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  • Friedrich
    Moderator
    • 02.12.2007
    • 11344

    Sack-Schäfer

    Michael

    Was ist der Unterschied zwischen den Berufen Schäfer und Sack-Schäfer? Der Beruf Sack-Schäfer kommt im 18. Jahrhundert in Baden-Württemberg vor.

    Udo Wilhelm

    vielleicht war dies ein Sack-, Taschenhersteller und gleichzeitig auch ein Schäfer

    Marlies

    vielleicht hilft eine Anfrage hier:
    Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e. V.
    Strasse: Heinrich-Baumann-Str. 1-3
    PLZ/Ort: 70190 Stuttgart
    Telefon: 0711 / 1665504
    Fax: 0711 / 1665541
    email: info[ät]lsv-bw.de

    Udo Wilhelm

    es hat zwar etwas gedauert aber der Verein für Schäfereigeschichte hat doch noch geantwortet. Der Begriff Sackschäfer kommt aus Norddeutschland, er ist nur aus der Guts-Schäferei bekannt und nicht in der Wander-Schäferei. Sackschäfer wurden die bezeichnet die immer mit einem Sack Getreide auf dem Rücken in den Schafsstall gingen.
    Verein für Schäfereigeschichte
    Landkreis Regensburg
    Ringstraße 6
    93095 Hagelstadt
    Telefon (09453)93758
    Link: http://www.agrarkulturerbe.de/organi...id=7810&suche=
    "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
    (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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    • Friedrich
      Moderator
      • 02.12.2007
      • 11344

      Zeitungsbote

      viktor

      In einer Thüringer Familie finde ich im 17./18. Jahrhundert diese Berufbezeichnung, die sich mehrfach vom Vater auf den Sohn vererbt.
      Nun ist mir klar, dass sich dahinter etwas anderes dahinter verbirgt als der uns heute bekannte Zusteller der örtlichen Tageszeitung oder lokaler Anzeigenblättchen.
      Das uns heute bekannte Medium "Zeitung" stand zu dieser Zeit erst in den absoluten Anfängen. Der Begriff selber bedeutete schlicht "Nachricht"
      Wenn ich mich gedanklich in die damalige Zeit versetze, kann ich mir ein ungefähres Bild machen über die Aufgaben dieser Menschen.
      Ich denke, dass neben dem Herumtragen amtlicher Bekanntmachungen und auch der Neuigkeiten aus aller Welt diese Zeitungsboten auch eine Unzahl von privaten und gewerblichen Mitteilungen herum getragen haben.
      Wer heute seinen Schwager im Nachbardorf zur Taufe einladen möchte, greift zum Telefon, seinerzeit gab man es wohl dem Zeitungsboten in Auftrag.
      Ich würde mich freuen, wenn mir jemand einen Literaturhinweis geben könnte, dem man noch näheres zum Thema "Zeitungsbote" entnehmen könnte.

      Joachim v. Roy

      zu Ihrem „Zeitungsboten“ finde ich bei Zedler, Universallexikon, Bd. LXI, Leipzig-Halle 1749, Sp. 923, folgende Angabe:
      „ZEITUNGS-TRÄGER, wird derjenige genennet, so die gedruckten Zeitungen den Liebhabern derselben, gegen ein gewisses Geld zu lesen ins Haus träget und dieselben wieder abholet. Zeitungs-Träger heissen auch solche Personen, welche von einem Orte zum andern mündliche Zeitungen herumtragen“

      viktor

      So ungefähr dachte ich mir das. Um 1750 herum waren Einblattdrucke und Flugschriften durchaus schon in Mode. In den früheren Zeiten lag der Schwerpunkt wohl eher auf der mündlichen Weitergabe. Demnach haben die Zeitungsboten wohl ihren "Geschäftsbereich" erweitert.
      Interessant finde ich, dass man das Abholen der Schriften dazu zählt. Druckschriften werden mehrfach verwertet, wahrscheinlich zu niedrigerem Tarif.
      Das Wissen um das Weltgeschehen lag um die Mitte des 18.Jhdt anscheinend bedeutend höher als zu früheren Zeiten. Das zeigen auch Turmknopf-Aufzeichnungen aus einem Thüringer Dorf. Standen dort bei den Aufzeichnungen im 17.Jhdt eigentlich nur Berichte "rund um den Kirchturm" so fand man in späteren Zeiten auch explizit Darstellungen des "Hubertusburger Friedens" etc.

