein Greif, sondern ein geflügelter Löwe (bzw. Flügellöwe), französisch heraldisch: "lion ailé"
        Viele Grüße

        Kommentar

        • Kasstor
          Erfahrener Benutzer
          • 09.11.2009
          • 13440

          #5
          Hallo,


          ich vermute ( Französisch nur angelesen ), dass es sich im Anhang um die frz Beschreibung des Wappens handelt. Demnach nach Rietstap durchaus ein Greif, einen Pfeil haltend usw
          Aber demnach FN Clement und deutsch

          Thomas
          Angehängte Dateien
          Zuletzt geändert von Kasstor; 10.01.2019, 23:43.
          FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

          Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam

          Kommentar

          • Anna Sara Weingart
            Erfahrener Benutzer
            • 23.10.2012
            • 15111

            #6
            OK, dann nehm ich meinen Einwand zurück, entschuldige mich, und beglückwünsche Thomas zu dem tollen Fund, falls es denn der richtige ist.

            Coupé: au 1 recoupé:
            A) d'argent au griffon pass. de gu., tenant une flêche d'or en pal, sommée d'une étoile du mème
            B) d'azur à trois étoiles d'or; au 2 d'or à deux chicots de sa., passés en saut., et une fasce bandée d'azur et d'argent, br. sur les chicots. Cinq cour.
            Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 11.01.2019, 00:27.
            Viele Grüße

            Kommentar

            • Kasstor
              Erfahrener Benutzer
              • 09.11.2009
              • 13440

              #7
              Die Frage ist ja, da keinerlei sonstige Angaben bei Rietstap stehen, woher er seine Angaben hatte, da bei den diversen Clement bei Siebmacher kein solches Wappen zu entdecken ist.


              Rgomas
              FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

              Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam

              Kommentar

              • Anna Sara Weingart
                Erfahrener Benutzer
                • 23.10.2012
                • 15111

                #8
                Meine Theorie ist, falls an der Frankreich-Herkunft etwas Wahres dran sein sollte: eine hugenottische Familie namens Clement ist in ihrer neuen nordbrandenburgischen/pommerschen Heimat gesellschaftlich aufgestiegen, und hat das Wappenrecht verliehen bekommen. Für ihr neues Wappen wählten sie als Motiv den pommerschen Greif.
                Später fand eine Eindeutschung zu "Clemens" statt.
                Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 11.01.2019, 00:50.
                Viele Grüße

                Kommentar

                • Kasstor
                  Erfahrener Benutzer
                  • 09.11.2009
                  • 13440

                  #9
                  bei euraldic auch nur ausgeschrieben:

                  Clement Allemagne - Coupé au 1 recoupé a d'argent au griffon passant de gueules tenant une flèche d'or en pal sommée d'une étoile du même b d'azur à trois étoiles d'or au 2 d'or à deux chicots de sable passés en sautoir et une fasce bandée d'azur et d'argent brochant sur les chicots Casque couronné Cimier le griffon issant Lambrequin à dextre d'argent et de gueules à senestre d'or et d'azur


                  Thomas
                  FN Pein (Quickborn vor 1830), FN Hinsch (Poppenbüttel, Schenefeld), FN Holle (Hamburg, Lüchow?), FN Ludwig/Niesel (Frankenstein/Habelschwerdt) FN Tönnies (Meelva bei Karuse-Estland, später Hamburg), FN Lindloff (Altona, Lüneburg, Suderburg)

                  Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam

                  Kommentar

                  • Scherfer
                    Moderator
                    • 25.02.2016
                    • 2518

                    #10
                    Ist ja blöd, dass der Wappenbeschreibungstext dieses Banausen von einem Greifen spricht, obwohl doch unsere Forenexpertin ganz sicher ist, dass es ein geflügelter Löwe ist.

                    Kommentar

                    • Hracholusky
                      Moderator
                      • 17.03.2016
                      • 934

                      #11
                      Zitat von Scherfer Beitrag anzeigen
                      Ist ja blöd, dass der Wappenbeschreibungstext dieses Banausen von einem Greifen spricht, obwohl doch unsere Forenexpertin ganz sicher ist, dass es ein geflügelter Löwe ist.

                      Weil es ganz eindeutig ein Greif ist.






