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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FN Majewski in Krotoschin


Friedtom
06.06.2014, 16:27
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1890-1920
Genauere Orts-/Gebietseingrenzung: vermutlich Krotoschin
Fernabfrage vor der Beitragserstellung genutzt [ja/nein]: nein
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive, Datenbanken): keine


Eine Spur zur Familie meines Großvaters führt über dessen Cousine vermutlich nach Krotoschin. Mir liegt eine Heiratsurkunde der Cousine vor in der die Eltern mit Geburtsdaten erwähnt werden. Außerdem wird der Ort erwähnt in dem die Eltern der Cousine geheiratet haben. Es ist nicht Aschließend klar ob es sich um Krotoschin handelt, denn die Schrift des Standesbeamten ist an dieser Stelle sehr undeutlich. Man könnte Kroteschin oder Krotelcni lesen.

Ich würde gern wissen ob Jemand im Rahmen eigener Forschung über die folgenden FN in Krotoschin gestolpert ist:

Stephan Majewski, geb. 08.08.1893, Landwirt
Christine Majewski, geb. 09.07.1890 Mädchenname: Lorenz

Bruder:
Michael Majewski, weitere Daten unbekannt
Ehefrau: Rosalia Majewski, weitere Daten unbekannt

Bin für jeden Hinweis dankbar !

Besten Gruß
Tom

Kasstor
06.06.2014, 16:48
Hallo,

ein Stephan Majewski aus Krotoschin findet sich als verletzter Kriegsfreiwilliger aus der 11. Kompanie des Infanterieregiments 55 in der verlustliste 0492 v 18.5.15. Wäre ja schon mal ein Indiz.

Frdl. Grüße

Thomas

Friedtom
06.06.2014, 17:16
Das könnte ein erster Hinweis sein, dass Krotoschin richtig ist.
Angaben der Cousine zur Folge war Ihr Vater dann im 2 Wk. auch Soldat.

Gibt es für die Truppen des 1 Wk eine ähnliches Archiv wie die WAST ?

Besten Gruß
Tom

Kasstor
06.06.2014, 17:17
Hallo Tom

das hat es gegeben, ist aber dem 2. Weltkrieg zum Opfer gefallen.

Frdl. Grüße

Thomas

uwe-tbb
07.06.2014, 18:57
Hallo Tom,

wenn Du weitere Infos über Krotoschin suchst: Es gibt schon verschiedene Standesamtregister online. Im Archiv in Kalisz liegen die Standesamtregister von Oktober 1874 bis 1913. Die Bücher ab 1914 sind noch im Standesamt in Krotoszyn und können dort auch problemlos angefordert werden.

Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich diese Namen im Standesamtregister Krotoschin gelesen. Es gab sogar einen Fotografen Lorenz in Krotoschin. Mein Vater ist auch Krotoschiner.

Viele Grüße

Uwe

uwe-tbb
07.06.2014, 19:07
Register Standesamt Krotoschin-Stadt:
http://szukajwarchiwach.pl/11/709/0/?q=Krotoszyn+XTYPEro:zesp+XSKANro:t+XARCHro:11&wynik=1&rpp=15&page=1#tabSerie

Register Standesamt Krotoschin-Land:
http://szukajwarchiwach.pl/11/710/0/?q=Krotoszyn+XTYPEro:zesp+XSKANro:t+XARCHro:11&wynik=2&rpp=15&page=1#tabSerie

Register Standesamt Starygrod 1874-1892:
http://szukajwarchiwach.pl/11/706/0/?q=Stary+Gr%C3%B3d+XTYPEro:zesp+XSKANro:t+XARCHro: 11&wynik=1&rpp=15&page=1#tabSerie

Die Jahrgänge 1878 - 1891 sind online verfügbar.

Der Name Majewski kommt in Krotoschin und in Wielowies (Standesamt Starygrod) vor.

Friedtom
10.06.2014, 13:35
ich werde dort (Archiv Krotoschin) anfragen (lassen, auf polnisch) und bin sehr auf das ergebnis gespannt.

uwe-tbb
10.06.2014, 20:29
Im Standesamt Krotoschin (Archiv) sind nur Unterlagen ab 1914. Der Rest ist bereits im Archiv in Kalisz. Ich hatte schon mehrere Anfragen beim Standesamt Krotoschin - die sind dort sehr nett und hilfsbereit. Nach 2 Wochen hatte ich schon meine gewünschten Papiere.

Friedtom
11.06.2014, 22:03
Es gibt neue Hinweise auf die Geburtsorte: Lututow in der Landgemeinde Wieruszow und Klonowa im Kreis Schieratz.

Gibt es von diesen Kreisen Archive der Geburten- und Heiratsregister bei denen ich weitere Anfragen nach Geburts- und Heiratsurkunden sowie nach evtl. Geschwistern des Stephan Majewski in Lututow stellen kann ??

So wie die Archive in Krotoschin ?