      Heute stolpere ich bei einem Taufeintrag aus dem Jahre 1775 über die Bezeichnung "Gothaischer Zeitungsbote". Also hatten Zeitungsboten durchaus auch einen amtlichen Charakter.
      "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
      (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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      • Friedrich
        Moderator
        • 02.12.2007
        • 11344

        Beruf Greiner?

        viktor

        Jahr aus dem der Begriff stammt: 1776
        Region aus der der Begriff stammt: Eisenacher Land
        Welche Bedeutung könnte der Begriff "Greiner" zu dieser Zeit und in dieser Region gehabt haben?

        Kay789

        hatte mal eben kurz bei wikipedia.de nachgesehen, da bekomme ich Glasbläser heraus.

        viktor

        Bei Grimm's Wörterbuch wird zu "greinen" auch das Sand mischen erwähnt. Das ergäbe einen Sinn. Glas besteht ja aus Sand. Auch eine Mail, die ich hierzu bekam, erwähnt diese Möglichkeit.
        Einen der anderen bei Grimm erwähnten Bedeutungen würde auch als Berufsbezeichnung keinen Sinn machen.
        "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
        (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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        • Friedrich
          Moderator
          • 02.12.2007
          • 11344

          katholische Juden

          Heidi K.

          Bei Geburtsurkunden aus Westpreussen um 1780-1800 fällt mir immer wieder auf, dass in kath. Kirchenbüchern die Paten als Juden bezeichnet werden. Das bezieht sich dann auch auf Personen, die katholisch getauft sind.
          Den Begriff " kath. Juden" gibt es wohl, ebenso luth. Juden, aber ich kann mir darunter nichts vorstellen. Welche Religion haben diese Personen? Juden? Katholiken?
          Kann mir das mal jemand erklären?

          ekreg

          Edith Stein z.B. war eine "katholische Jüdin".
          Ich habe das so verstanden:
          Nach jüdischem Glauben kann meines Wissens man aus der Religion (die von der Mutter weiter gegeben wird) nicht austreten. (Hat mir zumindest ein jüdischer Freund so erklärt!)
          Da man aber zum Christentum konvertieren kann, kann man durchaus katholisch oder evangelisch werden.
          Es gibt auch in Frankreich einen Kardinal, der ein katholischer Jude ist.
          Ich könnte mir vorstellen, dass es sich bei den Einträgen, von denen Du sprichst, um solche Fälle handelt. Da diese "Konvertiten" von der Kirche vermutlich erst einmal als Christen 2. Klasse behandelt wurden, wurde das vermutlich noch einmal extra dazu geschrieben.
          Also meiner persönlichen Meinung nach waren das Christen, die aber als Juden geboren wurden...

          niederrheinbaum

          Die religiöse Abstammung hängt hierbei von der Mutter ab. Als Kind einer jüdischen Mutter zählt man automatisch zum jüdischen Glauben, als Kind eines jüdischen Vaters nicht. Man muß dann, soweit ich weiß, in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen werden.
          Wird das Kind einer jüdischen Mutter katholisch getauft, kann es katholischer Jude genannt werden, gilt aber auch als katholisch, mit allem Nachkommenden wie Kommunion usw.. In katholischer Hinsicht ist es in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen.
          Mich würde interessieren, welche Fragen es aufwirft. Das Thema ist interessant und vielfältig, wie ich finde.
          "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
          (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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          • Friedrich
            Moderator
            • 02.12.2007
            • 11344

            Eisenbahnpackmeister

            Gerhardt

            Jahr aus dem der Begriff stammt: erwähnt 1855
            Region aus der der Begriff stammt: Nord/Mittelhessen
            in einer der Heiratsurkunden meiner Ahnen kommt der Begriff Eisenbahnpackmeister vor.
            Meine Frage: Hat dieser die Aufgabe nur Güter oder nur das Gepäck von den Reisenden zuverstauen?
            Aus der Urkunde geht hervor, dass seine erste Frau aus Oberlahnstein stammt, er aber aus der Nähe von Kassel kommt. Ich gehe also davon aus dass er mit gefahren ist und nicht nur im Heimatbahnhof tätig war.

            Marlies

            den Begriff Packmeister habe ich bisher "nur" für die Post gefunden, siehe auch hier: http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/p/kp00249.htm
            ebenso im genealoisch-etymologischen Lexikon: Packmeiser: Bei der Post der Aufseher über das Postgepäck
            Vielleicht ist Dein Ahne als solcher mit der Eisenbahn hin und hergependelt
            "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
            (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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            • Friedrich
              Moderator
              • 02.12.2007
              • 11344

              Alte Datumsbezeichnungen

              Adi

              Jahr aus dem der Begriff stammt: 1700
              Region aus der der Begriff stammt: Lohmen in Mecklenburg

              kann mir jemand erklären was mit:
              "verstorben am Montag nach Cantate"
              gemeint sein könnte?

