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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Internierungslager in Dänemark 1945


hutwelker
25.10.2006, 20:09
So, noch eine Bitte/Frage an Euch;

Meine Großmutter, meine Mutter und ihre Schwester und Bruder sind nach der geglückten Flucht von Pillau (am 01.04.1945 auf dem Schiff Orion?) nach Dänemark ins Internierungslager Kopenhagen und dann nach Aalborg bis 1948 gekommen. Weiß jemand etwas darüber?

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Hutwelker

MaxHQ
26.09.2007, 18:45
Moinsen, Michaela!

Hier mal ein Link, den ich selber durch einen Zufall entdeckt habe. Der beinhaltet zwei Lager für Flüchtlinge, die über Dänemark nach Deutschland geflohen sind:

http://www.tyskeflygtninge.dk/dn-indhold.html

Cu, Markus!

hutwelker
26.09.2007, 19:10
Hallo Max HQ,
vielen Dank für deine Information, ich werde sie durchforsten.
Lieben Gruß
Michaela Hutwelker

Olaf Berg Nielsen
13.09.2011, 22:13
Hallo Michaela!

Zuerst Heute Abend sehe ich deine Frage und habe mich in diese Forum angemeldet.

Vielleicht hast du lange ein Antwort bekommen! Das stimmt, daß das Schiff Orion als Flüchtlingeschiff benutst war. Es kamen zum Kopenhagener Freihafen am 04.04.1945. Es stimmt aber nicht, daß dein Großmutter ins Internierungslager Kopenhagen (Kløvermarken) waren, denn dieses Lager wurde zuerst nach die Befreigung Dänemarks (05.05.1945) gemacht. Sie waren ganz bestimmt in eine Schule in Kopenhagen einlogiert.
Und wenn in Kopenhagen 90% der Schulen für deutsche Flüchtlinge beschlaggenommen waren, hatte man beschlossen ein neues grosses Lager in der Nähe von Kopenhagen aufzurichten: Kløvermarken.

Ich habe selber ein Jahr später in die Schule angefangen und das erste Jahr in andere Lokal, weil die Flüchtlinge unsere Schule (Lykkeboskolen) benutzt haben. 58 Schulen in Kopenhagen wurde als Flüchtlingelagern gebraucht.

In Aalborg waren die Lagern: Aalborg Ost I, II und III, Aalborg West. Dazu kamen das deutsche Wasserflugplatz in western Part des Stadtes. Ingesamt waren ca. 45.000 deutsche Flüchtlinge in Aalborg.

Ich habe eine Menge Fotos und Kopien von Kirchenbücher, Totesscheine von diesen Lagern.

Mit freundlichem Gruß aus Dänemark
Olaf

Klingerswalde39_44
14.09.2011, 18:59
Hallo,

kennst Du das schon?

http://www.weltkriegsopfer.de/grabsuche/soldatenliste.php?cid=FriedList&s_land=5

Gruss, Gabi

Olaf Berg Nielsen
14.09.2011, 21:11
Hallo,

kennst Du das schon?

http://www.weltkriegsopfer.de/grabsuche/soldatenliste.php?cid=FriedList&s_land=5

Gruss, Gabi

Hallo Gabi,

hast Du mir gemeint? Viele von die Informationen für Dänemark habe ich geliefert.

Gruß, Olaf

Klingerswalde39_44
15.09.2011, 10:11
Hallo Olaf,

nein, eigentlich hatte ich die Themenstarterin Michaela gemeint.

Ein tolle Arbeit hast Du da geleistet.

Mich interessiert das Thema auch, da meine Tante 1945 im Alter von 3 Jahren von Pillau aus mit dem Passagierschiff "Deutschland" ins Lager 69-09 nach Oksböl kam und dort 2 Jahre bis zu ihrer Rückführung nach Deutschland verbracht hat. Danach verliert sich ihre Spur, vermutlich wurde sie ins Ausland adoptiert sagte mir das DRK.
Deshalb sind solche Seiten natürlich hochinteressant für mich.

Herzliche Grüße, Gabi

franklim
15.09.2011, 19:51
Hallo,

gestern erreichte mich die Nachricht, dass eine Frau(Martha Schwittay *1907) als Flüchtling aus Ostpreußen in das Durchgangslager Ärhus/Aarhus B 5/5 eingetroffen ist(1945); deshalb interessiert mich das Thema.

Archivalien wie folgt befinden sich beim Bundesarchiv-Lastenausgleich:

Ost-Dok. 4 - Unterlagen zur Flucht über die Ostsee

Ost-Dok. 5 - Dokumentation über das Leben deutscher Flüchtlinge in Dänemark
----------------------------------------------------------------------
Buch: Karl-Georg Mix - Deutsche Flüchtlinge in Dänemark 1945-1949

Buch: Erwin Ay - Rettende Ufer - Von Ostpreußen nach Dänemark

IStorb
16.09.2011, 11:43
Hallo Gabi,

ich möchte kurz danke sagen für deinen gestrigen Link - dadurch habe ich das Grab des in Dänemark verstorbenen Bruders meines Mannes finden können!

Gruß Irmgard

Klingerswalde39_44
16.09.2011, 14:10
Hallo Gabi,

ich möchte kurz danke sagen für deinen gestrigen Link - dadurch habe ich das Grab des in Dänemark verstorbenen Bruders meines Mannes finden können!

Gruß Irmgard

Hallo Irmgard,

das freut mich, gern geschehen.

Gruss, Gabi

Olaf Berg Nielsen
17.09.2011, 21:36
Hallo Irmgard,
schön daß du das Grab des in Dänemark verstorbenen Bruders deines Mannes finden konnte.