Beste Grüße
Tom

Juergen
12.06.2014, 02:32
Hallo Friedtom,

katholische Kirchenbücher der Gemeinde Lututów sind online bis 1911 einsehbar.
--> http://metryki.genealodzy.pl/ar3-zs1548d

Kannst Du russisch?

Allerdings ist im Jahre 1893 nur ein Stanislaw MACIJEWSKI ? zu finden, dessen Eltern 1893 in Łęki lebten.
Siehe hier:
--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka.php?ar=3&zs=1548d&sy=1893&kt=1&plik=136-141.jpg

Dies dürften die genannten Orte Lututów, Wieruszów, Klonowa und Łęki Duże, sein.
--> https://maps.google.de/maps?saddr=Klonowa&daddr=Lutut%C3%B3w,+Polen+to:%C5%81%C4%99ki+Du%C5% BCe,+Polen+to:Wierusz%C3%B3w,+Polen&hl=de&ie=UTF8&ll=51.346912,18.441925&spn=0.335385,0.607681&sll=51.373709,18.468018&sspn=0.167594,0.303841&geocode=FUWZEAMdNwkZASnvhcPYeo8aRzF7WNPNt9rfhw%3BF ajfDwMdS0YZASlBcnpfz4UaRzGxF5gCBsY9Og%3BFfV8DwMdM2 kZASkpNsS1mIYaRzHFqlZ9RLOPfA%3BFYyyDgMd_gQVASkP5r8 I5Z0aRzGV6nZdNG-IRg&oq=Wieruszow&mra=ls&t=m&z=11

Stanislaw könnte im deutschen dem Rufnamen Stephan entsprechen und MACIJEWSKI könnte im dt. auf Majewski "geändert" sein.

Klonowa nördlich von Lututów im Powiat Sieradz gehörte zur Pfarre Unikow.
--> https://maps.google.de/maps?saddr=Klonowa&daddr=Lutut%C3%B3w,+Polen+to:%C5%81%C4%99ki+Du%C5% BCe,+Polen+to:Wierusz%C3%B3w,+Polen+to:Unik%C3%B3w ,+Polen&hl=de&ie=UTF8&ll=51.356775,18.353348&spn=0.335313,0.607681&sll=51.444165,18.595734&sspn=0.334673,0.607681&geocode=FUWZEAMdNwkZASnvhcPYeo8aRzF7WNPNt9rfhw%3BF ajfDwMdS0YZASlBcnpfz4UaRzGxF5gCBsY9Og%3BFfV8DwMdM2 kZASkpNsS1mIYaRzHFqlZ9RLOPfA%3BFYyyDgMd_gQVASkP5r8 I5Z0aRzGV6nZdNG-IRg%3BFZVvEAMdJxQbASnpGiAfZIgaRzE2d8yn4dIRTA&dirflg=w&mra=ls&t=m&z=11

Kath. KB von Unikow online bis 1902:
--> http://metryki.genealodzy.pl/ar3-zs1708d

Woher stammen den Deine neuen Hinweise?

Gruß Juergen

Friedtom
12.06.2014, 12:30
Woher stammen den Deine neuen Hinweise?
Moin Juergen,
Die urprünglichen Daten entstammen einer Heiratsurkunde der Cousine meines Großvaters.
Dort waren die Geburtsdaten der Eltern und Ort der Heirat angegeben.
Die Geburtsurkunde der Cousine lag nahe dass der Wohnort zum Zeitpunkt der Geburt in der
Nähe des Geburtsortes gelegen haben könnte.
Tatsächlich findet sich die Cousine, nebst einem bisher unbekannten Bruder und den Eltern
In der Volkszählung 1919 in der Nähe des Geburtsortes der Cousine wieder – also ein Treffer.
Abgesehen davon, dass das Geburtsjahr der Cousine in der Volkszählung um 3 Jahre von der
Geburtsurkunde abweicht, aber Ort und Datum stimmen zudem die Namen der Eltern, darf ich
Davon ausgehen dass es sich tatsächlich um die Cousine handelt.

Die Geburtsdaten der Eltern wurden bei der Volkszählung ebenso erfasst wie deren Geburtsorte.
Auch hier gibt es Abweichungen der Daten (ein paar Wochen jeweils) zwischen dem Geburtstagen
Der Eltern, aber die Jahre stimmen mit denen überein die in der Heiratsurkunde viele Jahre später
Gemacht wurden.

Mit Daten hatte man es wohl nicht so genau, vielleicht wusste man es einfach auch nicht….?
Ich versuche mich gerade erst in die „Zeit“ vor ca. Siebzig - Hundert Jahren reinzudenken, sofern dass
überhaupt im Ansatz gelingt.

Meine größtes Interesse hingegen gilt eigentlich weniger dem Stephan Majewski, sondern vielmehr
dem Bruder der er gehabt haben müsste, wenn die Aussagen meines Großvaters stimmen.

Nur so kann er schließlich zu der Cousine, Tochter des Stephan Majewski gekommen sein.

