Forst-Hutungs-Entschädigung

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  • Mister_B
    antwortet
    Hallo Anna Sara,

    ich will nichts ausschließen. Aber die Entschädigungskarten behandeln viel mehr Ländereien. Bei Interesse schaut mal hier und hier.

    Das Messtischblatt von 1911 zeigt in dem dargestellten Bereich eine Trockenwiese (?).

    grafik.png

    Wenn man sich die Luftbildkarte von 1940, also 100 Jahre später, betrachtet, sind die Grundstücke alle waldfrei. In den hier nicht dargestellten Bereichen sind die Felder und die Grundstückszuschnitte in der Regel deckungsgleich.

    grafik.png

    Kann denn aus gerodeten Waldland Trockenwiese werden?

    Viele Grüße

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  • Anna Sara Weingart
    antwortet
    Wenn nun aber die Karte Waldgrundstücke zeigen täten, dann könnten die Namen auch Waldbesitzer sein, die im Zuge der Ablösung der Forstservituten, zur Entschädigungszahlung verpflichtet wurden, und die Waldgrundstücke entsprechend belastet wurden?

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  • Mister_B
    antwortet
    Hallo Peter,
    ich danke dir für den Hinweis.

    Nur um alles richtig einzuordnen, würde ich gerne wissen, ob wir hier von echtem (im Hypothekenbuch verzeichneten) Eigenbesitz sprechen oder beispielsweise auch Pachtland, oder Land eines Stellenbesitzers, welches der Domäne (also dem Staat Preußen) bzw. der Herrschaft gehörte. Anders gefragt, was stand in einem Hypothekenbuch, vielleicht in Abgreenzung zum Nachfolger dem Grundbuch.

    Danke

    Tino

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  • Xylander
    antwortet
    Zitat von Mister_B
    Guten Abend,

    ich forsche über meine Familie in Schlesien. Dieser Zweig war im Bereich Landwirtschaft in der Gemeinde Backen im Kreis Guhrau ansässig. Über szukajwarchiwach.gov.pl konnte ich mehrere Karten über den Ort aus den Jahren 1845 (Forst-Hutungs-Entschädigung) bzw. 1892 (Gemarkung) ausfindig machen. Nun zu meinen Fragen.

    2.) Anbei habe ich ein Bildausschnitt. Hinter der Parzellennummer und dem Namen des Bauern/Gärtners etc. steht eine ominöse Abkürzung. Eventuell "Hgz N°"? Was könnte das heißen? Könnte es eine Art Hausnummer sein? Wo kann man Auskunft über den passenden Hof bekommen? Es scheinen noch Grundakten der Gemeinde zu existieren. Leider nicjt digitalisiert.
    Ich meine da "Hyp No 1" "Hyp No 2" usw. zu lesen und vermute dass sich das auf die Einträge im Hypothenbuch bezieht.
    Viele Grüße
    Peter
    Zuletzt geändert von Xylander; 07.11.2024, 07:12.

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  • Mister_B
    antwortet
    Hallo,

    ich danke euch Rony und Anna Sara.

    Nun weiß ich zumindestest, dass die ferne Verwandtschaft Land erhalten hat und sich nicht mit Land freikaufen musste, was ja in einigen Texten steht.

    Hat noch jemand einen Tipp, welche Hinweise nebst den Namen das polnische Archiv benötigt, um die richtigen Einträge in den Grundakten zu finden. Oder meint ihr, dass die eh alles sichten müssen.

    Ich freue mich auf weitere Informationen, auch zu den anderen Themata.

    ​​​​​​Viele Grüße

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  • Anna Sara Weingart
    antwortet
    Hallo
    früher hatten die Bauern das Recht ihr Vieh im Wald fressen zu lassen. (Hutungsrecht, bzw. "Forstservitut")

    Siehe: http://www.zeno.org/Brockhaus-1837/A/Hutungsrecht

    Weil das aber der Forstwirtschaft schadete, wurden diese Rechte per Gesetz aufgehoben, und die vormals berechtigten Bauernfamilien dadurch entschädigt, dass sie zusätzliche Grundstücke übereignet bekamen. Deine Karte dürfte also diese neu zugewiesenen Grundstücke abbilden.



    Quelle für Bild: Die Verwaltungslehre, 1868

    Entsch.jpg
    Zuletzt geändert von Anna Sara Weingart; 03.11.2024, 17:35.

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  • rpeikert
    antwortet
    Zu Hutung siehe hier: https://de.wiktionary.org/wiki/Hutung

    Gruss, Ronny

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  • Mister_B
    antwortet
    Danke für dein Wissen zur Frage 2. und deiner Meinung zur Frage 1. Weiß jemand genaures?

    Oder kann jemand noch aus dem Nähkästchen Plaudern.

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  • Horst von Linie 1
    antwortet
    1. Eher die Ablösung von Rechten der Obrigkeit. Siehe REFORMEN DES VOM STEIN. Hat in Schlesien etwas länger gedauert.
    2. Hypothekenbuchnummer. In größeren Dörfern (sagen wir mal mit eigener Schule) hatte der Erbscholtiseibesitzer häufig die Nummer 1.

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  • Mister_B
    antwortet
    Da war ich für das Schlusswort zu aufgeregt.

    Viele Grüße

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  • Mister_B
    hat ein Thema erstellt Forst-Hutungs-Entschädigung.

    Forst-Hutungs-Entschädigung

    Guten Abend,

    ich forsche über meine Familie in Schlesien. Dieser Zweig war im Bereich Landwirtschaft in der Gemeinde Backen im Kreis Guhrau ansässig. Über szukajwarchiwach.gov.pl konnte ich mehrere Karten über den Ort aus den Jahren 1845 (Forst-Hutungs-Entschädigung) bzw. 1892 (Gemarkung) ausfindig machen. Nun zu meinen Fragen.

    1.) Was war die Forst-Hutungs-Entschädigung? Ich vermute, es ist die Parzellierung und Vergabe von ehem. gemeinschaftlichen Land der Gemeinde.

    2.) Anbei habe ich ein Bildausschnitt. Hinter der Parzellennummer und dem Namen des Bauern/Gärtners etc. steht eine ominöse Abkürzung. Eventuell "Hgz N°"? Was könnte das heißen? Könnte es eine Art Hausnummer sein? Wo kann man Auskunft über den passenden Hof bekommen? Es scheinen noch Grundakten der Gemeinde zu existieren. Leider nicjt digitalisiert.

    3.) Nun habe ich 4 Personen mit dem passenden Nachnamen auf der Karte gefunden. Da es sich um ein 3-Häuser-Dorf handelt, werden die wahrscheinlich alle über ein paar Ecken verwandt sein. Habt ihr noch eine Idee, wie man diese verwandschaftlich einordnen kann? Eine Anfrage betreffs der Grundakten beim poln. Archiv werfe ich mal in den Ring.
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