Vielleicht habe ich Foto des Grabes oder Informationen von das Kirchenbuch. Du brauchst mir nur die Name und Totesdatum mitteilen.

In Frederikshavn Soldatenfriedhof habe ich ausgefunden daß unter ein Grabstein mit Texte: "Ein unbekannter deutscher Soldat" liegen Oberleutnant zur See Klaus Eilmann aus Aachen.

Mit freundlichen Gruß aus Dänemark
Olaf

IStorb
18.09.2011, 13:17
Hallo Olaf,

vielen Dank für das Angebot. Aber der Bruder meines Mannes war kein Soldat; er ist im Alter von eineinhalb Jahren im Flüchtlingslager Vaerlöse bei Kopenhagen gestorben. Sein Grab ist auf dem Vestre Kierkegaard in Kopenhagen. Hast du von dort auch Fotos?

Gruß von Irmgard

Olaf Berg Nielsen
18.09.2011, 15:13
Hallo Irmgard,
leider habe ich keine Foto von Vestre kirkegård. Hier liegen über 10.000 Soldaten und Flüchtlinge. Als Kind wohnte ich (1938-1948) nicht weit von diesen Friedhof. Jede Sommer waren wir in Kirke Værløse auf Besuch. Mein Vater und meine Mutter hatten sich auf eine Gartnerei nicht weit von diesen Flüchtlingelager einander kennengelernt. Es war sber von dem Krieg.

Ich habe Kopien von das Kirchenbuch für Værløse. Drei Flüchtlingekinder sind von die Strapazen wegen den Flucht nicht überlebt. Es waren über 1.000 Flüchtlinge in Værløse.

Die Kinder waren 2, 10 und 21 Monate alte. Kurt Miotke war das einzigste Kind, der in Kopenhagen umgebetten wurde, die andere zwei liegen noch auf das Friedhof in Værløse.

Hier eine Übersetzung des Kirchenbuches:

16. Mei 1945 in Värlöse Flüchtlingelager gestorben.
19. Mei 1945 auf Värlöse Friedhof begraben.
Kurt Miotke
Kind von deutsche Flüchtlinge. Geboren in Neuendorf, Kreis Lauenburg, Pommern 24. Juli 1943.
21 Monate.
Gemeindepfarrer (hat die Begrabnis auf Dänisch und Deutsch durchgefürt)
Totesschein v. 16. Mei 1945. Dr. Norkus

Heute ruht er auf Vestre kirkegård Block K Reihe 1 Grab 1

Du kannst Foto von Flüchtlinge- und Soldatengräber in Værløse in 1945 und Kopie von Kirchenbuch bekomme, wenn ich deine E-Mail-Adresse bekomme.

Hast du welsche Informationen von dieses Kind und seine Eltern ich bekommen kannst?

Ich registrere nicht nur Soldatengräber sonder auch Flüchtlingegräber.

Mit freundlichem Gruß

Olaf Berg Nielsen
olaf-berg@mail.dk

karpati
26.11.2011, 15:32
Hallo Olaf,
dann kannst du mir vielleicht auch da weiterhelfen: meine Eltern und Großmutter sind mit einem Schiff nach Dänemark herausgekommen, Anfang Mai 1945 (ich glaube es war der 3.5.). Das Schiff hieß PALLAS und ging vor Langeland unter. Die nächste Station meiner Verwandten war dann das Lager Gedhus.
Weißt du etwas über dieses Schiff und auf welchem Weg diese Flüchtlinge nach Gedhus kamen?
Gruß
Ingeborg

P.S. Entschuldige die lange Pause - ich muss zwischendurch auch noch an anderem arbeiten als an meinem Stammbaum :o)

kroko
30.11.2011, 21:24
Meine Urgroßmutter und deren Kinder sind auch mit dem Schiff nach Dänemark gekommen.


Kann ich irgendwo erfahren welches Sachiff und in welches Lager Sie gekommen sind noch heute erfahren?

Olaf Berg Nielsen
30.11.2011, 23:43
Hallo Ingeborg,
das stimmt dass S/S Pallas aus Bremen am 03.05.1945 beim Langeland, Position 54:58,62N und 10:58,84O ging unter, 3,7 Km ostlich von Langeland (beim Tranekær).
Zur Zeit weiß ich nicht mehr, aber will es untersuchen.

Hallo koko,
du hast mich nicht viele Informationen gegeben. Es kamen fast 300.000 verwundete Soldaten und Flüchtlinge in wenige Wochen nach Dänemark, die meisten nach Kopenhagen. Du kannst mir ein privates Nachricht senden, ob du nicht willst dass alle es lesen kannst.

Mit Gruß
Olaf Berg Nielsen

Olaf Berg Nielsen
02.12.2011, 12:42
Hallo Ingeborg,
hier ist eine deutsche Report:

Beaufighter der 16th Group des Coastal Command (13 Flugzeuge der 236. Sqn. RAF und 17 Maschinen der 254. Sqn. RAF) versenken im Gebiet der Belte den Dampfer Pallas (627 BRT) mit Raketen und Bordwaffen.
Bj. 1904 , Größe 627 BRT , gehörte der "Neptun" Dampfschiffahrtsgesellschaft , Hamburg

Eine dänische Report zufügen (in meiner schlechte Übersetzung):
Das Schiff wurde schwer beschädigt und 20 Personen getötet.
"Pallas" ist nach das Angriff gesunken. Ingesamt wurde ca. 300 Flüchtlinge umbord. Die überlebende, dazwischen 40 - 50 verwundete wurde auf Langeland von dänische Fischeschiffe aus Spodbjerg und zwei deutsche Marinenschiffe in Land gebracht . Die Tote wurde nach Nyborg gebracht und liegen wahrscheinlich da noch. Die Wehrmacht hatte zu dieser Zeit keine System mehr. Auf Nyborg Friedhof liegen 9 Deutschen umkommen 3/5 45 und 5 von 4/5 45.