              Schlumpf

              Cantate ist der 4. Sonntag nach Ostern.
              Ich bitte für die Datumsangabe unbedingt auf:
              1) das Jahr und
              2) den Ort zu achten!!
              ..falls es sich dabei um ein prot. Territorium handelt, käme vor 1700 der julianische Kalender in Frage

              Joachim v. Roy

              hier handelt es sich um denjenigen Montag, der dem Sonntag CANTATE folgte. In diesem Jahr fällt der Sonntag CANTATE auf den 20. April.
              Wenn Sie uns sagen würden, von welchem Jahr die Ihnen vorliegende Eintragung ist, dann könnten wir Ihnen das genaue Datum des fraglichen Montags angeben.

              Adi

              Es ist das Jahr 1700.
              Wie kann ich den jetzt rausbekommen, wann das genau war?

              Joachim v. Roy

              im Jahre 1700 fiel der Ostersonntag auf den 11. April, der Sonntag CANTATE auf den 9. Mai.
              "Montag nach CANTATE" war deshalb der 10. Mai 1700.

              Adi

              Wann genau war: "2.p.Trinitatis 1706" und "Laetare 1743"

              Joachim v. Roy

              im Jahre 1706 fiel der Sonntag TRINITATIS auf den 30. Mai.
              er 2. Sonntag nach dem Sonntag TRINITATIS fiel demzufolge auf den 13. Juni 1706.

              Schlumpf

              gut, das waren alles Sachen nach dem 18.02.1700. Aber darf man trotzdem wissen woher?

              Adi

              das sind Informationen aus den Kirchenbüchern aus Lohmen in Mecklenburg.

              Marlies

              die Sonntage des Kichenjahres findest du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenjahr etwas zum julianischen Kalender hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Julianischer_Kalender und etwas zum gregorianichen Kalender hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gregorianischer_Kalender

              Joachim v. Roy

              Im Jahre 1743 fiel der Sonntag LAETARE auf den 24. März (der Sonntag JUDICA fiel auf den 31. März, der Sonntag PALMARUM auf den 7. April, der OSTERSONNTAG auf den 14. April).

              Elsie

              ich habe hier einen Auszug aus einem Aufgebots-Register aus dem Jahr 1677 aus Oschatz/Bayern.
              Könnt Ihr mir bitte sagen um welches Datum es sich handelt:
              1688 DOMIN. XIII post Trinit

              Luise

              Ich denke, hier ist der 13. Sonntag nach Trinitatis 1688 gemeint.

              Joachim v. Roy

              Im Jahre 1688 fiel der Sonntag TRINITATIS auf den 13. Juni.
              Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann fiel der 13. Sonntag nach dem Sonntag TRINITATIS auf den 12. September 1688.

              Schlumpf

              ..aber ich kenne nur ein Oschatz in Sachsen....
              Sollte die Stadt in Sachsen, oder ein Ort z.B. im Bayreuth oder Nürnberg (protestantische Reichsstände) gemeint sein, würde es sich dabei um den 09.09.1688 handeln!

              Friedhard Pfeiffer

              Richtig! Trinitis 1688 war in evangelischen Landen der 10. Juni, der 13. Sonntag nach Trinitatis der 9. 9.
              "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
              (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

              Kommentar

              • Friedrich
                Moderator
                • 02.12.2007
                • 11344

                altkatholisch

                Marlies

                einer der Vorfahren wurde kath. getauft, heiratete kath, wurde aber altkatholisch begraben. Kam das einem Religionswechsel gleich? In keiner der von mir eingesehenen Urkunden war ein Hinweis zu finden, dass ein Wechsel zur altkatholischen Richtung stattgefunden hat.

                Hintiberi

                Ich höre zum ersten Mal was von "altkatholisch" - ist das überhaupt eine... wie soll ich sagen... "Nebenform" des Katholizismus oder vielleicht doch nur eine Art Steigerung für katholisch, also sowas wie "nach althergebrachter, katholischer Sitte" oder sowas?!

                Gast Carlton

                da geht es um die Unfehlbarkeit des Papstes. Da haben sich die Alt-Katholiken m.W. ausgeklinkt. Irgendwie so um 1870?!

                Marlies

                weit verbreitet war der Altkatholizismus wohl nicht: Zur Beerdigung (in Passau) reiste ein Priester aus München an, daraus schließe ich (fürs erste) das es im Umkreis keinen altkatholischen Geistlichen gab.