Ich suche also einen gewissen Michael Majewski (Majewsky). Der dürfte sehr wahrscheinlich
auch älter gewesen sein als Stephan Majewski, weil mein Opa 1910 geboren wurde….
wenn das alles überhaupt stimmt…und wenn es stimmen sollte liegt die Vermutung nahe, dass das
„Phantom“ Michael Majewski auch aus dem Geburtsort des Stephan Majewski stammt.

Das ist zumindest mein Ansatz.

Beste Grüße
Tom

Friedtom
12.06.2014, 12:43
Kannst Du russisch?

leider nicht.

War das die Amtssprache in dieser Zeit ? puhh - dass macht es nicht einfacher, vor allem die Schreibschrift.

Jemanden der russisch kann werde ich wohl noch auftreiben können.
Auch Jemanden der die Schreibschrift lesen kann, allerdings werden diese
Leute nicht das Suchen übernehmen können und ob ich mich in der fremden Schreibschrift zurecht finde...oje...

Besten Gruß
Tom

Friedtom
12.06.2014, 15:04
Ich habe das Prinzip der Bücher jetzt verstanden. Es gibt sowas wie ein Namesverzeichnis wo die Namen alphabetisch dem jeweiligen Eintrag zugeordnet sind.

Damit kann ich auch grob suchen.

Leider finde ich schon die Geburt von Krystine Majewsky (Eintrag der Volkszählung) oder Chrsitine Majewski (geborene Lorenz) im Jahr 1892 nicht in den Kirchenbüchern. Das verwundert mich allerdings auch nicht wirklich, denn Christine Lorenz ist laut Heiratsurkunde evangelisch gewesen.

Also ich vergleiche noch einmal das Kirchenbuch von Lututow:
Stanislav Macijewski geboren oder gemeldet im September 1893 als Sohn des Landbesitzers Joseph Macijewski

Mit der Volkszählung von 1919:
könnte tatsächlich Stephan Majewski, geb. 25.07.1893 in Lututow, Kreis Wielow sein.

Könnten die unterschiedlichen Monatsangaben evtl. vom russischen Kalender her rühren ?

Gruß
Tom

Juergen
12.06.2014, 18:37
Hallo Tom,

bis 1890 haben die Polen die Taufen, Geburten in
der kath. Kirche Lututów bereits in der Datenbank
erfasst.

--> http://www.geneteka.genealodzy.pl/index.php?rid=3027&from_date=1870&to_date=1900&search_lastname=Maciejewski&search_lastname2=&rpp2=50&rpp1=0&bdm=B&w=05ld&op=gt&lang=pol

Tatsächlich ist kein Michael M. dabei.

Die Eltern des Stanislaw MACIJEWSKI geb. 1893 sind wahrscheinlich: Józef Maciejewski und Antonina Dudka in Łęki (Lenki).

Wie hast Du das Datum in russisch angegeben, herausbekommen?

War das die Amtssprache in dieser Zeit?
Ja leider in "Russisch-Polen", Kongresspolen war russisch Amtssprache

Hier im Forum können etwa 2 Mitglieder diese
Schrift übersetzten.

Viele Grüße
Juergen

Friedtom
12.06.2014, 22:24
Wie hast Du das Datum in russisch angegeben, herausbekommen? Ich kenne Jemanden der das lesen kann.

Tatsächlich ist kein Michael M. dabei.das wäre dann auch ausnahmsweise "einfach" gewesen.

Nach wie vor ist nicht erwiesen, dass die Tochter von Stephan/ oder vielleicht hier Stanislav tatsächlich die Cousine meines Großvaters war. Im Moment ist das eine Behauptung die genauso wenig erwiesen ist wie seine angebliche Geburt am 20.12.1910 in Hamburg (dort gibt es nämlich keinen passenden Eintrag im Geburtenregister)

Wenn er (Opa) aber "erfunden" ist, dann frage ich mich warum er einen so "komischen" Namen gewählt hat und auch noch Verwandte hinzuzieht, die evtl. keine waren. Das sind ja nicht kalkulierbare Risiken.

Vielleicht ist er (der Vater der Cousine) ja auch nicht in Lututow geboren sondern in Krotoschin, so wie es in der Heiratsurkunde der Tochter steht. Es gibt also unterschiedliche Angaben im Volkszählungsbogen 1919 und in der Heiratsurkunde der Tochter von 1948, hinsichtlich des genauen Geburtsdatums (bzw. des Jahres im Falle der Tochter) und den Ort.

Leider gibt es die Geburtsregister in Krotoschin nur bis 1890 oder 1891 online, ausgerechnet von den Jahren 1892 (Geburtsjahr der Mutter) und 1893 Geburtsjahr des Vaters gibt´s keine online gestellten scans.