Eine engländische Report:

3. May. North Coates Strike Wing. 105 and 118 Sqdns. escort. Kattegat east of Samsø and to the south.
The ”Dorpat”, the ”Inster”, the ”Pallas” and the flak ship ”Greif-VS 524” were all sunk in the Langelands Belt. One Beaufighter (X/254) crashed. Crew killed.

Hallo Daniel (kroko),

Sonntag Abend 11. Februar 1945 kam das erste Flüchtlingeschiff nach Kopenhagen ("Orion") mit ca. 1500 deutsche Flüchtlinge. Die Hälfte wurde weiter nach Nordseeland und die andere Hälfte mit Zug nach Jütland gesendt. Wahscheinlich war deine Verwandte mit am diesen Tag. In Laufe zwei Monate kamen über 240.000 Flüchtlinge nach Kopenhagen. Die wurde in ca. 1000 verschiedende Lager verteilt. Ohne Namen und andere Informationen ist es unmöglich mehr zu finden. Die Wehrmacht hatten in Anfang keine Registriert. Zuerst nach die Befreiung am 5. Mai, wo die Dänen es übernohmen hast, wurde alle Registriert. Das ganze Archiv liegt in Reichsarchiv in Kopenhagen, aber wird zuerst i Jahre 2020 für alle zugänglich. Nur Vewandte kann heute suchen. Aber waren in deine Familie Taufen, Konfirmation, Heiraten oder Tote kann ich in Kirchenbücher suchen.
 
Mit freundlichen Gruß
Olaf

karpati
04.12.2011, 22:37
Vielen Dank, lieber Olaf!
Den deutschen Report kannte ich schon, den dänischen und den englischen noch nicht - das ist sehr interessant.
Kannst du herausfinden, von welchem Hafen/welchen Häfen in Deutschland das Schiff "Pallas" gestartet ist? Diese Info fehlt mir.

Ich möchte gern auch wissen: woher hast du den dänischen Text?

Gruß
Ingeborg

Lacki
05.12.2011, 01:17
Hallo Ingeborg,

"Pallas" Reederei Dampfschifffahrtsgesellschaft "Neptun" Bremen, am 03.05.1945 von Wismar 300 Flüchtlinge evakuiert, dabei vor Langeland durch britische Fliegerbomben gesunken, es gab 20 Tote.

MfG Lacki

Olaf Berg Nielsen
05.12.2011, 10:34
Liebe Ingeborg,
den deutschen und englischen Report stehen in ein dänisches Buch:
Henrik Skov Kristensen: "Vestallierede luftangreb i Danmark under 2. VK".

Liebe Lacki,
danke für die Information, dass "Pallas" von Wismar kam.

Mit Gruß Olaf

karpati
05.12.2011, 18:03
Liebe Lacki,

woher weißt du das? Ich suche schon sehr lange nach dieser Info, bin aber bisher nie fündig geworden! Herzlichen Dank jedenfalls für deine Antwort!

Gruß

karpati
05.12.2011, 18:04
Und natürlich auch: lieber Olaf - danke für die Quellenangabe!
Schade dass ich kein Dänisch spreche - das wäre wohl in diesem Fall sehr hilfreich!
Gruß nach Hurup!

chris2594
25.02.2012, 16:32
Guten Tag alle zusmammen,

ich hoffe ich bekomme hier eine möglichst schnelle Antwort, es geht nämlich um eine Facharbeit für die Schule.
Meine Großmutter ist 1945 mit dem Schiff "Monte Rosa" aus Gotenhafen geflüchtet und in einem Lager in Kolding, Dänemark, gelandet. Kurz darauf wurden sie und ihre Familie in die wie schreibt "riesigen Lager ROM 1 und 2" transportiert.

Kann mir jemand etwas über diese Lager sagen ? Oder gibt es sogar Bilder o.ä. ?
Ich möchte in meiner Arbeit nämlich auch die Bedingungen während der Flucht aufzeigen, und beim Lager gibt es halt noch eine kleine Lücke.

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen !

Liebe Grüße,
Christian

Prǔsas
25.02.2012, 17:59
Hallo Christian,
wenn es um eine Facharbeit für die Schule geht, sollte hier dieser Link nicht unerwähnt bleiben.
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/05/25/vergessene-kinder-des-krieges/
Auch wenn es sich speziell nicht um die von Dir gesuchten Lager handelt,
waren die desolaten Zustände für alle Deutschen Flüchtlinge gleich.

Gruß
Wächter

chris2594
25.02.2012, 20:13
Ein großes Dankeschön für diesen Link, Wächter !
Wird auf jeden Fall auch Verwendung finden.

