Kriegsgefangenschaft Rheinwiesen

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  • Cäcilia
    Erfahrener Benutzer
    • 06.12.2010
    • 172

    Kriegsgefangenschaft Rheinwiesen

    Hallo zusammen,

    mein Opa war zum Ende des Krieges, er war an der Westfront, auf den Rheinwiesen in amerikanischer Kriegsgefangenschaft interniert. Leider habe ich keine weiteren Details.
    Das Rote Kreuz und das Bundesarchiv konnte mir auch nicht weiter helfen.

    Weiß jemand ob es noch Unterlagen dazu gibt und wenn ja, wo diese liegen?

    Vielen Dank und viele Grüße Cäcilia
  • Svenja
    Erfahrener Benutzer
    • 07.01.2007
    • 4462

    #2
    Hallo Cäcilia

    Es wäre wichtig zu wissen nach was bzw. wie du beim Bundesarchiv gefragt hast und was genau die dir geantwortet haben. Konnten sie dir nicht weiter helfen, weil sie keine Dokumente aus den Rheinwiesenlagern haben, oder konnten sie ihn darin nicht finden? Oder geht es eher darum, dass sie genauer wissen müssten, in welchem der Rheinwiesenlager er war?

    Rheinwiesenlager ist ein viel zu allgemeiner Begriff, damit können mehrere Kriegsgefangenenlager gemeint sein, wo die deutschen Soldaten im Gewahrsam der Amerikaner waren. Viele Soldaten, die in den sogenannten Rheinwiesenlager landeten, gerieten nicht dort in der Nähe in Gefangenschaft, sondern teilweise recht weit entfernt, manche sogar in Bayern.

    Die Rheinwiesenlager sind vor allem deshalb berühmt-berüchtigt, weil es dort keine richtigen Unterkünfte für die Kriegsgefangenen gab und auch sonst ziemlich schlechte Bedingungen herrschten. Man muss jedoch auch bedenken, dass das kurz nach Kriegsende war und sehr viele Menschen innerhalb relativ kurzer Zeit dort untergebracht wurden.

    Die Rheinwiesenlager erstreckten sich von Heilbronn und Ludwigshafen im Süden bis Büderich und Rheinberg am Niederrhein im Norden. Am bekanntesten sind wohl Remagen und Sinzig, das waren auch diejenigen, die am stärksten überbelegt waren.

    Ob alle Soldaten in den Rheinwiesenlagern wie üblich regstriert wurden, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Es sind jedoch viele Kriegsgefangene dort gestorben, aufgrund der schlechten Bedingungen. Ob und wo die dort Verstorbenen registriert wurden, entzieht sich ebenfalls meiner Kenntnis. Andere sind zu einem bestimmten Zeitpunkt an die Franzosen übergeben worden.

    Normalerweise befinden sich die Dokumente zu Kriegsgefangenen in Gewahrsam der Westallierten (und somit auch der Amerikaner) im Bundesarchiv und/oder beim IKRK in Genf. Dort sind Anfragen allerdings erst wieder am 22. Mai 2023 möglich.



    Gruss
    Svenja
    Zuletzt geändert von Svenja; 28.03.2023, 22:39.
    Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
    https://iten-genealogie.jimdofree.com/

    Interessengemeinschaft Oberbayern http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=38

    Interessengemeinschat Unterfranken http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=37

    Interessengemeinschaft Sudetendeutsche http://forum.ahnenforschung.net/group.php?groupid=73

    Kommentar

    • tafepu
      Benutzer
      • 17.03.2021
      • 46

      #3
      Hallo Cäcilia,
      mein Ur-Ur-Großvater war (angeblich) im Rheinwiesenlager Bad Kreuznach. Bisher konnte ich darüber keine Unterlagen finden (Bundesarchiv, ICRC).


      Ich hänge mich mal mit an
      Zuletzt geändert von tafepu; 04.04.2023, 17:37.
      Gruß, Tanja

      Sucht nach
      • Julius Bienert, Lassoth (Grünfließ/Lasocice)
      • Mischke/Przybilla, Ellguth-Tillowitz (Steinaugrund/Ligota Tułowicka)
      • Familie Hermann Wilhelm Heinrich Winnig & Emma Auguste Halitzki, Blankenburg/Harz

      Kommentar

      • Svenja
        Erfahrener Benutzer
        • 07.01.2007
        • 4462

        #4
        Hallo Tanja

        Auch in deinem Fall wäre es wichtig zu wissen nach was bzw. wie du beim Bundesarchiv und dem ICRC gefragt hast und was genau die dir geantwortet haben. Konnten sie dir nicht weiter helfen, weil sie keine Dokumente aus dem Rheinwiesenlager Bad Kreuznach haben oder konnten sie ihn darin nicht finden? Hast du nur nach Unterlagen zum Lager Bad Kreuznach gefragt, oder auch nach Unterlagen zur gesuchten Person in Bezug auf Kriegsgefangenschaft bei den Amerikanern oder bei den Franzosen?

        Gerade habe ich im Forum der Wehrmacht nachgeschaut und folgenden ähnlichen Thread gefunden. Der Suchende hier hat wohl interessante Dokumente sowohl vom Bundesarchiv als auch vom ICRC erhalten. Da wird auch angesprochen, in welchen Zeiträumen die Amerikaner Gefangene an die Franzosen übergeben haben.

        Guten Abend aus Sachsen! In den Beständen der Abteilung PA des Bundesarchivs finden sich über die Kriegsgefangenschaft des Uropas meiner Frau zwei Dokumente. Das Problem: Diese Dokumente helfen mir nicht wirklich weiter. Daher erbitte ich Hilfe! Wofür…


        Des weiteren habe ich in einem Buch nachgelesen, in dem auch ehemalige Kriegsgefangene in den Rheinwiesenlagern zitiert werden. Da erwähnt einer, dass er in den ersten 4-5 Wochen im Lager Remagen keinen Amerikaner gesehen hat und erst danach in einem anderen Lager registriert worden sei. Einige andere sagten aus, dass sie nicht sicher wüssten, ob die Verstorbenen registriert worden seien. Wobei sich natürlich diese Aussagen immer nur auf das Lager beziehen, in dem sich diese Zeitzeugen befanden.

        Dieses Buch ist im Jahr 2003 erschienen: Guido Knopp. Die Gefangenen - Der letzte Kampf gegen den Tod. Kapitel: Zwischen Tod und Liebe, ab Seite 265 - 329.

        Gruss
        Svenja
        Meine Website über meine Vorfahren inkl. Linkliste:
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        Kommentar

        • tafepu
          Benutzer
          • 17.03.2021
          • 46

          #5
          Hallo Svenja,
          danke für eine Antwort! Den Thread schaue ich mir mal an.
          Ich habe nicht explizit nach Unterlagen zu einer eventuellen Kriegsgefangenschaft gefragt.

          Das ICRC antwortete
          In response to your request, we searched our archives, but unfortunately found no information concerning your great grandfather.
          Man verwies mich an das Bundesarchiv Abteilung PA, von denen hatte ich aber bereits alle Unterlagen, die sie hatten. Sollte man nochmal explizit nach Kriegsgefangenschaft fragen?

          Liebe Grüße
          Gruß, Tanja

          Sucht nach
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