Seltsame Todesursachen und "interessante" Sterbefälle

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Sebastian_N
    antwortet
    Hallo Dieburgö,

    zu deiner Frage: Er hatte eine Achse (Asse) für die Ölmühle hergestellt und wollte sie an den vorgesehenen Ort bringen. Dabei ist sie ihm entglitten, wurde zurückgeschleudert, traf ihn mit einem Stoß gegen die Brust, woraufhin er starb.

    Beim zweiten hagelt es sich um eine Haferkarre.

    Beste Grüße
    Seb

    Einen Kommentar schreiben:


  • sonjavi
    antwortet
    Hi,
    “Aber auch Unfälle gab es. Einen verstehe ich nicht:

    Eodem dato [23. Octobris] ist Hendrich H auffm Cleve zu Heuchswagen in seiner Beruffsarbeit da er eine Asse zur Oliesmühle verfertiget und an gehörigen Orth hinlegen wollen, von derselben erschnellet, auff die Brust gestoßen und todt hiehin geführet.“

    Kann es sein, dass hier eine „Achse“ für die Mühle / das Mühlwerk gemeint ist?

    Viele Grüße
    Sonja

    Einen Kommentar schreiben:


  • Diebugö
    antwortet
    Im Kirchenbuch von Meinerzhagen sind einige Suizide verzeichnet, häufig durch Erhängen, aber bei zwei Frauen auch durch "Abschneiden der Gurgel". Besonders gruselig ist der Fall von Johann Dietrich P. 1817:

    Todesursache: Hat sich mit eingener Hand an einer kleinen Buche bei der Buschhöhe erhängt. Er ist erst nach 8 Tagen gefunden worden, wo sein Leichnam in Fäulniß über gegangen und bis an den Unterleib von Hunden aufgefreßen war. Er ist hierauf von der Ortsobrigkeit, welcher von dem schrecklichen Todesfalle Anzeige gemacht wurde, von der Buche abgenommen, und auf Erlaubniß des Landgerichts auf dem Gemeindeplatze des hiesigen Kirchhofs, jedoch ohne weitere Ehrengeläute und Ehrenbezeugungen in der Stille beerdiget worden. Wir wollen nicht richten u. verdammen, sondern Gotte, dem wir alle stehen und fallen, das Gericht überlaßen.

    Recht hat der Pfarrer.

    Aber auch Unfälle gab es. Einen verstehe ich nicht:

    Eodem dato [23. Octobris 1694] ist Hendrich H auffm Cleve zu Heuchswagen in seiner Beruffsarbeit da er eine Asse zur Oliesmühle verfertiget und an gehörigen Orth hinlegen wollen, von derselben erschnellet, auff die Brust gestoßen und todt hiehin geführet

    Weiß jemand, was eine Asse ist?

    oder der hier:

    Den 29. Aug. (1757) Joh. Peter K vom Beckerhofe aet. 48 Jahr weniger 10 Wochen. (...) ob. den 26. dito nachdem er leider am Tage vorher vor Rufats Hause von der Haberkarre gefallen und also beschädigt worden daß er nach 29 Stunden gestorben. Man hat äußerlich an ihm keine Verletzung gefunden, nur an der rechten Seite des Hauptes eine kleine Contusion so aber gar nichts zu bedeuten gehabet. Der Fall hat ihn ohnmächtig gemacht, daß er ans Hauß müßen getragen werden, nach einer 1/4 Stund ist er wieder recht zu sich selbst gekommen, und hat auch seinen Verstand behalten biß an sein Ende. Nach dem Fall hat er gesagt daß er ihm das Leben kosten würde, hat auch auf seinen Füssen nicht wieder stehen können, ob. sie gleich nicht zerbrochen noch sonst beschädigt gewesen. Er ist in Rufats Hauß gestorben, und darauf nach dem Beckerhofe gefahren worden.

    Eine Verwandte von mir wurde 1992 Im Alter von 40 Jahren vom herabfallenden Ast einer Platane erschlagen, als sie mit dem Fahrrad in einem Park in Münster fuhr. Dabei ist Radfahren doch so gesund!

    Gruselige Grüße und einen gesegneten 1. Advent,
    Diebugö
    Zuletzt geändert von Diebugö; 30.11.2025, 15:03.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Ralf-I-vonderMark
    antwortet
    Hallo zusammen,

    an einem heißen Getränk durch innere Verletzungen verstorben ist in trauriger Weise ein dreijähriges Kind in Stolberg.

    Zülpicher Zeitung vom 21.3.1896:
    „Stolberg, 12. März. Auf dem hiesigen Standesamt wurde vorgestern der Tod eines dreijährigen Knaben angezeigt; derselbe hatte beim Vesperbrod in einem unbewachten Augenblick die heiße Kaffeekanne ergriffen und daraus getrunken. In Folge der hierbei erlittenen inneren Verletzungen trat der Tod Tags darauf ein.“
    vgl. https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodic...0Stolberg%22~7

    Viele Grüße
    Ralf

    Einen Kommentar schreiben:


  • wicki49
    antwortet
    Maria Josepha Steinhauser im Alter von 36 Stunden von der eigenen Mutter getötet. 8. März 1838

    Einen Kommentar schreiben:


  • Sebastian_N
    antwortet
    Freak accidents gab es also auch schon damals… o0

    Einen Kommentar schreiben:


  • Ahnensucher123
    antwortet
    Anno 1925
    Von einer Sense geköpft:
    Auf der abschüssigen Provinzialstraße bei Köln fuhr ein Motorradfahrer in schneller Fahrt gegen einen Landmann, der seine Sense auf der Schulter trug. Der Fahrer stürzte so unglücklich, dass ihm von der Sense der Kopf abgeschnitten wurde.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Der Görlitzer
    antwortet
    KB Zethau 1771-1812

    NB. So ist auch noch anzumercken, daß Johann Carl Lorentz, Juv: und Zwil-
    ligwirckergeselle, weil. Carl Gottlob Lorentzens, gewesenen Häußlers und
    Zwilligwürckers allhier ehel. jüngster Sohn erster Ehe, d. 20. Jan: 1792
    auf dem Wege von Creba nach Qvolsdorf [Quolsdorf], in der Oberlausitz in der
    Heyde zu Hähnichen erfroren und d. 28. Jan: erst todt gefunden
    worden. Er ist alsdenn gerichtlich aufgehoben und d. 30. Jan: nach dortigen
    Leichengebrauch öffentlich begraben worden. Diese Nachricht wurde von den
    Gerichten aus Hähnichen in der Oberlausitz bey Niesky hirhergeschrieben und war
    von dem Richter und 3. Gerichtsschöppen unterschrieben und mit dem Gemeinde Siegel
    besiegelt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Der Görlitzer
    antwortet
    KB Morungen 1866-1930

    Der Schlosserlehrling in Riestedt Wilhelm Buchmann
    aus Mohrungen, geb. 13. Febr. 1853 wurde am 27. Mai 1871 im
    Kunstteiche bei Wettelrode gefunden, nachdem er sich eines Diebstahls
    und verdienter Strafe halber d. 15. April aus Riestedt wegbegeben.
    Er hatte sich Steine um den Leib gebunden, um sich zu ersäufen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Geufke
    antwortet
    Zitat von AnNo

    Was mir aber völlig schleierhaft ist, ist ein Tod aufgrund der "Folgen der weggefallenen Menstruation". Was könnte das denn gewesen sein?

    LG Angela
    Ich nehme an, dass man die wirkliche Ursache nicht wusste, und einfach das geschrieben hat, was man wahrnehmen konnte.

    Einen Kommentar schreiben:


  • AnNo
    antwortet
    Hallo,

    ich kann noch nicht wieder mit solch seltsamen Todesursachen aufwarten. Kurios finde ich aber durchaus manche, die auf den damaligen medizinischen Wissensstand zurückzuführen sind, als da wären: Seitenstechen, Zahnen, Schnupfen, Kopfschmerz und Ebulition des Geblüthes oder Gliederreißen.

    Was mir aber völlig schleierhaft ist, ist ein Tod aufgrund der "Folgen der weggefallenen Menstruation". Was könnte das denn gewesen sein?

    LG Angela

    Einen Kommentar schreiben:


  • Ralf-I-vonderMark
    antwortet
    Hallo zusammen,

    beim Absägen eines Baumes von den Erdwurzeln zerquetscht wurde der Müller Friedrich Fuchs, und starb dann Tage später am +10.04.1816 insbesondere an einer „Zerrüttung des Gehirns“.

    Hierzu aus dem OSB Affoldern:
    dataurl512791.png

    Viele Grüße
    Ralf

    Einen Kommentar schreiben:


  • wicki49
    antwortet
    Johannes Baptist Jakob und Maria Friedrich durch überheizten Ofen erstickt: (Ettenkirch)


    Einen Kommentar schreiben:


  • Bienenkönigin
    antwortet
    Hallo zusammen,

    da ich Urlaub habe, habe ich heute einmal Tourist in München gespielt und war im lten Südfriedhof. Dort liegen nicht nur viele Maler wie Carl Spitzweg begraben, sondern auch zahlreiche Architekten und Gestalter Münchens (von Gärtner, Klenze etc.) sowie alle wichtigen Brauereibesitzer.

    Ein Grabmal hatte einen langen Text, der meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Der Verstorbene kam bei dem durch ein schweres Hochwasser verursachten Einsturz der Schwanenbrücke am 13. September 1813 um. Er wurde von seiner Familie sehr betrauert, vermutlich aber war er einer der vielen Schaulustigen, die voller Sensationsgier dem Einsturz eines Wirtshauses zusehen wollten:
    Es ist die schlimmste Hochwasser-Katastrophe, die München erlebt hat. Am 13. September 1813 stürzt die Schwanenbrücke ein und reißt über 100 Menschen in die reißenden Fluten der Isar. Autorin: Birgit Magiera


    Ich kann da nicht urteilen, vielleicht war es so...
    Viele Grüße
    Bienenkönigin
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Bienenkönigin; 14.08.2025, 16:53.

    Einen Kommentar schreiben:


  • fps
    antwortet
    Moin,
    im OSB Affoldern fand ich folgende Angabe nach dem Todesdatum der kleinen Anna Catharina Sölzer (14.9.1802-28.10.1804):
    Dieser doppelte Sterbefall trug sich auf eine traurige Art zu. Die Mutter trocknete Flachs auf einer Horde über dem Ofen, legt sich neben dem Ofen nebst 2 Kinder aufs Bette. Der Flachs entzündet sich, sie wacht auf, sucht das Feuer zu löschen, vergißt in der Angst das kleine Kind wegzutragen. Das größere Kind entgeht dem Feuer, verbrennt sich aber Gesicht und Hände. Das kleinere Kind wird vom Feuer verbrannt und stirbt am Morgen.

    Tragisch. Aus dem Eintrag im Kirchenbuch geht hervor, dass auch die Mutter bei diesem Brand ihr Leben verlor.

    Einen Kommentar schreiben:

Lädt...