Olaf Berg Nielsen
26.02.2012, 13:53
Hallo Christian,
jetzt weiß ich nicht wann du diese Facharbeit für die Schule brauchen sollst. Heute ist es so schönes Wetter, deswegen habe ich nicht Lust bei meinen Computern zu sitzen.
Ich habe viele Informationen über deutsche Flüchtlingslager in Dänemark. Schreibe mir und gebe mir deine E-Mail Adresse so ich dir das senden kann.
Wenn deine Großmutter mit „Monte Rosa“ war, ist sie zuerst nach Kopenhagen Freihafen gekommen. Weißt du wann? Das Lager Kolding war nur ein Durchgangslager. Rom liegt nicht weit von uns. Ich habe Kopien von Kirchenbüchern von Rom.
In diesen Artikel „Vergessene Kinder des Krieges“ sind viele Ungenauigkeiten. Mit Gefahr noch einmal „deutschfeindlich“ gerufen zu sein, wenn man eine andere Meinung hat will ich einige Bemerkungen hier schreiben.
Wenn Wächter schreibt: waren die desolaten Zustände für alle deutschen Flüchtlinge gleich.“ möchte ich gern wissen woher er das weiß? Ich habe es damals in 1945 in Kopenhagen erlebt (bin 74) und kenne mehrere die das erlebt hast.
Ersten glaube ich nicht, dass das Bild von Inrid Prast in Lager Kløvermarken entstanden ist. Kløvermarken wurde nach dem Krieg von schwedische Baracken gebaut und mit Etagenbetten.
Die meisten Kinder sind vor 5. Mai gestorben wo die Wehrmacht Lagern eingerichtet hat und mit Stacheldraht umringt hat. Dass keine dänische Ärzte in Kløvermarken war stimmt nicht, ich habe zwei gekannt die 10-12 Stunden pro Tag ohne Bezahlung gearbeitet hat. Auch habe ich Krankengeschichte von Deutschen die in diesen Lager waren.
Viele Kinder sind gestorben weil die bei der Flucht in großer Kälte und ohne Essen und Wasser von Ostpreußen geflüchtet waren und dann in überfülltem Schiffe nach Dänemark geführt war. Dazu kommt, dass über 300.000 Flüchtlinge und verwundete Soldaten in einige Wochen nach Kopenhagen kamen. Wir hatten in voraus zu wenig zu essen und dann sollten so viele auch was haben. Es war keine leite Aufgabe.
Gruß aus sonnige Dänemark
Olaf

Prǔsas
26.02.2012, 17:42
An die Leser,
da es nicht Sinn und Zweck ist, in diesem Forum politische Meinungen und Ansichten zu verbreiten, möchte ich auch nicht weiter auf den Beitrag von Olaf eingehen.
Es gibt genügend Literatur und Erlebniss-Berichte aus den dänischen Lagern.
Krankheiten und Hunger ließen auch viele meiner Verwandten in Dänemark sterben.
Möge sich ein jeder selbst Gedanken dazu machen.

Gruß
Wächter

Olaf Berg Nielsen
26.02.2012, 21:04
Hier ist ein Link in Deutsch und Dänisch in Verbindung mit das wissenschaftliche Arbeit von Kirsten Lylloff:

http://www.tyskeflygtninge.dk/anti-lyll.html

Mit Gruß
Olaf

lajobay
27.02.2012, 11:07
Eine ostpreuss.Verwandte von mir ist als Kind ,nach der Flucht aus Ostpreussen,in einem dän.Lager "gelandet".Zusammen mit der Mutter und der Oma.Sie weiss überwiegend Gutes zu berichten,wenngleich die Oma -von den Strapazen der Flucht nachhaltig geschwächt- im Juni 1945 in DK verstorben ist. Es ist unstrittig,dass vor allem viele Kleinkinder in dän.Lagern 1945 verstorben sind.Schwächung durch die vorangegangene Flucht,Krankheit,zeitweise schlechte Verpflegungssituation.Alles kein Geheimnis.Wieviel Samaritertum erwartet man denn eigentlich von den Dänen? Immerhin wussten auch die -vor allem ab Anf.1945 nach Befreiung erster deutscher KZ´s durch US-Truppen- von deutschen Greueltaten gegen die Zivilbevölkerung.Und eben nicht nur in KZ´s und Lagern,sondern überall in Europa. Und auch den Dänen ging es unter deutscher Besatzung (wenngleich dort verglw.glimpflich!) nicht sehr gut.Die Deutschen klauten ("konfiszierten") Schlachtvieh,Getreide,Lebensmittel etc. Ist es da verwunderlich,wenn ein befreites Volk dann erstmal vorrangig sein eigenes Wohl,seine eigene Versorgung im Blick hat?! Und doch gab es eben viele Dänen,die in den Internierungslagern geholfen haben,soweit die Umstände es zuliessen.Nicht immer zur Freude ihrer Mitbürger. Wie auch immer, eines darf man bei all dem nie vergessen: die Flucht über Dänemark und die Internierung in dortigen Lagern hat vielen Zehntausenden/Hunderttausenden vor allem das Leben gerettet.Um wieviel höher wäre die Sterberate gewesen,wären sie in den (ostpreuss.)Heimatgebieten verblieben bzw. von der Roten Armee überrollt worden... Gruss, Lars

ralf65
27.02.2012, 19:23
Ich seh das ähnlich. Die Situation war überall Katastrophal und hat nichts damit zu tun das diese Lager in Dänemark waren. Auch in Deutschland sind die Flüchtlinge nicht mit offenen Armen empfangen worden und die Situation in den Lagern hier war vermutlich noch schlimmer wie dort. Die Leute hatte einfach nicht die Kraft und auch nicht die Mittel um die Not zu lindern. Und hätte Dänemark diese tausende von Flüchtlingen nicht aufgenommen wäre die Situation an anderer Stelle vermutlich noch schlimmer gekommen.

4 meiner Verwandten sind in einem Lager in Mecklenburg an Typhus verstorben.

Gruß
Ralf

karpati
15.11.2012, 23:06
Hallo Ingeborg,

"Pallas" Reederei Dampfschifffahrtsgesellschaft "Neptun" Bremen, am 03.05.1945 von Wismar 300 Flüchtlinge evakuiert, dabei vor Langeland durch britische Fliegerbomben gesunken, es gab 20 Tote.