Jedenfalls habe ich keine gefunden.

bis 1890 haben die Polen die Taufen, Geburten in
der kath. Kirche Lututów bereits in der Datenbank
erfasst.Gibt es neben den Aufzeichnungen der Kirche auch Aufzeichnungen der "Gemeinde oder Kreis" Verwaltung unabhängig von der Konfession ?
Bzw., meinst Du es würde Sinn machen das Bürgermeisterbüro mit einer auf polnisch übersetzten Anfrage nach Geburten von "Majewski´s" mit Vornamen Stephan und Michael im Zeitraum von z. B. 1870-1900 zu behelligen ?

Besten Gruß
Tom

Juergen
12.06.2014, 22:54
Hallo Tom,

nicht einfach Deine Suche.

Vielleicht hast Du Glück mit Deiner Anfrage
bezüglich der möglichen Geburt oder Heirat
in Krotoschin, damals vor 1921 preußisch bzw. DR.

Sind das nun Deine Personen die in der VZ 1919
genannt werden?

Komisch, dass die Personen in den kath. KB von Lututów nicht zu finden sind.

In "Russisch-Polen" gab es damals keine Standesämter wie in Preußen.

Wer ist die Person, die aus Broszki im Powiat Sieradz stammte?

Broszki Powiat Sieradz gehörte zur kat. Pfarrei Stolcu, auch online einsehbar.
--> http://metryki.genealodzy.pl/ar3-zs1679d

Irgend eine der Personen, muss doch zu finden sein.

Gibt es neben den Aufzeichnungen der Kirche auch Aufzeichnungen der "Gemeinde oder Kreis" Verwaltung unabhängig von der Konfession ?
Bzw., meinst Du es würde Sinn machen das Bürgermeisterbüro mit einer auf polnisch übersetzten Anfrage nach Geburten von "Majewski´s" mit Vornamen Stephan und Michael im Zeitraum von z. B. 1870-1900 zu behelligen?

Wenn es Seelenlisten der Orte gibt dann ja, nur weiß ich es nicht, ob diese vorhanden sind.

Hast Du eine Kopie, des Eintrags wo Du Krotoschin liest?

Viele Grüße
Juergen

Friedtom
12.06.2014, 23:59
nicht einfach Deine Suche.Ja - leider...ich dachte nachdem ich die Sterbeurkunde vom Opa hatte, kriege ich mit den Geburtsdaten (Ort: Hamburg) eine Geburtsurkunde und so geht´s dann weiter in der Familie "rückwärts"
Aber leider ist schon in Hamburg Schluß gewesen. Es gibt keine Einträge im Geburtenregister. Alles was ich bestätigt habe fängt erst 1945 in Südwinsen Kreis Celle an. Alles davor kann stimmen, muss es aber nicht....(eidesstattliche Versicherungen, Angaben in Anträgen z. B. auf Vertriebenen Ausweis, Erzählungen in der Familie usw...ich habe eigentlich viel, aber auch viel widersprüchliches und nichts bisher nicht bestätigtes)

Sind das nun Deine Personen die in der VZ 1919
genannt werden?na, ja - nicht direkt.
Es ist die Familie der mutmaßlichen Cousine meines Großvaters. Da alles was er angab bisher unbestätigt bleibt, ist es die einzige Spur die ich verfolgen kann zunächst mal davon ausgehend das die Cousine nicht erfunden ist. Sein Name war Majewski. Der Name der Cousine auch.

Von der Cousine habe ich eine Heiratsurkunde von 1948. In dem Teil in dem das Aufgebot steht, sind Details der Eltern genannt. Daher habe ich "Krotoschin" - weil dort glaube ich steht "Kroteschin" - siehe Anhang.

Außerdem habe ich eine Geburtsurkunde der Cousine, datiert mit dem 14.02.1916, ausgestellt 1940 - siehe Angang.

Zu beiden Urkunden passt "eigentlich" die Volkszählung 1919 mit den Angaben des Geburtsortes der Eltern in Lututow und Klonowa. Die Daten (Geburtstage) sind allerdings etwas anders. Die Jahre stimmen bei den Eltern aber das Datum nicht. Bei der Cousine stimmt das Datum aber das Jahr nicht (1919 und 1916) - siehe Anhang.

Ich dachte, wenn ich die Familie der Eltern der Cousine verfolge, dann finde ich vielleicht auch einen Hinweis auf die Geburt des Bruders vom Vater der Cousine. Wenn es den gibt und der Michael heisst so wie mein Opa angegeben hat, dann wäre das die erste Bestätigung seiner Angaben die sich auf die Zeit vor 1945 beziehen....

Soweit der Suchansatz in Kurzform.

Beste Grüße
Tom

Juergen
13.06.2014, 02:15
Hallo Tom,

Danke für das einstellen der Kopien.

Es ist schon etwas seltsam, dass ich keine der genannten Personen aus der VZ Mecklenburg-Schwerin 1919, in den entsprechenden kath. KB in Polen finde.