                Uli

                Also diese Form des katholizismus besteht noch immer es ist eine eigenständige Kirche.
                Sieh mal unter folgendem link: http://www.alt-katholisch.de/

                Marlies

                dankeschön, die Seite kenne ich, sie hilft mir aber -leider- nicht zum Thema, ob Religionswechsel oder nicht. Schade
                Bei einem Wechsel von kath. zu lutherisch finde ich im Kirchenbuch immer wieder einen durchgestrichenen Eintrag: quer über einem Taufeintrag steht: is lutherisch worn. Man sieht förmlich die Wut, die der Pfarrer hatte.

                ubbenkotte

                in den Niederlanden entstand der Altkatholizismus schon im 17. Jahrhundert (Oudkatholieken). Die Katholische Kirche wurde nach 1568 von der Protestantischen Kirche als Staatskirche abgelöst und die Niederlanden galten danach als Missionsgebiet. Die Missionsarbeit (u.a. aus dem grenznahen Zwillbrock im Kreis Borken) wurde aber erschwert und erst 1795 wurden alle Religionen unter der "Bataafsche Republiek" gleichgestellt. Die kirchliche Hierarchie der katholischen Kirche wurde in den Niederlanden erst 1853 wiederhergestellt.
                Als die Katholiken um 1700 einen neuen Bisschof haben wollten, gab Rom keine Zustimmung. Unter Einfluss französicher Missionare besannen einige sich wieder auf das Recht, selber einen Bisschof zu wählen. Cornelis Steenoven wurde 1723 zum Bisschof von Utrecht gekürt und damit war die Trennung zwischen der römisch-katholischen und der alt-katholischen
                Kirche endgültig.
                Da Du Niederländisch lesen kannst, hier der Link: http://www.okkn.nl/?b=101 .

                Uli

                kann es nicht sein dass Dein Vorfahr sich mündlich gegenüber einem Vertreter der Altkatholiken zu dieser Kirche bekannte ohne sich Schriftlich bei den einen an und bei den anderen abzumelden. Dieses mündliche Bekenntnis gibt es meines Wissens auch im Islam wo ich mich bei einem Vertreter nur mündlich zur Religion bekennen müsste. Nach diesen Überlegungen dürftes Du keine Urkunden finden.

                Kathy

                den Unterschied zwischen röm.-kath. und altkath. machen meines Wissens die unterschiedliche Meinung über drei Dinge aus:
                1. die Unfehlbarkeit des Papstes
                2. die Jungfräulichkeit Mariens
                3. die Ohrenbeichte, wie sie zum Zeitpunkt der Spaltung stadtfand
                Zur Klärung des Übertrittes würde ich bei einer der altkatholischen Gemeinden in Deiner Umgebung nachfragen.

                gode4lissy

                der Übertritt von der römisch-katholischen Kirche in die Alt-Katholische Kirche ist kein Religions- oder Konfessionswechsel. Man bleibt katholisch getauft, auch alle katholischen Sakramente (Erstkommunion, Firmung, Eheschliessung) bleiben voll gültig.
                Man wechselt lediglich die sog. "Jurisdiktion", also die rechtliche Unterstellung unter die Weisungsbefugnis des Papstes. Ansonsten bleibt alles gleich, die Glaubenslehre, die Liturgie, die Gebete, die Lieder, die Sakramente (und leider auch die Kichensteuer). Auf der Lohnsteuerkarte wechselt lediglich das "rk" in "ak".
                Die "alt"-katholische Kirche heisst einfach nur so, weil sie 1870 beim 1. Vat. Konzil die "neuen" Lehren von der Unfehlbarkeit des Papstes nicht mitmachen, sondern lieber bei der bisherigen (alten) katholischen Lehre bleiben wollten. Heute ist die a.k. Kirche eine sehr moderne, wenn auch kleine katholische Amtskirche, bei der katholische Priester verheiratet sein dürfen und Frauen diesselben Rechte zum Altardienst haben, also auch für klerikale Ämter. Das mit der Marienjungfräulichkeit und Ohrenbeichte sind Legenden, es stimmt höchstens, dass die a.k. Kirche eine andere Einstellung zum Sündenbegriff hat - und diesbezüglich den Menschen in seiner Verantwortung allein vor Gott sieht, nicht vor seiner Kirche. Näheres dazu unter dem Link unten.
                Interessant wäre die Frage, ob die "Nachkommen" dieses "Vorfahren" ebenfalls altkatholisch geblieben sind?