Liebe Lacki,
nachdem ich nun verschiedentlich versucht habe, etwas mehr über PALLAS und Wismar herauszufinden - vergeblich! - möchte ich dich doch noch einmal fragen, woher du die Angaben hast.
Vielleicht kannst du mir ja auch sagen, wo ich da nachfragen kann?! Das Stadtarchiv Wismar hat keine Angaben.

Gruß

Olaf Berg Nielsen
16.11.2012, 12:37
Hallo Ingeborg,

wahrscheinlich von hier:

http://www.peter-nennstiel.de/95358.html?*session*id*key*=*session*id*val*

Gruß
Olaf

Lacki
16.11.2012, 15:19
@ Ingeborg,
@ Olaf

Ich habe das Buch von:

Martin Schmidtke

Rettungsaktion
Eine Großtat der Menschlichkeit – Ostsee 1944/1945

Zusammenfassende Dokumentation einschließlich der beteiligten Schiffe und Boote von Handelsflotte, Kriegsmarine, Luftwaffe und Heer.


Gruß
Lacki

karpati
17.11.2012, 19:42
DANKE liebe Lacki!
Dann werde ich dieses Buch auch noch meiner umfangreichen Sammlung zur Flucht über die Ostsee hinzufügen.
Spannendes und berührendes Kapitel der Zeitgeschichte!

karpati
17.11.2012, 19:43
@ Olaf:

Nein Olaf, definitiv nicht - Herr Nennstiel hat das von mIr :-)

Gruß nach Hurup

sophia2
17.02.2013, 23:19
Hallo,

meine Großmutter floh mit ihren beiden Kindern auch mit der Pallas.
Sie wurde aus dem Wasser gezogen und überlebte. Die beiden Kinder sind bis heute verschollen. Diese waren 3 und 5 Jahre alt und hatten Schwimmwesten an. Meine Großmutter ging mit den Kindern und dem 2.ten Offizier als erste von Bord (ins Wasser). Sie wurde ohnmächtig von einem Torpedoboot gerettet. Der 2. Offizier Heinrich Wanke blieb vermisst, laut Zeugen (aus Unterlagen Seemansamt Bremen) trieb er im Wasser. Von den Kindern fehlt jede Spur.

Hat jemand eine Idee wie und in welche Richtung ich suchen kann bzw. wo man Zeitzeugen/Passagiere kontaktieren kann?

Vielen Dank für Eure Hilfe,

Sophia

Olaf Berg Nielsen
18.02.2013, 22:26
Hallo Sophia,
es gibst verschiedene Möglichkeiten in die dänische Archiven. Z.B. in Rigsarkivet (Reichsarchiv), Polizeireport, Krankenbericht und bei Rudkøbing Byhistoriske Arkiv. Ich brauche aber die Namen, Geburtsdatum und Ort deine Großmutter und die beide Kinder. Weiß du ob deine Großmutter in ein dänisches Flüchtlingslager war?
Gruß aus Dänemark

Olaf

karpati
15.03.2013, 00:04
Hallo,
Der 2. Offizier Heinrich Wanke blieb vermisst, laut Zeugen (aus Unterlagen Seemansamt Bremen) trieb er im Wasser. Von den Kindern fehlt jede Spur.

Hallo Sophia,

hat das Seemannsamt in Bremen noch mehr Auskünfte über die Pallas bzw. über das Schicksal der Flüchtlinge und der Mannschaft nach dem Beschuss?

Gruß
Ingeborg

Ruhrforscher
17.03.2013, 23:23
Hallo Olaf,

mein Großvater und seine Mutter und Geschwister sind aus Gumbinnen vor der roten Armee geflohen und waren auch in einem Lager in Dänemark und zwar in Sonderburg.

Dort soll auch der jüngste Bruder meines Großvaters gestorben sein. Peter Kullinat.
Kann man dazu was heraus finden?
Lt. Aussage meiner Großtante kamen sie bereits 1944 in Dänemark an über den Landweg und nicht per Schiff.

Besten Dank

SChönen Gruß
Marius

Olaf Berg Nielsen
18.03.2013, 13:17
Hallo Marius,

ja ich helfe dir gern. Ich glaube nicht, dass deine Verwandte in 1944 nach Dänemark kam. Ersten ist Peter Kullinat am 05.10.1944 in Gumbinnen geboren und zweitens der roten Arme kamen zuerst in Ende Januar 1945.
Peter Kullinat ruht heute auf Sct. Marie Friedhof in Sønderborg (Sonderborg). Reihe 13 Grab 21.

Ich schreibe dir wie du weiter kommst.

Mit freundliche Grüße
Olaf

Teutonia
18.03.2013, 13:22
Hallo Olaf,

meine Großmutter Luise Zimmermann (geb. Kreutzberger),meine Tante Frieda Boss (geb. Mikat) und mein Cousin Wolfgang flüchteten zunächst zu Fuss aus Gumbinnen. Wie sie dann nach Aalborg gelangten weiß ich nicht. Auf der Heiratsurkunde meiner Eltern vom 18. Aug.1946 steht noch Aalborg als Aufenthaltort meiner Großmutter.
Hast Du vielleicht etwas in Deinen Unterlagen ?

Liebe Grüße aus Westfalen

Gabi

Olaf Berg Nielsen
01.04.2013, 19:19
Hallo Gabi,
verzeihung dass ich dir zuerst jetzt schreibe. Innerhalb kurzer Zeit haben vier Deutschen mir um Hilfe gebetet ihre Verwandten, die in Flüchtlingslager in Dänemark waren, Informationen zu schaffen. Ich sollte Dokumente suchen, Bewerbungen zum dänischen Archive schreiben und Freunde bitten Bilder von Grabstätte zu fotografieren. Deswegen habe ich dich warten lassen. Sorry!
Ich schreibe dir eine E-Mail. Dann kannst du mir Name deine Verwandte, ihren Geburtsdatum und Ort senden.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

Apex
01.04.2013, 19:58
Hallo,

eine meiner Großtanten ist auch von Ostpreußen (Drugehnen o. Fischhausen) nach Kopenhagen geflüchtet, und ist 1946 im Alter von 24 Jahren verstorben. Sie hinterließ einen Sohn.