Auch nicht:
Hermann Pietzak
geb. 6. März 1880 (6 Mar 1880) - Dobroslaw, Powiat Wilun. zuständig die kath. Lututów.
Residence: Groß und Klein Lüsewitz, mit Hohenfelde, Ritteramt Ribnitz.

Name: Stanislaw Pietzak
Birth: 24 Jun 1883 - Dobroslaw, Powiat Wilun, zuständig die kath. Pfarre in Lututów.
Residence: Groß und Klein Lüsewitz, mit Hohenfelde, Ritteramt Ribnitz

oder der:
Name: Franz Pietzak
Birth: 15 Aug 1893 - Brozski, Siradz
Residence: Melkof, Ritteramt Wittenburg.


Gruß Juergen

Friedtom
13.06.2014, 11:16
Es ist schon etwas seltsam, dass ich keine der genannten Personen aus der VZ Mecklenburg-Schwerin 1919, in den entsprechenden kath. KB in Polen finde....möglicherweise sind die Angaben die bei der Zählung gemacht wurden nicht korrekt oder wissentliche Falschangaben. Aber was könnten die Gründe gewesen sein...? Warum man nach dem 2WK oft falsche Angaben gemacht hat, da fielen mir viele Gründe ein, aber kurz nach dem 1WK zu behaupten man stammte aus russisch-Polen obwohl es vielleicht falsch war...unklar ist ja auch seit wann diese Majewsky´s sich in Meck-Pom aufhielten, da warte ich noch auf evtl. Einwohnermeldedaten. Es würde mich nicht verwundern, wenn es zwar welche gibt, die dann aber auch wieder andere Herkunftsdaten aufweisen.

Ich finde es sehr ernüchternd immer wieder buchstäblich gegen Wände zu laufen, immer dann wenn man glaubt "jetzt hat man etwas". Vieles von "den Majewski´s" die meine Vorfahren waren ist falsch oder vielleicht auch nur zu ungenau. Ich beginne mich mehr und mehr zu fragen, ob ich überhaupt "ein Majewski" bin.

Vielleicht finde ich es auch nie heraus.
:mad:

Beste Grüße
Tom

Juergen
13.06.2014, 19:42
Hallo Tom,

also, dass die polnischen Landarbeiter bei der VZ 1919 wissentlich falsche Angaben zu Ihrer Herkunft gemacht haben,
glaube ich nicht.

Eine Person aus den Meldebogen der VZ 1919 MV hatte ich gestern vermutlich doch gefunden.
Leider betrifft es nicht Deine gesuchten Personen sondern den Franz Pietrzak (Pietzak), geb. 15.8.1893 in Broszki.

Dieser hieß vermutlich korrekt Franciszek PIETRZAK, geboren in Broszki Powiat Sieradz.

--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka.php?ar=3&zs=1679d&sy=1893&kt=1&plik=067-070.jpg

Hier dürften die Angaben stimmen, auch wenn ich das genaue Datum in russisch nicht lesen kann.

Ich finde es sehr ernüchternd immer wieder buchstäblich gegen Wände zu laufen, immer dann wenn man glaubt "jetzt hat man etwas". Vieles von "den Majewski´s" die meine Vorfahren waren ist falsch oder vielleicht auch nur zu ungenau. Ich beginne mich mehr und mehr zu fragen, ob ich überhaupt "ein Majewski" bin.
Vielleicht finde ich es auch nie heraus.

Tja, Majewski kommt in Polen, wie Sand am Meer vor, ich wünsche Dir, dass Du irgendwann den richtigen findest.
Vielleicht stimmt ja Krotoschin auch.

Wie kommst Du darauf, dass die genannten Personen aus der VZ 1919 zu deinen gesuchten Personen gehören?
Wegen einer Cousine die in der Nähe des Zählortes wohnte?

Viele Grüße
Juergen

Friedtom
14.06.2014, 00:15
Wie kommst Du darauf, dass die genannten Personen aus der VZ 1919 zu deinen gesuchten Personen gehören? Wegen einer Cousine die in der Nähe des Zählortes wohnte?

Die angebliche Cosuine wohnte lange Jahre in Winsen/Aller wie meine Großeltern und Eltern. Sie hatte den gleichen FN. Da sich über meinen Großvater nichts finden ließ was "amtlich" bestätigt werden konnte, habe ich versucht Urkunden der Cousine zu erhalten, weil ich erhoffe so auch einen "amtlichen" Nachweis über den Bruder des Vaters der Cousine zu erhalten. Damit wäre dann ein Großteil der Behauptungen meines Großvaters bestätigt und ich hätte seine Herkunft ermittelt.

Von der Cousine habe ich eine Heirats- und Geburtsurkunde erhalten. Daraus geht hervor, dass sie am 14.03.1916 in Wüsten-Buchholz geboren wurde als Tochter von Stephan und Christine Majewski.

Und eben dieser Stephan Majewsky und Krystine Majewsky sind genauso in der VZ 1919 in Melkhof, nahe Wüsten-Buchholz erwähnt wie deren Tochter Helene Majewsky, geb. 14.03. aber 1919.

