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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche Fritz HARTRATH Geburt in Königsberg


Dorle47
16.09.2007, 00:20
Hallo Listenfreunde,
in dieser Gruppe bin ich das erste Mal dabei. Habe im Mecklenburg VZ1900 einen Hinweis gefunden auf die Geburt von Fritz Hartrath geboren am 05.07.1870
in Claußen(?)Bezirk Königsberg. Name kann auch Hardrath lauten, da verschiedene Schreibweisen möglich sind. Möchte gern den KB-Eintrag heraus-
findenmit Eltern u. Paten, deshalb benötige ich bitte Hilfe, da ich den Ort nicht finden kann und welches Kirchspiel ichggf. brauche.
Herzlichen Dank
Doris

Friedhard Pfeiffer
16.09.2007, 01:50
Hallo,
Klaus(s)en gibt es in Ostpreußen zwei:
Klausen, Kreis Lyck, mit eigenem Kirchspiel. Hiervon hat das Evangelische Zentralarchiv Berlin Kirchenbücher: ~ 1775-1820, oo 1773-1839, # 1773-1845.
Klaußen, Kreis Preußisch Eylau, Kirchspiel Klein-Dexen. Hiervon hat das Staatsarchiv Leipzig verfilmte Kirchenbücher: ~ 1607-1837, oo und # 1698-1837.
Mit freundlichen Grüßen
Friedhard Pfeiffer

Joachim v. Roy
16.09.2007, 11:09
Herr Pfeiffer hat – wie immer – recht:

In meiner ostpreußischen Heimat gab es lediglich das ehemals „königliche“ (= staatliche) Dorf CLAUSSEN im Kreis Preußisch Eylau, das zu Dexen eingepfarrt war, und das „königliche“ Kirchdorf KLAUSSEN, das im Kreis Lyck lag.

Da mit „Bezirk Königsberg“ wohl der Regierungsbezirk Königsberg gemeint sein dürfte, dürfte es sich hier um die im Kreis Preußisch Eylau gelegene Ortschaft Claußen handeln, die zum Standesamtsbezirk Klein Dexen gehörte (Klaussen im Kreis Lyck befand sich im Regierungsbezirk Allenstein).

Freundliche Grüße vom Rhein

Joachim v. Roy
16.09.2007, 11:36
Hallo Doris,

die rheinländische Namensendung „ ...rath“ (= ... rode) verdeutlicht, daß es sich bei dem Familiennamen HARTRATH um einen westdeutschen Namen handeln muß. Träger dieses Namens finden sich ab 1810 in Ruppichteroth, ab 1851 in Koblenz, 1860 in Ahrweiler, 1871 in Bonn und ab 1872 in Brüggen (1800 auch in Senftenberg und ab 1831 in Schlepzig/Brandenburg).

Älter dürfte die Schreibweise HARDRATH sein. Träger dieses Namens finden sich bereits ab 1677 in Dinker im Kreis Soest/Westfalen, ab 1739 dann in Werben/Pommern, ab 1764 in Golm/Meckl., 1772 in Crivitz/Meckl., ab 1776 in Blankenburg/Thüringen, ab 1817 in Grauenhagen/Meckl. und ab 1836 in Stettin.

MfG

Dorle47
16.09.2007, 17:23
Hallo Joachim,
vielen Dank für die Informationen. Bisher hatte ich noch keinen westdeutschen Angehörigen dabei. Die Familie, die ich bisher gefunden habe kommt um 1760 aus Golm und Hinrichshagen/Woldegk sowie die gesamte Linie der Hardraths aus Grauenhagen, wo mein Ur-UrGroßvater lebte. Ein Familienzeig kommt auch aus Rehberg. Dieser Fritz Hardrath ist lt VZ1900 in Claußen Bezirk Köngisberg 1870 geboren, vielleicht kommt die Mutter daher. Denn alle leben 1900 in Hohen Lukow/ Mecklenburg.
Die Nachfroschung ab 1760 zurück ist schwierig, da viele KBs nicht mehr existieren.
Für Tipps bin ich immer sehr dankbar, da ich erst ein Jahr dabei bin.
Schönen Sonntag und einen Gruß
Doris

Dorle47
17.09.2007, 19:45
hallo,
ich möchte gern noch einmal auf die Orte wie Crivitz(1772) und Stettin(1836) zurückkommen. Gibt es dazu ervtl.KB- Angaben über Eltern, Kinder bzw.Paten oder woher sind diese genauen Angaben?
Gruß
Doris

Friedhard Pfeiffer
17.09.2007, 20:27
Hallo,
das Evangelische Zentralarchiv Berlin hat von 25 - in Worten: fünfundzwanzig - Stettiner Kirchengemeinden Kirchenbücher.
Von Criewitz, Kreis Naugard, hat das Staatsarchiv Stettin, nur über 100 Jahre Standesamtsunterlagen ab 1876.
Von Crivitz, Kreis Mecklenburg, sind die Kirchenbücher im Landeskirchlichen Archiv.
Mit freundlichen Grüßen
Friedhard Pfeiffer