Die "normalen" Fleisch-, Brot-, Branntweintaxen usw. sind ja häufig in alten
Stadtrechnungen u.a. enthalten.
Etwas ungewöhnlicher fand ich da noch den "Sperlingstaxanten" (bei einer
Sperlingsplage schätzte er die Anzahl und Größe der gefangenen bzw. erlegten
Sperlinge und den deshalb vom Magistrat an den jeweiligen Bürger zu zahlenden
Betrag) und den "Kräutertaxanten" eines Klosters.
Für alle Interessierten zum Begriff "Taxant" noch ein kleiner Linkhinweis:
Auch heute gibt es noch seltsame Dinge /Prämien im Zusammenhang mit dem Tierleben: Von einer Behörde, die auch für den Deichschutz tätig ist, hatte ich von einer "Schwanz-Prämie" gehört: Gesammelt wurden die Schwänze von erlegten /gefangenen Bisamratten, die mit ihren Gängen die Deiche untergraben...
In meinem Familiestammbaum kommen mehrere seltsame Berufe vor wie z.B. der Schönfärber,
oder auch der Feldschütz oder Stadtviertelmeister. Auch einen Großherzoglichen Hoffischer gibt es in der Ahnenreihe ujnd einmen Steuerknecht.
Magistri
M.d. NLF
M.d. Heraldischer Verein "Zum Kleeblatt" zu Hannover
Was habt ihr denn anzubieten bei lustigen oder seltsamen Berufen der Ahnen ? Bei mir ist es der TRANKSTEUEREINNEHMER .
LG Petra
Hallo Petra,
so einen ähnlichen habe ich auch: "Trancksteuer-Inspector". War das ein gehobener oder eher normaler Beruf? Laut meinem Opa war sein Onkel "Zählereicher", aber gibt es diesen Beruf wirklich?
Ja, und dann hätten wir noch den "Thorwärthergehülfe" ... meine Güte, wie lange habe ich daran gesessen, den herauszubekommen. Dieser Vorfahr war aber gleichzeitig auch "Beythorwärther", "Seidenwärther" und "Seidenfarbikant". Ich habe, ehrlich gesagt, keine Ahnung, was der Mensch überhaupt getreiben hat.
Lieger: eine Person, die liegt, aber in den verschiedenen Bedeutungen
1. Ein Anlieger, Brinklieger, Dorflieger, Einlieger
2. Bei den Kaufleuten ein fremder Kaufmannsdiener, der sich beständig an einem Ort aufhält, um an diesem Ort die Handlung seines Prinzipals zu besorgen.Hauptsächlich im Einkauf der dortigen anfallenden Waren. Aus Lieger, einer Nebenform des Lagers.
3. Cubitor (lat.) Beilieger, ein Lieger auf der Bärenhaut, ein Bärenheuter
danke für Deine Ausführung. Da der Beruf im Kieler Adreßbuch zu finden war, denke ich, er lag nicht auf der Bärenhaut , sondern war ein Auslieger auf einem Wachtschiff. Die Schiffahrt, speziell die Marine, hat ja Kiel geprägt.
Hallo,
ich habe im Kirchenbuch folgendes gefunden.
1. Beim Namen des Vaters stand 1/2 Steuer u. Kirche. Hat das , was mit einem Beruf zu tun.
2. Bei den Paten steht hinter den Namen "Holer", "Haler", "Hols" o. ä.
Erste Person- "Holer" und Zimmermann, zweite Person - Wagnermeister und "Holer", dritte Person nur "Holer".
Wer kann mir Auskunft geben?
Gruß Berlo
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