Hallo Dieburgö,
zu deiner Frage: Er hatte eine Achse (Asse) für die Ölmühle hergestellt und wollte sie an den vorgesehenen Ort bringen. Dabei ist sie ihm entglitten, wurde zurückgeschleudert, traf ihn mit einem Stoß gegen die Brust, woraufhin er starb.
Beim zweiten hagelt es sich um eine Haferkarre.
Beste Grüße
Seb
Seltsame Todesursachen und "interessante" Sterbefälle
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Hi,
“Aber auch Unfälle gab es. Einen verstehe ich nicht:
Eodem dato [23. Octobris] ist Hendrich H auffm Cleve zu Heuchswagen in seiner Beruffsarbeit da er eine Asse zur Oliesmühle verfertiget und an gehörigen Orth hinlegen wollen, von derselben erschnellet, auff die Brust gestoßen und todt hiehin geführet.“
Kann es sein, dass hier eine „Achse“ für die Mühle / das Mühlwerk gemeint ist?
Viele Grüße
SonjaEinen Kommentar schreiben:
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Im Kirchenbuch von Meinerzhagen sind einige Suizide verzeichnet, häufig durch Erhängen, aber bei zwei Frauen auch durch "Abschneiden der Gurgel". Besonders gruselig ist der Fall von Johann Dietrich P. 1817:
Todesursache: Hat sich mit eingener Hand an einer kleinen Buche bei der Buschhöhe erhängt. Er ist erst nach 8 Tagen gefunden worden, wo sein Leichnam in Fäulniß über gegangen und bis an den Unterleib von Hunden aufgefreßen war. Er ist hierauf von der Ortsobrigkeit, welcher von dem schrecklichen Todesfalle Anzeige gemacht wurde, von der Buche abgenommen, und auf Erlaubniß des Landgerichts auf dem Gemeindeplatze des hiesigen Kirchhofs, jedoch ohne weitere Ehrengeläute und Ehrenbezeugungen in der Stille beerdiget worden. Wir wollen nicht richten u. verdammen, sondern Gotte, dem wir alle stehen und fallen, das Gericht überlaßen.
Recht hat der Pfarrer.
Aber auch Unfälle gab es. Einen verstehe ich nicht:
Eodem dato [23. Octobris 1694] ist Hendrich H auffm Cleve zu Heuchswagen in seiner Beruffsarbeit da er eine Asse zur Oliesmühle verfertiget und an gehörigen Orth hinlegen wollen, von derselben erschnellet, auff die Brust gestoßen und todt hiehin geführet
Weiß jemand, was eine Asse ist?
oder der hier:
Den 29. Aug. (1757) Joh. Peter K vom Beckerhofe aet. 48 Jahr weniger 10 Wochen. (...) ob. den 26. dito nachdem er leider am Tage vorher vor Rufats Hause von der Haberkarre gefallen und also beschädigt worden daß er nach 29 Stunden gestorben. Man hat äußerlich an ihm keine Verletzung gefunden, nur an der rechten Seite des Hauptes eine kleine Contusion so aber gar nichts zu bedeuten gehabet. Der Fall hat ihn ohnmächtig gemacht, daß er ans Hauß müßen getragen werden, nach einer 1/4 Stund ist er wieder recht zu sich selbst gekommen, und hat auch seinen Verstand behalten biß an sein Ende. Nach dem Fall hat er gesagt daß er ihm das Leben kosten würde, hat auch auf seinen Füssen nicht wieder stehen können, ob. sie gleich nicht zerbrochen noch sonst beschädigt gewesen. Er ist in Rufats Hauß gestorben, und darauf nach dem Beckerhofe gefahren worden.
Eine Verwandte von mir wurde 1992 Im Alter von 40 Jahren vom herabfallenden Ast einer Platane erschlagen, als sie mit dem Fahrrad in einem Park in Münster fuhr. Dabei ist Radfahren doch so gesund!
Gruselige Grüße und einen gesegneten 1. Advent,
DiebugöZuletzt geändert von Diebugö; 30.11.2025, 15:03.Einen Kommentar schreiben:
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Hallo zusammen,
an einem heißen Getränk durch innere Verletzungen verstorben ist in trauriger Weise ein dreijähriges Kind in Stolberg.