                Marlies

                jedenfalls habe ich bisher sonst niemand gefunden, der ebenfalls altkatholisch war. Wobei sich natürlich die Frage auftut, ob es dafür "extra" geführte Bücher gab/gibt.
                Ebenso bleibt für mich die Frage offen, ob es Unterschiede gab/gibt in den "Ritualen" der einzelnen Sakramente.

                gode4lissy

                Nein, es ist gibt da keine relevanten Unterschiede. Nicht im Bereich der Lehre oder Liturgie. Nur in kirchenrechtlichen Detailfragen. Ansonsten sind wir "genauso katholisch", wie die Römer. Nur vielleicht ein bischen weltoffener in einigen Ansichten.
                "Extra geführte Bücher"? Eigentlich nicht, höchstens die Sakramentsurkunden könnten darüber etwas sagen, also welche Kirche da ihren Stempel drunter gesetzt hat. Natürlich haben die Kirchen ihre Mitgliederregister. Aber ich denke, die meinst Du nicht, oder?

                Marlies

                wenn Kinder altkatholischer Eltern getauft werden, wo wird das eingetragen? In "altkatholischen" Matrikelbüchern? Oder anders rum: Werden getrennte Matrikelbücher in allen Bereichen, also Taufe, Heirat, Beisetzung, für katholisch und altkatholisch geführt?
                Wenn ja, seit wann wird das so gehandhabt?

                gode4lissy

                Zunächst im Taufregister der Alt-Katholischen Gemeinde, dann im Familienstammbuch und letztlich beim Amtsgericht (zumindest in NRW), die das dann eigentlich an die Einwohnermeldeämter weiterzugeben haben.
                Die Alt-Katholiken und die Rom-Katholiken führen jeweils ihre eigenen Register, seit 1870, und zwar für alle Sakramente, über die Buch geführt wird (Taufe, Firmung, Eheschliessung, Beisetzung).
                "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

                Kommentar

                • Friedrich
                  Moderator
                  • 02.12.2007
                  • 11344

                  Zwangs-Paß

                  Marlies

                  was muß ich mir unter einem Zwangsspaß vorstellen?
                  Königlich Bayerisches Amtsblatt Ausgabe 11. Juni 1887
                  Im Besitz des [ ...] Braugesellen Michael Koch von Oberpennating wurde ein falscher, mit nachgemachtem Siegel versehener Zwangspaß gefunden.

                  honkytonk

                  "Brockhaus-1911
                  Zwangspaß
                  Zwangspaß, ein Paß, mittels dessen jemandem von der Polizei unter Androhung von Strafe vorgeschrieben wird,
                  sich auf einem bestimmten Wege (gebundene Marschroute) an einen bestimmten Ort zu begeben und sich dort bei der Behörde zu melden.
                  Meist dienen jetzt die Z. zur Beförderung bestrafter Personen in die Heimat.
                  Lexikoneintrag zu »Zwangspaß«. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 1039.
                  "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                  (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

                  Kommentar

                  • Friedrich
                    Moderator
                    • 02.12.2007
                    • 11344

                    Kennzeichnung von Hofnamen

                    Hintiberi

                    Hier eine kleine Auflistung von Möglichkeiten, wie Hofnamen in Kirchenbüchern gekennzeichnet wurden.
                    Ich würde mich freuen, wenn ihr noch weitere Begriffe ergänzen könnt!
                    Folgende Begriffe sind mir bislang, v.a. in Kirchenbucheinträgen, unter die Augen gekommen:
                    a) der Hofname wird dem Familiennamen nachgestellt:
                    condictus (= auch genannt)
                    dictus (= genannt)
                    genannt
                    nominatr. (= genannt)
                    nunc (= jetzt)
                    postea (= später, danach)
                    vocatr. (= gerufen, genannt)
                    vulgo (= allgemein)
                    b) der Hofname geht dem Familiennamen voraus; hat ihn ggf. verdrängt:
                    antea (= davor, vorher)
                    alias (= eigentlich)
                    olim (= einst, früher)
                    c) das Verhältnis Familienname - Hofname ist nicht eindeutig:
                    sive (= oder)
                    vel (= oder auch)
                    "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                    (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                    • Friedrich
                      Moderator
                      • 02.12.2007
                      • 11344

                      "fermé" bei Altersangabe

                      Hintiberi

                      Jahr aus dem der Begriff stammt: 1739
                      Region aus der der Begriff stammt: Niederntudorf, Westfalen

                      Bei einem "mutmaßlichen" Verwandten steht im Sterberegister von 1739 unter Altersangabe: "100 fermé",
                      Todesursache: "in sariis senectutem".
                      Was genau bedeutet dieses "fermé"?

