Was ich gerade als Todesart eines 64jährigen Mannes in einem KB von 1864 gefunden habe:
"Schwere Beschädigung durch das Geläut der Glocke"
Mann-oh-Mann und viele Grüße von Leineweber
Erst hatte sie eine Erkaeltung und dann hatte sie Darmverschluss. Ob die Erkaeltung ursaechlich war oder diese beiden Ereignisse zuaellig zeitgleich waren, kann ja nicht mehr festgestellt werden.
Es gibt so viele moegliche Gruende, warum das eine zum anderen gefuehrt haben koennte.
Vielleicht hat sie beim vielen Husten ja auch einen Leistenbruch bekommen und ein Teil des Darms war abgeklemmt?
Oder sie hat irgendwelche Hausmittelchen genommen, die zu schwerer Verstopfung und dann Darmstillstand gefuehrt haben?
Oder umgekehrt; tagelanger Durchfall kann auch zu Darmstillstand gefuehrt haben. Dann geht auch nichts mehr und das ist toedlich, wenn nicht sofort interveniert wird....
Da faellt mir die Abwandlung eines Spruches ein;
"Ja, wenn der Hund nicht geschi**en haette...................
.................. waere ihm der Darm geplatzt"
"Weil ein Schwein in die Jauchegrube gefallen war, stieg Frau K. an einer Leiter hinab und wurde bei dem Bemühen, das Tier wieder herauszuziehen, innerhalb weniger Minuten von den Faulgasen, die sich in jeder Jauchegrube bilden, betäubt und erstickt.
Der 18-jährigen Tochter, die ihr zu Hilfe kommen wollte, erging es ebenso; das gleiche Schicksal ereilte den achtjährigen Jungen.
Alle drei konnten nur tot geborgen werden." (Sommer 1955 in Holstein)
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Ein Gast antwortete
Hallo Ihr Lieben,
in meinem Heimatort, vor meiner Zeit ereignete sich während eines Bombenangriffs
die Tragödie, das eine 12 köpfige Familie zu Tode kam.
Nur der älteste Sohn(16J) blieb verschont, weil er zum Milch holen geschickt wurde.
Wenn man post mortem photos googelt, findet man etwas weiter unten ein Bild von einer fünfköpfigen Familie welche auch einfach so umgebracht wurde, Vater, Mutter und 3 Kinder. Gesunde Menschen werden wohl nie verstehen, wieso man so etwas macht...
Zum Thema Mord ist mir letztens ein interessanter Artikel zu den ungeklärten und mysteriösen Hinterkaifeck-Morden im Jahre 1922 untergekommen.
Martin Steinhöfel 75 Jahre und seine Ehefrau Dorothea Sophia geb.Klingenberg
76 Jahre sind in den Abendstunden (10. Dez. 1825) in ihrem Hause durch
Räuber ermordert.
Soetwas zu lesen macht ein schon sehr traurig und ich hoffe, die Räuber
wurden gefasst und einer gerechten Strafe zugeführt.
Grauenhafte Geschichte, aber vorstellbar. Ich moechte mich mal zur Verteidigung der Katze aus dem Fenster strecken und sagen, dass diese kleinen Zwillinge wahrscheinlich deutlch kleiner waren als ein einzelnes Neugeborenes, dass die Katze vielleicht zunaechst nur die Waerme gesucht und ohne moerderische Absicht das eine Kind erstickt hat, und dass sie das andere Wesen angenagt hat, weil es eher einem nackten Voegelchen aehnelte?
Trotzdem - die Hebamme hatte schon recht, Kleinkinder und Haustiere gehoeren nie unbeaufsichtigt zusammen in ein Zimmer.
"Der Familie F. in Markranstädt (bei Leipzig) wurde vor einigen Wochen ein Zwillingspärchen bescheert.
Da nun die Leute als Liebhaber von Katzen sich eine solche im Hause hielten, so ordnete die Hebamme an,
daß das Thier sofort aus dem Schlafraume entfernt werden sollte. Dies ist jedoch leider nicht geschehen.
Als dieser Tage die Mutter durch eigenthümliche Töne aus dem Schlafe geweckt wurde und sofort nach ihren Kindern sah,
bot sich ihr ein entsetzlicher Anblick dar. In dem Kinderkorbe saß die Katze und hatte das eine Kind bereits erdrückt,
während sie dem anderen das linke Händchen und die Nase vollständig abgenagt und auch noch ein Stück aus dem Aermchen herausgebissen hatte.
Das bedauernswerthe Geschöpf starb bald darauf an diesen Verletzungen.
Dieser Fall mahnt von neuem zur Vorsicht Eltern und Diejenigen, denen Kinder anvertraut sind."
Entnommen aus dem Bregenzer/Vorarlberger Tagblatt vom 12. Juli 1899 unter Verschiedenes
Nach diesem Fund kann ich den theatralischen Aufstand meiner Mutter besser verstehen, als eine entfernte Verwandte und Patentante meines Sohnes sich bei mir mit ihrer Katze anmeldete.
Zu dieser Zeit war meine Tochter auch erst ein paar Wochen alt. Die Verwandte schlief mit ihrer Katze im unteren Stockbett, der viereinhalbjährige Sohn oben und das Baby im Kinderbett. Alle Türen in der Wohnung blieben offen. Passiert ist bei dem 14-tägigen Besuch nichts.
Wahrscheinlich hatte meine Mutter als Kind von der obigen Tragödie gehört, da sie wenn auch 35 Jahre später in einem der Nachbardörfer aufgewachsen ist.
ein Unglücksfall aus dem Jahre 1827 in Schönfeld, Kreis Habelschwerdt:
"Von den reißenden Strömen des Windmüth[?]-Wassers,
und Neißflußes mit ihren Häußern fortgeführet
den 11. Junii Nachmittags und alle ertrunken."
....das war wohl auch Interpretationssache. Der Bub starb 16jährig an seiner Unvorsichtigkeit, indem er sich selbst einen Schuß mit dem Gewehr durch den offenen Mund tat.
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