Olaf Berg Nielsen
05.04.2013, 15:23
Hallo Dominik,
weiß du ob dein Großtante in Dänemark gestorben ist? Ob das so ist, liegt sie wohl noch hier begraben. Sende mir ein E-Mail mit Name und Geburtsdatum und ich werde was finden.
Mit freundlichen Grüße
Olaf

sigipc
06.04.2013, 15:55
Hallo Michaela!

Zuerst Heute Abend sehe ich deine Frage und habe mich in diese Forum angemeldet.

Vielleicht hast du lange ein Antwort bekommen! Das stimmt, daß das Schiff Orion als Flüchtlingeschiff benutst war. Es kamen zum Kopenhagener Freihafen am 04.04.1945. Es stimmt aber nicht, daß dein Großmutter ins Internierungslager Kopenhagen (Kløvermarken) waren, denn dieses Lager wurde zuerst nach die Befreigung Dänemarks (05.05.1945) gemacht. Sie waren ganz bestimmt in eine Schule in Kopenhagen einlogiert.
Und wenn in Kopenhagen 90% der Schulen für deutsche Flüchtlinge beschlaggenommen waren, hatte man beschlossen ein neues grosses Lager in der Nähe von Kopenhagen aufzurichten: Kløvermarken.

Ich habe selber ein Jahr später in die Schule angefangen und das erste Jahr in andere Lokal, weil die Flüchtlinge unsere Schule (Lykkeboskolen) benutzt haben. 58 Schulen in Kopenhagen wurde als Flüchtlingelagern gebraucht.

In Aalborg waren die Lagern: Aalborg Ost I, II und III, Aalborg West. Dazu kamen das deutsche Wasserflugplatz in western Part des Stadtes. Ingesamt waren ca. 45.000 deutsche Flüchtlinge in Aalborg.

Ich habe eine Menge Fotos und Kopien von Kirchenbücher, Totesscheine von diesen Lagern.

Mit freundlichem Gruß aus Dänemark
Olaf

Hallo Olaf und Mitleser
Auch ich war mit meinen Eltern (Ruth und Willi Wagner aus Groß Peisten/Landsberg/Ostpr.) auf der besagten Orion und es ist richtig das wir zuerst in einer Kirche untergebracht wurden. (Hier haben Freiheitskämpfer durch die Kirchenscheiben geschossen) Dann kamen wir nach Kløvermarken und auch noch in andere Lager (Lager 89 oder 98, weiß ich nicht mehr genau) In Kløvermarken hatten wir eine verhältnismäßi gute Zeit, es wurden von den Engländern Esspakete, erst über den Zaun geworfen und dann am Tor abgegeben und gerecht verteilt. Wir wurden zum Beispiel von Dänischen Familien eingeladen, für einen fünf-sechs jährigen das Schlaraffenland. Leider existiert aus dieser Zeit bei mir nur ein Foto, welches ich aber gerne weitergebe, es zeigt unsere Hausgemeinschaft in einem der Lager, gerne sende ich das Bild an eine anfordernde Email Adresse. Die Erinnerungen sind nur noch bruchstückhaft vorhanden, man war eben noch zu jung.
Liebe Grüße aus Gudow in Deutschland an alle Leser, Siegfried Wagner

Olaf Berg Nielsen
06.04.2013, 17:59
Hallo Siegfried,
das war eine interessante Bericht du hier geschrieben hast. Ich freue mich das Bild zu sehen und sende dir meine E-Mail Adresse. Selber habe ich viele Bilder von Kløvermarken und helfe dir gerne die Lagerkarten von dir und deine Eltern als Kopie von dem dänischen Reichsarchiv zu bekommen.
Gruß aus Dänemark
Olaf

LWegner
05.10.2014, 19:08
Hallo Olaf Berg Nielsen,

hinsichtlich des Internierungslagers Aalborg bin ich auf der Suche nach möglichen Geburtsurkunden von 2 Personen, die mehrere Jahre im Lager - wohl 5 Jahre - verbracht haben. Bisher konnte ich nur ermitteln, dass in dem Lager die Tochter von der einen Schwester bereits mit 1 Jahr verstorben ist. Um welches Lager es sich dabei in Aalborg genau gehandelt hat, ist mir leider nicht bekannt.

Vielleicht können Sie mir bei der Beschaffung möglicher Urkunden behilflich sein? Die Namen würde ich Ihnen gern per Email schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Wegner

Olaf Berg Nielsen
06.10.2014, 15:12
Hallo Lars,

um dir zu helfen brauchen verschiedene Informationen.
Ich habe dir eine PN mit meine E-Mail Adresse gesandt.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

uvi
14.04.2015, 00:34
Hej Olaf Berg Nielsen,
mein Vater ist ca. im März 1945 ohne Eltern nach Kopenhagen (?) per Schiff gekommen. Genaue Daten habe ich leider nicht. Auch weitere Verwandte müssen per Schiff nach Dänemark gekommen sein. Gerne würde ich die Namen in einer privaten Nachricht schreiben. Dank und Gruß
Uta Virkus

Olaf Berg Nielsen
14.04.2015, 14:58
Hallo Uta

Ich habe dir eine PN mit meine E-Mail Adresse gesandt.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

diebro
14.04.2015, 18:23
Hej Olaf,

ein Teil der Familie meines Großonkels kam am 1.April 1945 mit der
„Pretoria“ in Kopenhagen an.
Da die Familie während der Flucht getrennt wurde, war das Schicksal der
anderen Familienmitglieder unbekannt.