                      Friedhard Pfeiffer

                      ferme = fast, nahezu, beinahe, ungefähr
                      in = in, während, innerhalb
                      senectus, -tutis = Greisenalter, hohes Alter
                      sar... ist nicht zu finden.
                      "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                      (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                      • Friedrich
                        Moderator
                        • 02.12.2007
                        • 11344

                        Wortbedeutung: (Forst-)Gutsbezirk, Schlossgut, Kommunforst, Amtsanteil, Gerichtsanteil, Küchenforst

                        Wilga

                        könnt ihr mir vielleicht bei folgenden Bezeichnungen weiterhelfen?
                        Im Gemeindeverzeichnis (www.gemeindeverzeichnis.de) habe ich hinter manchen Ortsbezeichnungen noch diese Bezeichnungen gefunden und wüßte gern deren Bedeutung.
                        - Gutsbezirk
                        - Forstgutsbezirk
                        - Schlossgut
                        - Kommunforst
                        - Amtsanteil
                        - Gerichtsanteil
                        - Küchenforst

                        Marlies

                        zu Gutsbezirk siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Gutsbezirk

                        niederrheinbaum

                        Kommunforst bedeutet m. W. nach ein Waldstück, das der Gemeinde, also der Kommune, Stadt oder Allgemeinheit, gehört. Wird hier zumindest in alten Unterlagen häufiger so genannt.
                        Ich kenne Schlossgut als einen zu einem Schloss gehörigen Gutshof, der quasi die Bewohner im Schloss versorgt.
                        "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                        (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                        • Friedrich
                          Moderator
                          • 02.12.2007
                          • 11344

                          Bedeutung der Gefangenenbezeichnung AZR DR in Dachau

                          H.Hentze

                          Ein Vorfahre von uns war seit 1938/39 in Haft durch die Gestapo. Soll in Oranienburg und Buchenwald gewesen sein. Habe per Zufall ihn in Dachau unter der Gefangenenbezeichnung AZR DR gefunden. Was bedeutet diese Bezeichnung und wie kann ich weitere Aufklärung erhalten über den Verbleib nach 1938?

                          Fay

                          AZR: So wurden tschechische Häftlinge bezeichnet, aber auch so genannte
                          " Asoziale" Häftlinge: Kriminelle, Fürsorgeempfänger, Arbeitslose,
                          Wohnungslose, Bettler und auch politische Häftllinge.
                          AZR: Arbeitszwang Reich/ Arbeitszwangshäftlinge Reich,
                          zu DR habe ich leider nichts gefunden.
                          Für weitere Informationen würde ich mich an die Gedenkstätte Dachau
                          (Archiv) wenden.
                          KZ-Gedenkstätte Dachau
                          Alte Römerstraße 75
                          85221 Dachau
                          Telefon: 08131-669970
                          Fax:08131-2235
                          Email: archiv@kz-gedenkstaette-dachau.de
                          "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                          (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                          • Friedrich
                            Moderator
                            • 02.12.2007
                            • 11344

                            mente capta

                            viktor

                            Jahr aus dem der Begriff stammt: 1771
                            Region aus der der Begriff stammt: Eisenacher Land
                            "Anna Margaretha Saltzmann virgo mente capta ............. einzige Tochter erster Ehe verstarb in solchem Zustand, doch ohne Zweiffel seelig (denn bis ins 20te Jahr, so lange sie ihre Vernunft gehabt, hat sie ein stilles und lasterfreyes Leben geführet) den 17. Dec...."
                            Von welcher seelischen oder geistigen Störung könnte man hier ausgehen?
                            "mente capta" übersetze ich mal mit "gefangener Geist".

                            Hintiberi

                            Dann war das arme Mädchen schwachsinnig.
                            Oder was ist Deine Frage? Hattest Du eine Frage? :s
                            Interessant, daß der Eintrag auf Latein beginnt und dann auf deutsch weitergeführt wird.
                            Bin von Sinnen...

                            viktor

                            Im gesamten Kirchenbuch wird lateinisch nur geschrieben, wenn es irgendwie "heikel" ist.
                            Meine Frage dreht sich um den Gegensatz. Sie stirbt "mente capta", jedoch seelig, weil sie bis 20 still und lasterfrei gelebt hat.
                            Also hat sie bis zum Tod mit 43 irgendwie ein anderes Leben geführt. Pfarrer sind Meister der Formulierung. Was will er uns sagen?
                            (Diese Frage ist natürlich Quatsch. Der Pfarrer schrieb nicht für uns Ahnenforscher. Sie schrieben für ihre Amtsvorgesetzten, die sie visitierten.)