Ich bin mir recht sicher, dass dies die Eltern von "meiner" Helene, der Cousine meines Opas sind. Jetzt müsste ich wissen woher die Eltern zumindest der Vater stammen und ob der Vater einen Bruder hatte der Michael Majewsky hieß, denn das soll der Vater meines Opa´s gewesen sein. Fände ich dafür Anhaltspunkte oder gar Beweise würde die Geschichte meines Opa´s über weite Strecken bestätigt.

Momentan habe ich nur seine Behauptung er sei in Hamburg 1910 geboren - ohne Nachweis

Er behauptet seine Eltern seien Michael Majewski und Rosalia Majewsky geb. Pludo, Pludow ode Peudo (hier kann ich die Eidesstattlich Erkolärung schlecht lesen) Leider gibt er keine Geburtsdaten der Eltern oder Ort an.

Er behauptet seit 1939 seine wohnhaft in Bergerdamm bei Nauen gehabt zu haben - Leider blieb die Recherche im Archiv der Meldebehörde (heute Kreis Havelland) erfolglos.

Er behauptet im Mai 1942 zur Wehrmacht einberufen worden zu sein. Die Anfrage über die WAST läuft noch, aber die Geburtsdaten und Ort sind eigentlich dazu erforderlich und bisher nicht abschließend klar.

Er behauptet "mit seiner Dienststelle durch den Krieg bedingt von Spandau nach Südwinsen" in der LK Celle gekommen zu sein - Niemand kann sich erklären was für eine Dienststelle das gewesen sein könnte. In Südwinsen gab es nichts.

Die Gemeinde Archive in Winsen/Aller geben nicht sehr viel her. Er hat sich am 16.03.1945 zugezogen von Spandau/Wehrdienst in Südwinsen angemeldet und war zunächst in einem Behelfsheim untergebracht. Der Kreig war im März 1945 in Südwinsen noch nicht vorbei.

In einem späteren Antrag beim LK Celle, 1954 gab er an er sei nicht nach Bergerdamm zurückgegangen, weil er befürchtete dort "von den Russen verhaftet zu werden"

Innerhalb der Familie wurde stets erzählt der Opa sein nicht beim Militär gewesen.

Alles in Allem viele Infos und Indizien, einiges widersprüchliches und nichts, gar nichts davon ist bestätigt, außer die Anmeldung 16.03.1945 in Südwinsen.

....viel Text....sorry...

Beste Grüße
Tom

Juergen
14.06.2014, 01:40
Hallo Tom,

ja viel Text, den ich noch gar nicht komplett verinnerlicht habe, folgt noch. :)

Wieso bist Du Dir sicher, dass die Christine MAJEWSKI aus der VZ 1919 eine geborene LORENZ ist? Ist es amtlich, dass die Christine LORENZ evangelisch war?

Tatsächlich findet 1891 die Taufe einer Krystyna LORENTZ in der kath. Pfarre Klonowa statt, Geburt wohl in Leliwa, bei Klonowa.
Hast Du dies schon gesehen?
14) 1891 Nr. 108: geboren: Krystyna Lorentz; Eltern: Idzi LORENTZ und Marianna Paroń in Klonowa Powiat ...

Kopie hier:
--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka.php?ar=3&zs=1511d&sy=1891&kt=1&plik=107-110.jpg

Diese verstarb aber meiner Meinung nach, laut Stempel 1970 in Połczyn-Zdrój? deutsch (Bad Polzin) Polen.

Die in der VZ 1919 MV genannte Viktoria vermutlich geborene LORENTZ verheiratete PIETZAK (PIETRZAK) wurde 1894 ebenfalls in Leliwa, bei Klonowa geboren.
--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka.php?ar=3&zs=1511d&sy=1894&kt=1&plik=163-166.jpg

Ich schlussfolgere rattenscharf, dass zumindest die Personen in der VZ 1919 PIETRZAK und LORENTZ verwandt bzw. verschwägert waren.

--> http://www.geneteka.genealodzy.pl/index.php?rid=2902&from_date=1879&to_date=1900&search_lastname=Lorentz&search_lastname2=&rpp2=20&rpp1=0&bdm=B&w=05ld&op=gt&lang=pol

Klonowa <-- 5,6km --> Klonowa --> Leliwa.
--> https://maps.google.de/maps?saddr=Klonowa&daddr=Lutut%C3%B3w,+Polen+to:Leliwa,+Polen&hl=de&ie=UTF8&sll=51.458072,18.512993&sspn=0.168997,0.307274&geocode=FUWZEAMdNwkZASnvhcPYeo8aRzF7WNPNt9rfhw%3BF ajfDwMdS0YZASlBcnpfz4UaRzGxF5gCBsY9Og%3BFQ9xEAMd9k IYASmFFF3jRIUaRzHSKAWSDxmLXg&oq=leliwa&mra=ls&t=m&z=13
Aber abgesehen davon, hast Du Dir die Kopie der Heirat in Krotoschin schon bestellt?
Wenn dieser Trau-Eintrag gefunden wurde, dürfte Klarheit bestehen, wo die Brautleute geboren wurden und wer deren Eltern waren.