Durch einen Suchantrag beim Roten Kreuz konnte die Familie in Kopenhagen
nach der Flucht wieder zusammengeführt werden.
Wie sich herausgestellt hat kam der andere Teil der Familie mit dem gleichen Konvoi in
Kopenhagen an. Nur auf einem anderen Schiff. Laut Auskunft meines
Großcousins hieß dieses Schiff „Deutschland“


Die erste Unterbringung erfolgte in einer Schule in Kopenhagen. Hier hielt
sich die Familie sechs Wochen auf. Danach ging es in das Flüchtlings-
(Internierungs)lager Grove auf Jütland.
Alle Familienmitglieder haben die Flucht überlebt. Der Aufenthalt im
Flüchtlingslager dauerte dreieinhalb Jahre.

Gibt es vielleicht noch Bilder von dem Lager bzw. Unterlagen zu der Familie?
Den Namen würde ich gerne als PN schicken


Mange venlige hilsner
diebro

Olaf Berg Nielsen
15.04.2015, 18:37
Hej diebro,
ja, ich habe eine Menge Bilder von Grove und kann dir auch helfen die Lagerkarten deine Familie
zu bekommen.

Du hast schon viel selber gefunden. Respekt! Ich bin gespannt ob es steht welsche Schule in Kopenhagen es war. Ich bin selber später in eine Kopenhagener Schule (Lykkebo) gekommen weil 650 Flüchtlinge in unsere Schule wohnten.

Ich sende dir eine PN mit meine E-Mail Adresse.

Med kærlig hilsen
Olaf

Karlie
03.07.2015, 19:00
Hallo Olaf,
habe Deine Beiträge im Forum mit großem Interesse gelesen, mein Opa ist als Flüchtling 1947 in Aalborg gestorben. Er liegt dort auf dem Südfriedhof (Block 42\ Grab 33).
Ich habe schon einige Male versucht, etwas über die damaligen Verhältnisse in Erfahrung zu bringen, leider ohne großen Erfolg. Deshalb möchte ich mich mit der Bitte an Dich wenden, mir eventuell weiter zu helfen. Mein Opa hieß Rudolf Steingräber, gestorben 05.10.1947.
Viele Grüße von Karlie!

DirkHanisch
04.07.2015, 22:23
Hallo Olaf Berg Nielsen

ich habe in den Unterlagen meiner verstorbenen Tante eine Aufenthaltsbestätigung über die Zeit in Arlborg Ost ( Flüchtlingslager 48-09) gefunden. Diese beinhaltet die Namen und Geburtstage der Familie.
unterschrieben von Willy Nielsen ( Lagerchef ).
Lässt sich mit diesem Dokument etwas über den Aufenthalt oder sonstige Informationen ermitteln ??

Grüße aus Schwarzwald

Dirk Hanisch

Olaf Berg Nielsen
07.07.2015, 21:11
Hallo Karlie und Dirk,
ich bin gerade heute zurückgekommen. I war in Stockholm, Schweden zum Kongress Zeugen Jehovas. Wir waren über 50.000 von alle skandinavische Länder in Friends Arena. Es war die größte religiöse Zusammenkunft in schwedische Geschichte. Das gleiche Programm auch wird in 42 Städte in Deutschland durchgeführt.

Karlie: Dein Opa wurde am 04.02.1876 in Käsemark, geboren. Er war Schmied in Marienburg. Evangelischer Glaube. Er ist am 05.10.1947 von Herz- und Kreislaufschwächen in Flüchtlingslager Aalborg Ost gestorben und am 10.10.1947 begraben. Er war Witwer und hatte keine Verwandte im Lager.
Sende mir eine PN mit deine Name, Adresse und E-Mail Adresse. Dann schreibe ich eine Bewerbung zu dem dänischen Reichsarchiv in Viborg. Dann bekommst du seine Lagerkarte und Totenschein.
Ich habe Bild von Grabstein und Kirchenbuch für dich.

Dirk Hanisch: Deine Familie war in gleiche Lager wie der Rudolf Steingräber. Wenn du mir eine PN mit deine Name, Adresse und E-Mail sende, dann sende ich dir meine E-Mail Adresse. Dann kannst du mir Kopien von diesen Aufenthaltsbestätigung sende.
Der Lagerchef Willy Nielsen war zuerst in zwei Lager in Kopenhagen und zuletzt in Aalborg. Er hat überall für gute Verhältnisse gesorgt. In Anfang hatten die Deutschen Flüchtlinge Angst wenn er als Lagerchef in Klövermarken eingesät war. Er kam direkt von einem deutschen KZ und war furchtbar von Gestapo gefoltert und sehr Krank davon. Die hatten Angst dass er die von Rache verfolgen wollte . Aber in Gegenteil, er wollte nie haben dass man andere Menschen so behandelt wie er behandelt war. Wenn ein Flüchtling beim Besuch zum Arzt oder Zahnarzt außer der Lager war und ein Wachtmann etwas eingeschmuggelt beschlaggenommen hat, konnte dieser Flüchtling zu Lagerchef kommen und er hat dafür gesorgt dass er das zurückgekommen hat.

Grüße von Nordjütland
Olaf

Husar79
10.07.2015, 15:35
Hallo Olaf!

Ich habe ebenfalls Vorfahren, die via Dänemark nach Westdeutschland gekommen sind. Welche Angaben benötigst du um Auskünfte geben zu können?