                            Hintiberi

                            ich bleibe bei meiner Annahme, daß sie schwachsinnig war bzw. geworden ist, als sie etwa 20 war.
                            Bis dahin lebte sie ein normales, lasterfreies Leben; man müßte vielleicht mal hinterherhaken, inwieweit Schwachsinn oder zumindest "Geisteseingeschränktheit" im Sinne der Kirche "lasterhaft" war, ich kann mir gut vorstellen, daß die Kirche da mal wieder ihre eigenen Theorien hatte, was eine "gottlose Lebensführung" angeht...?!
                            Über eine (vermutliche) Schwester meines Vorfahren steht folgendes im Kirchenbuch:
                            "Im Jahre Christi 1821 am 11. im April frühmorgens um ein Uhr sturbe an der Wassersucht Anna Angela des längst verstorbenen Heinrich Kuhl gewesenen Beisassen und Tagelöhners in Eringhausen mit der ebenfalls verstorbenen Angela Margaretha geborenen Thiele ehelich erzeugte ledige Tochter /arme schwachsinnige Person/, und wurde dieselbe am 12. nämlichen Monats christlichem Gebrauche nach zur Erde bestattet..."
                            Auch wenn hier (leider) keine Altersangabe genannt wird, ist sie dem Familienregister nach geboren am 2. April 1769, war also 52 Jahre alt.
                            Leider kein weiterer Vermerk dabei, wie bei Deinem Eintrag, aber sie wird zumindest "christlichem Gebrauche nach bestattet", wie die anderen Leute auch, die gestorben waren.
                            Möglicherweise kann man bei kranken Personen noch etwas durch andere Akten erfahren?! Kranke Menschen waren ja auch damals hilfebedürftig, vielleicht gab es früher schon Zuwendungen caritativer Art, über die Buch geführt wurde?!
                            "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                            (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                            • Friedrich
                              Moderator
                              • 02.12.2007
                              • 11344

                              das "böse Wesen"

                              viktor

                              Jahr aus dem der Begriff stammt: 1772
                              Region aus der der Begriff stammt: Eisenacher Land
                              Es grassieren die "Kinderblattern", viele Kinder sterben. Ein fast fünfjähriges Mädchen übersteht diese "unter den Kindern grassierende Blatternseuche" aber "verstarb nach überstandener Blatternkrankheit an einem zugestoßenem hefftigen bösen Wesen"
                              Die Redensart "da kriegt man ja das böse Wesen" ist mir von meiner Mutter, einer waschechten Thürigerin, in Erinnerung. Den hat sie sehr oft in Aufregung benutzt.
                              Die "Kinderblattern", könnten das die Windpocken sein? Und dieses "böse Wesen" als Folgekrankheit eine Hirnhautentzündung?

                              Schlumpf

                              In der Nachbargemeinde gab es 1805 einen neuen Pfarrer. Dieser schrieb u.A. die Todesursache auf. Im März 1806 ging es los: Jede Menge Kinder mit der Krankheitsbezeichnung: "Morbus variola" wurden beurkundet. Die verstorben waren alles Kinder zwischen einigen Monaten und ca 6-7 Jahren. Ich denke! dass es sich da nicht um Wind- oder Wasserpocken handelte, ich vermute die richtigen Pocken.
                              Am Ende des Jahres 1806 musste der Pastor 289 Sterbefälle beurkunden.
                              eine Redensart: "Da kriegt man ja das böse Wesen" kenne ich nicht.
                              Im Genwiki steht:
                              Epilepsie, Veitstanz ...


                              Xtine

                              GenWiki sagt zu Kinderblattern folgendes:

                              Demnach können es Masern, Windpocken oder Pocken gewesen sein. Ich würde Windpocken eher ausschließen, die verlaufen wohl am harmlosesten.

                              Luise

                              Wenn man mich so richtig auf die Palme gebracht hat, sage ich sehr oft "Ich krieg gleich das böse Wesen!"
                              Aber ehrlich, woher der Spruch kommt und was das böse Wesen sein soll - keine Ahnung. Doch dieser Beitrag jetzt bringt mich schon zum Grübeln.