Jetzt habe ich doch das Gefühl, dass Du richtig mit Deiner Vermutung liegst, dass die genannten Personen n der VZ MV zu Deinen
Leuten gehören.

Viel Glück
Juergen

Friedtom
14.06.2014, 23:35
ja viel Text, den ich noch gar nicht komplett verinnerlicht habe, folgt noch

Was meinen außerordentlichen Dank verdient, es ist nicht selbstverständlich dass sich Jemand mit der Materie überhaupt so intensiv beschäftigt.
Danke !

Wieso bist Du Dir sicher, dass die Christine MAJEWSKI aus der VZ 1919 eine geborene LORENZ ist? Ist es amtlich, dass die Christine LORENZ evangelisch war?

Die Schlußfolgerung ziehe ich aus der Heiratsurkunde der Tochter Helene, denn im "Aufgebot" steht evangelisch. Amtlich habe ich das nicht.

Tatsächlich findet 1891 die Taufe einer Krystyna LORENTZ in der kath. Pfarre Klonowa statt, Geburt wohl in Leliwa, bei Klonowa.
Hast Du dies schon gesehen?
14) 1891 Nr. 108: geboren: Krystyna Lorentz; Eltern: Idzi LORENTZ und Marianna Paroń in Klonowa Powiat ...

Das ist genial ! Ich denke dass muss die Mutter von Helene sein. Dasa passt mit den Angaben der VZ1919.

Jetzt müsste noch der passende Stephan Majewski, Mann von Kristina und Vater von Helene gefunden werden. Ich glaube eigentlich nicht, dass es der Stanislaw aus Lututow war. Der Monat passt nicht und wenn ich den mir bekannten Russen glauben darf, dann gibt es der Namen Stephan 1:1 auch im russischen. Die Schreibweise wäre dann eben vielleicht Stepan, aber der Name Stanislaw ist ein grundsätzlich anderer Name mit Slawischen Wurzeln.

Und das Ziel der Suche wäre dann der sagenumwobene, angebliche Bruder den Stephan Majewski gehabt haben muss, Michael Majewsky den es gegeben haben muss wenn mein Opa tatsächlich der Cousin von Helene war.

Ich schlussfolgere rattenscharf, dass zumindest die Personen in der VZ 1919 PIETRZAK und LORENTZ verwandt bzw. verschwägert waren.

Das macht Sinn, ist mir ein völlig neuer Apsekt.

Aber abgesehen davon, hast Du Dir die Kopie der Heirat in Krotoschin schon bestellt?

Ich habe eine Anfrage in Krotoschin verfasst. Eine nette Standesbeamtin hat eine polnische Kollegin, die wird das übersetzen und dann geht´s nach Krotoschin, an das Archiv. Ich hoffe ich bekomme von dort eine "positive" Rückmeldung.


Wie ist Deine Meinung zu Stephan Majewski ? In der VZ 1919 hat er Lututow als Geburtsort genannt. Ich glaube Stanislaw kann er nicht gewesen sein.

Meinst Du es gibt die Chance ihn zu finden und über ihn, seinen angeblichen Bruder, so es den gegeben hat ?

Beste Grüße
Tom

Juergen
15.06.2014, 18:29
Hallo Tom,

Wie ist Deine Meinung zu Stephan Majewski?
In der VZ 1919 hat er Lututow als Geburtsort genannt. Ich glaube Stanislaw kann er nicht gewesen sein.

Es war von mir nur eine Vermutung, da dieser Stanislaw MACIJEWSKI geb. 1893 tatsächlich in Lututow getauft wurde,
der ähnlich hieß. Er hätte in Deutschland seinen Namen ändern lassen können, wenn er dies wollte.

Meinst Du es gibt die Chance ihn zu finden und über ihn, seinen angeblichen Bruder, so es den gegeben hat?

Ja, dann wenn wir sicher aus dem Heiratseintrag wissen, wann und wo der
Stephan MAJEWSKI wirklich geboren wurde.

Der Ort Lututow dürfte nicht stimmen, sofern er katholisch war.

Auch der Joseph BISKUBSKY (oder poln. BISKUPSKI) aus der VZ 1919 gab an,
er wäre 1891 in Lututow geboren worden.
Dieser Name ist im kath. KB Lututow ebenfalls nicht zu finden.

Dagegen kommt der FN BISKUPSKI im KB Klonowa vor, jedoch nicht ein Joseph BISKUBSKY (BISKUPSKI) *1891.