Viele Grüße,
Sebastian

Olaf Berg Nielsen
10.07.2015, 22:47
Hallo Sebastian,
ich brauche Namen und Mädchennamen, wann und wo geboren von deine Verwandte.
Wie du in Verwandtschaft bist. Jedenfalls so viele Informationen du hast, z.B. ob du weiß wann die in DK waren.

Dann brauche ich deine Name, Postadresse und E-Mail Adresse.
Sende es mir als PN.

Mit Gruß aus Dänemark
Olaf

Röggelchen
22.07.2015, 11:25
Hallo!
Meine Großeltern kommen aus Groß Blumenau im Kreis Samland, sie sind 1945 ( Opa hatte gesehen wie die Gustlof unterging) nach Dänemark gekommen. Die Familie kam nach Gehdus dort ist meine Mutter geboren. Gibt es dazu noch Aufzeichnugen. Wieviele aus der Familie dort Regestriert wurden? ( Es waren sechs Familien) Mit welchem Schiff sie ankamen?
lg. Renate

Patrice
26.09.2015, 23:38
Guten Abend,

Meine Uroma flüchtete aus Danzig mit ihren drei Töchtern Ursula ,Charlotte und Elfriede und kam wohl am 4. April 1945 mit der "Orion" in Danzig an.
Leider weiß ich nur dass Sie bis September 47 in Dänemark waren.

Name:
Paula Rexin, geb. Laleike
Geb.: 4.10.1906 in Danzig


Gibt es Hinweise in welchem Lager sie waren?Sie war allein auf der Flucht mit ihren drei Töchter da der Vater schon in jungen Jahren starb. Gibt es irgendwelche Listen, oder Ausweise?Fotos?
Ich möchte gern den Weg meiner Familie aufarbeiten und bin daher auf der Suche nach jeder noch so kleinen Information.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß,

Patrice

leondon
27.10.2016, 13:23
Olaf und andere Mitleser
aus sicherer Quelle habe ich jetzt erfahren, wie ihr auch schon erwähntet, daß das
Flüchtlingsschiff-Hilfskreuzer Orion (zuvor die Hektor) von der Fahrt aus Swienemünde nach
Kopenhagen ,auf der Höhe von Rügen durch russische Flieger mit zwei Bomben als Volltreffer -Brand angegriffen wurde 05.05.1945 und dann versank.Frauen und Kinder wurden einem kleinen Schiff durch die 1300 Soldaten übergeben.Sie selbst wurden durch das Schiff "Stahleck" übernommen.Welches selbst in der Wasserlinie zahlreiche Treffer abbekommen hatte und mit Schlagseite
noch nach Kopenhagen schaffte.
Ich hätte sehr gerne erfahren ob das Schiff Stahleck wirklich in Kopenhagen bekannt einlief und wie die Soldaten anschließend nach Kiel kommen konnten.Hier erst in englische Gefangen am 13.Mai gerieten ohne in Dänemark in Gefangenschaft oder Internierung
zu geraten. Mein vermißter Vater war hierunter.
Danke vorab für Eure Hilfe.

Viele Grüße leondon

Kasstor
27.10.2016, 14:01
Hallo leondon,

hier: http://www.ddghansa-shipsphotos.de/stahleck300.htm wird ja von einer Ankunft des Schiffes in Kiel am oder vor 8.5.45 gesprochen.
Mehr habe ich im i-net nicht entdeckt.

Frdl. Grüße

Thomas

leondon
27.10.2016, 16:19
Hallo Kasstor,
vielen Dank für den Hinweis.
Gruß leondon

Olaf Berg Nielsen
28.10.2016, 19:10
Hallo leondon,

"Stahleck" war in Kopenhagen am 26. April 1945 mit ca. 1.500 Flüchtlingen. Ob es am 5. Mai wieder da war, sehe ich nicht in meine Liste von Kopenhagener Freihafen. 5. Mai war der Befreiungstag Dänemark und viele Schiffe wurden nach Deutschland zurückgesandt. Wenn deine Vater nicht in einem Flüchtlingslager war, ist wahrscheinlich keine Papiere zu finden. Es konnte stimmen, daß das Schiff Kopenhagen verlassen und nach Kiel gekommen vor 8. Mai gekommen ist. In Dänemark kamen keine Soldaten in Gefangenschaft oder Internierung, außer gesuchtem Nazi.

War dein Vater Soldat? Du kannst mir eine PN senden mit Informationen über deinen Vater. Ich will auch versuchen ob eine Bekannte mehr davon weiß.

Gruß aus Dänemark
Olaf

leondon
10.11.2016, 20:44
Hallo Olaf Berg Nielsen,
eine kleine Anfrage ob meine PN angekommen ist.
Danke .
Freundlichst leondon

Olaf Berg Nielsen
11.11.2016, 13:51
Hallo leondon,

ja, ich habe es gelesen und habe auch versucht Informationen zu finden. Bis jetzt ohne Erfolg.
Besonders auf die Tage von 5. Mai 1945, Dänemarks Befreiungstag ist an den schwierigen Archivalien zu finden. Ich will zwischen andere ein Mann fragen, der sehr viel von diesen Zeit wissen. Er ist aber Kapitän auf ein großes Schiff und kommt zuerst Ende Dezember zuhause. Er hat nicht seine Papiere mit sich.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf

leondon
11.11.2016, 20:53
Hallo Olaf,
recht vielen Dank für die Informationen bisher und die umfangreichen Bemühungen.
Selbstverständlich habe ich die Zeit zu warten und selbst wenn wir nichts finden,dann trotzdem immer Dank.
Freundlichst leondon