                              viktor

                              Was mich stutzig macht: Im betreffenden Jahr sterben gut 10% aller Einwohner des Kirchspiels.
                              Allerdings werden bei den Erwachsenen "Pocken" als Todesursache genannt und auch "bösartiges Brust -und Frieselfieber, bei den Kindern "Kinderblattern".
                              Es sind allerdings auch zur gleichen Zeit einige verstorben, wo der Pfarrer Hunger und Frost als Todesursache nennt. Der Pfarrer erwähnt eine enorme Preissteigerung für Nahrungsmittel.
                              Diese "böse Wesen" könnte ein sogenanntes Reyhe-Syndrom sein, welches als Komplikation nach überstandener Windpockeninfektion auftreten kann. Nun ja, mit aller Vorsicht als Nicht-Mediziner.

                              Michael1965

                              wenn man sich im Internet etwas länger mit dem ganzen Thema auseinander setzt, könnte man zu dem Schluß kommen, dass mit "bösen Wesen" vielleicht der Geistezustand bei der Krankheit (Masern/Pocken) gemeint ist.
                              Es beginnen am 8. - 12. Tag der Krankheit Bewusstseinsstörungen. Vielleicht hat es etwas damit zu tun. Aber wer weis das schon so genau was die Herren Pastoren damals für Gedanken hatten

                              m.liensbergerbarth

                              in meinem Dialekt werden mit Blattern Kinderkrankheiten mit Ausschlägen bezeichnet (Masern, Windpocken), die Verkleinerungsform bezeichnet auch die Röteln.

                              helibo

                              Morbus variola heißt Wort für Wort übersetzt:
                              Krankheit Pocken
                              bei der Krankheit bekommt man bestimmt das böse Wesen.
                              "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                              (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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                              • Friedrich
                                Moderator
                                • 02.12.2007
                                • 11344

                                Deutschtumbescheinigung

                                Carlton

                                Kann mit jemand erklären, was eine "Deutschtumbescheinigung" war?

                                carinthiangirl

                                ?Meinst du den Ariernachweis?
                                >>Mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 wird der Ariernachweis für alle Bürger des Deutschen Reichs verpflichtend. Der Ariernachweis wird dadurch Bestandteil des Alltags der deutschen Bevölkerung. Für diese Ahnenangelegenheiten ist die „Reichsstelle für Sippenforschung“ (ab 1940 „Reichssippenamt“) zuständig, welche die Abstammungsnachweise auf Grund der Urkunden ausstellt.<<
                                aus >> Stiftung Seeau-Genealogische Forschung:

                                http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/ant...eis/index.html


                                Joachim v. Roy

                                Ich vermute vielmehr, daß es sich hier um die Klassifizierung (Einstufung) der „Volksdeutschen“ im sogenannten Warthegau nach 1939 handelt.

                                Carlton

                                und diese wurde dem Volksdeutschen nach Ausstellung der Einbürgerungsurkunde ausgehändigt?
                                Leider habe ich nur den Hinweis erhalten, dass diese Bescheinigung wieder ausgehändigt wurde. Eine Kopie davon ist nicht bei den Unterlagen.
                                Wissen Sie vielleicht auch, wie so eine Bescheinigung ausgesehen hat? Und wo könnte ich mir so etwas anschauen (Bücher, Publikationen, Internet)?

                                Joachim v. Roy

                                leider geben Sie in Ihrer eingangs gestellten Frage nicht an, in welch einem Zusammenhang Ihre „Deutschtumsbescheinigung“ steht.
                                Die Volksdeutschen im Warthegau erhielten ihre „Bescheinigungen“ von den örtlich zuständigen NS-Parteibehörden. Danach erhielten sie ihre Personalausweise (in verschiedenen Farben, den jeweiligen Klassen entsprechend). Da viele volksdeutsche Familien mit ihren Eingruppierungen durch die Parteibehörden nicht einverstanden waren und sich „höheren Orts“ beschwerten, zogen sich die entsprechenden Verfahren in Einzelfällen bis zum Ende des Krieges hin.

                                viktor

                                Ohne jetzt großartig nachzuschlagen: Ich glaube, dass auch in Oberschlesien nach dem ersten Weltkrieg solch eine Klassifizierung existierte. Ich erinnere mich sogar an gewisse "Stufen" des Deutschtums"

                                Carlton

                                Entschuldigung, dass ich nicht bei der eingangs gestellten Frage den Zusammenhang erwähnt habe. Dennoch waren Sie ja sofort auf der richten "Spur".
                                @Victor
                                Danke für die Anmerkung. Aber es handelt sich in diesem Fall um das Warthegau, wie Herr von Roy richtig geschrieben hat.

                                carinthiangirl

                                Aha, praktisch eine Klassifizierung in einem bestimmten Gebiet ....
                                "Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."
                                (Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)

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