                      Hier auch der Blason aus der englischen Variante des Riestap:


                      Per fess: 1st, per fess, the base also per fess: a. Argent to the passant griffin Gules, holding an arrow Or in pale, towered of a mullet of the same; B. Azure, 3 mullets Or; 2nd, Or, 2 stocks Sable, set in saltier, and a bendy fess Azure and Argent, debruising on stocks. Crowned Helmet. Crest: the griffin, issuant. Lambrequins: in dexter Argent and Gules, in sinister Or and Azure.



                      heraldry, armorial, armorials, blazon, blazons, coats of arms, coat of arms, shield, shields, escutcheon, escutcheons, crest, crests, crown, crowns, mantling, mantlings, helm, helms, seal, seals, sigillography, numismatics, rietstap, pelletier, peincede, hozier, wijnbergen, jougla, callot, caumartin, gourdon, ancelme, reverend, empire, nobility, royalty, family, families, king, prince, duke, marquis, count, earl, lord, viscount, baron, knight, esquire, france, europe, lorraine, burgondy, champagne, genealogy, genealogical
                      Mit besten Grüssen
                      Gerd

                      Kommentar

                      • Anna Sara Weingart
                        Erfahrener Benutzer
                        • 23.10.2012
                        • 15111

                        #12
                        Zitat von Scherfer Beitrag anzeigen
                        ... unsere Forenexpertin ganz sicher ist ...
                        Hallo
                        Der Greif in der vorliegenden Abbildung in post 1 ist vermutlich genau genommen nicht ganz korrekt dargestellt, denn er hat anscheinend kräftige Raubkatzen-Vorderbeine mit Pranken, ein Greif hätte dort stattdessen aber üblicherweise meist Vogelbeine und Klauen eines Raubvogels, so auch der pommersche Greif --> https://de.wikipedia.org/wiki/Wappen_Pommerns
                        Allerdings gibt es auch andersartige Greif-Darstellungen mit komplettem Raubkatzen-Körper

                        Bei der Interpretation des Kopfes der Abbildung in post 1 habe ich mich allerdings tatsächlich verguckt, das ist eher der Vogelkopf wie beim Greifen.
                        Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 11.01.2019, 15:37.
                        Viele Grüße

                        Kommentar

                        • kalex1946
                          Erfahrener Benutzer
                          • 10.08.2017
                          • 472

                          #13
                          Hallo an die Runde,

                          Zuerst vielen Dank an Anna Sarah Weingart und Thomas für die Suche in Rietstap bzw. bei euraldic und die Klärung des Blazons.

                          Hätte ich - anstatt nach dem von Henrygustav hier eingestellten Bild einen Blason aufzubauen versucht - meine normale Vorgehensweise angewendet, d.h. nach dem Familiennamen Clement bei CERL, WW-Person, SiebmacherWiki gesucht, wäre ich doch auf diesen Eintrag unter Geadelte in Siebmacher bei CERL gestossen.



                          Eine etwas deutlichere Darstellung ist auch hier bei wappenbuch.com zu finden (Dank an Herrn v. Roy aus dem Partnerforum Heraldik im Netz für den Hinweis)

                          Heraldry, coats of arms, Wappen, Wappenbuch, Johann Siebmacher, crests, genealogy, family history, history


                          Aus diesen beiden sieht man ziemlich deutlich erstens die im Wappen vorkommenden Farben (z.B. kein Purpur, Greif rot) und zweitens, daß das eingestellte Bild trotz Darstellung "en face" im Vergleich zu den bei Siebmacher vorkommenden Wappen seitenverkehrt dargestellt ist.

                          Meine Hoffnung war, aufgrund des Blasons in einer französischen Wappenrolle evtl. den "ursprünglich französichen Namen" der Familie zu finden, wenn dieses Wappen tatsächlich aus Frankreich stammt. Leider gibt es beim österreichischen Staatsarchiv auch keinen klaren Hinweis auf dieses Wappen bei den Einträgen zum Namen Clement (jedoch ein Eintrag ohne Wappen), sodaß wir mit der Adelung der Familie Clement hier wohl nicht weiter kommen.

                          Hier jedenfalls ein Laien-Versuch, den Schild des Wappens in Farbe darzustellen



                          Gruß aus South Carolina

                          Kurt

                          Kommentar

                          • Anna Sara Weingart
                            Erfahrener Benutzer
                            • 23.10.2012
                            • 15111

                            #14
                            Aus dem "Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland"
                            Buchstabenfolge CLEMEN... (Hinweis: unter Buchstabe K findet sich nichts passendes)

                            Möglich, dass es sich um die "Clementen aus Ostpreussen" handelt (Bildanhang 1)

                            Neues Allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 2 - Clementen (Bildanhang 2)
                            Angehängte Dateien
                            Viele Grüße

                            Kommentar

                            Lädt...
                            X