Zülpicher Zeitung vom 21.3.1896:
„Stolberg, 12. März. Auf dem hiesigen Standesamt wurde vorgestern der Tod eines dreijährigen Knaben angezeigt; derselbe hatte beim Vesperbrod in einem unbewachten Augenblick die heiße Kaffeekanne ergriffen und daraus getrunken. In Folge der hierbei erlittenen inneren Verletzungen trat der Tod Tags darauf ein.“
vgl. https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodic...0Stolberg%22~7
Viele Grüße
RalfEinen Kommentar schreiben:
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Maria Josepha Steinhauser im Alter von 36 Stunden von der eigenen Mutter getötet. 8. März 1838Einen Kommentar schreiben:
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Anno 1925
Von einer Sense geköpft: Auf der abschüssigen Provinzialstraße bei Köln fuhr ein Motorradfahrer in schneller Fahrt gegen einen Landmann, der seine Sense auf der Schulter trug. Der Fahrer stürzte so unglücklich, dass ihm von der Sense der Kopf abgeschnitten wurde.Einen Kommentar schreiben:
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KB Zethau 1771-1812
NB. So ist auch noch anzumercken, daß Johann Carl Lorentz, Juv: und Zwil-
ligwirckergeselle, weil. Carl Gottlob Lorentzens, gewesenen Häußlers und
Zwilligwürckers allhier ehel. jüngster Sohn erster Ehe, d. 20. Jan: 1792
auf dem Wege von Creba nach Qvolsdorf [Quolsdorf], in der Oberlausitz in der
Heyde zu Hähnichen erfroren und d. 28. Jan: erst todt gefunden
worden. Er ist alsdenn gerichtlich aufgehoben und d. 30. Jan: nach dortigen
Leichengebrauch öffentlich begraben worden. Diese Nachricht wurde von den
Gerichten aus Hähnichen in der Oberlausitz bey Niesky hirhergeschrieben und war
von dem Richter und 3. Gerichtsschöppen unterschrieben und mit dem Gemeinde Siegel
besiegelt.Einen Kommentar schreiben:
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KB Morungen 1866-1930
Der Schlosserlehrling in Riestedt Wilhelm Buchmann
aus Mohrungen, geb. 13. Febr. 1853 wurde am 27. Mai 1871 im
Kunstteiche bei Wettelrode gefunden, nachdem er sich eines Diebstahls
und verdienter Strafe halber d. 15. April aus Riestedt wegbegeben.
Er hatte sich Steine um den Leib gebunden, um sich zu ersäufen.
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Hallo,
ich kann noch nicht wieder mit solch seltsamen Todesursachen aufwarten. Kurios finde ich aber durchaus manche, die auf den damaligen medizinischen Wissensstand zurückzuführen sind, als da wären: Seitenstechen, Zahnen, Schnupfen, Kopfschmerz und Ebulition des Geblüthes oder Gliederreißen.
Was mir aber völlig schleierhaft ist, ist ein Tod aufgrund der "Folgen der weggefallenen Menstruation".
Was könnte das denn gewesen sein?
LG AngelaEinen Kommentar schreiben:
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Hallo zusammen,
beim Absägen eines Baumes von den Erdwurzeln zerquetscht wurde der Müller Friedrich Fuchs, und starb dann Tage später am +10.04.1816 insbesondere an einer „Zerrüttung des Gehirns“.
Hierzu aus dem OSB Affoldern:
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Viele Grüße
Ralf 👍 1Einen Kommentar schreiben:
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Hallo zusammen,
da ich Urlaub habe, habe ich heute einmal Tourist in München gespielt und war im lten Südfriedhof. Dort liegen nicht nur viele Maler wie Carl Spitzweg begraben, sondern auch zahlreiche Architekten und Gestalter Münchens (von Gärtner, Klenze etc.) sowie alle wichtigen Brauereibesitzer.
Ein Grabmal hatte einen langen Text, der meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Der Verstorbene kam bei dem durch ein schweres Hochwasser verursachten Einsturz der Schwanenbrücke am 13. September 1813 um. Er wurde von seiner Familie sehr betrauert, vermutlich aber war er einer der vielen Schaulustigen, die voller Sensationsgier dem Einsturz eines Wirtshauses zusehen wollten:
Es ist die schlimmste Hochwasser-Katastrophe, die München erlebt hat. Am 13. September 1813 stürzt die Schwanenbrücke ein und reißt über 100 Menschen in die reißenden Fluten der Isar. Autorin: Birgit Magiera
Ich kann da nicht urteilen, vielleicht war es so...
Viele Grüße
BienenköniginAngehängte DateienZuletzt geändert von Bienenkönigin; 14.08.2025, 16:53.👍 3Einen Kommentar schreiben:
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Moin,
im OSB Affoldern fand ich folgende Angabe nach dem Todesdatum der kleinen Anna Catharina Sölzer (14.9.1802-28.10.1804):
Dieser doppelte Sterbefall trug sich auf eine traurige Art zu. Die Mutter trocknete Flachs auf einer Horde über dem Ofen, legt sich neben dem Ofen nebst 2 Kinder aufs Bette. Der Flachs entzündet sich, sie wacht auf, sucht das Feuer zu löschen, vergißt in der Angst das kleine Kind wegzutragen. Das größere Kind entgeht dem Feuer, verbrennt sich aber Gesicht und Hände. Das kleinere Kind wird vom Feuer verbrannt und stirbt am Morgen.
Tragisch. Aus dem Eintrag im Kirchenbuch geht hervor, dass auch die Mutter bei diesem Brand ihr Leben verlor.😞 1Einen Kommentar schreiben:
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