Hier kannst Du auch in einer Datenbank suchen:
--> http://geneteka.genealodzy.pl/index.php?op=se&lang=pol

Momentan habe ich nur seine Behauptung er sei in Hamburg 1910 geboren - ohne Nachweis

Was heißt ohne Nachweis, hast Du in Hamburg schon nachgefragt?
MAJEWSKI gab es dort zumindest um 1900.

So ganz habe ich Deine Problematik noch immer nicht verstanden.

Hatte Deine Familie keinen Kontakt mehr zu Deinem Großvater, wurde die Ehe geschieden?


Schönen Sonntag
Juergen

Friedtom
15.06.2014, 20:39
Ja, dann wenn wir sicher aus dem Heiratseintrag wissen, wann und wo der Stephan MAJEWSKI wirklich geboren wurde.

Ich hoffe ich bekomme was verwertbares aus Krotoschin.

Was heißt ohne Nachweis, hast Du in Hamburg schon nachgefragt?
MAJEWSKI gab es dort zumindest um 1900

Ja - ich habe über das Generalregister Hamburg angefragt. Dort gibt es aber in keinem der Hamburger Geburtenregister (auch nicht aus denen vor 1937 autonomen Städten) einen passenden Eintrag.

So ganz habe ich Deine Problematik noch immer nicht verstanden.

Hatte Deine Familie keinen Kontakt mehr zu Deinem Großvater, wurde die Ehe geschieden?

Mein Großvater starb bereits 1973, da war ich grad 3 Jahre alt. Mein Vater starb auch recht früh 1999, seine beiden älteren Schwestern leben noch, doch es gibt keinen sehr intensiven Kontakt. Die Schwestern stammen auch aus der 1. Ehe der Großmutter. Deren Vater starb im Krieg.

Meine Großmutter muss meinen Großvater "dann irgendwo" auf ihrem Weg von Ostpreußen gen Westen kennengelernt haben. Vielleicht auch in Ostpreußen. Über den 2. Mann meiner Großmutter wurde nicht viel gesprochen. Es wurde überhaupt nicht viel gesprochen über diese Zeit.
Mein Großvater stammt aus Polen wurde gesagt und er war nicht als Soldat im Krieg hieß es.

Nun wollte ich mal einen Stammbaum erstellen, weil die Ahnen mütterlicherseits sehr, sehr gut dokumentiert sind. Aber mein Großvater, väterlicherseits....

Da musste ich erst mal anfangen. Ich holte mir die Sterbeurkunde und war überrascht, dass er in Hamburg geboren wurde. Gut, ich dachte nichts einfacher als das..in Hamburg nach der Geburtsurkunde gefragt und weiter gehts...

Leider, leider war es nicht so einfach.

Hamburg ist bisher eine Sackgasse.
Mein Großvater hat sich am 16.03.1945 in Südwinsen angemeldet.
Ob er sich dazu ausweisen musste ... ?
Falls ja, es gibt keine Unterlagen. Keinen Ausweis, nichts... Er hat bei der Gemeinde wohl einen Flüchtlingsausweis "C" erhalten, aber es gibt keine Unterlagen mehr bei der Gemeinde (angeblich...). Er hatte angegeben von Spandau, Wehrdienst zugezogen zu sein. In einem Antrag den er 1952 beim LK Celle abgegeben hat um einen Vertriebenen Ausweis zu bekommen (welcher abgelehnt wurde, weil er keinerlei Nachweise über seine Herkunft erbringen konnte....) gab er an seine letzte Wohnhaft sei Bergerdamm gewesen.

Ich habe alle Angaben die er gemacht hat versucht zu prüfen....ohne Ergebnis. Keine Meldeadresse in Nauen (Bergerdamm). Keine Geburt 1910 in Hamburg.

Das einzig "greifbare" scheint die Cousine zu sein. Wenn es denn die Cousine war. Denn "die gab´s wirklich" mit Geburtsurkunde, VZ 1919 usw....
Wenn der Vater der Cousine einen Bruder hatte, wär die Behauptung meines Großvaters der Cousin zu sein geauso bewiesen, wie die Herkunft seiner (meiner) Majewski´s (wenn ich denn einer bin...)

Die unbewiesenen Behauptungen meines Großvaters:


geboren 20.12.1910 in Hamburg
Name Johann-Hans Majewski
Vater MIchael Majewsky
Mutter Rosalia Majewsky, geb, Pludo

Quelle: eidesstattliche Erklärung 1946


letzter Wohnort vor Gemeinde Südwinsen: Wehrdienst, Spandau

Quelle: Einwohnermeldekartei Gemeinde Archiv Südwinsen


letzer Wohnort vor 1945: Bergerdamm (bei Nauen) seit 1939
Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942

Quelle: Antrag auf Vertriebenen Ausweis beim Landkreis Celle 1952 (ich habe Kopien des Antrages erhalten)





Die Cousine meines Großvater soll sein: Helene Majewski, eben die Helene Majewski die in der VZ1919 erwähnt wird usw. Von ihr habe ich die Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, und alles was ich mit Deiner Unterstützung in Lututow, Klonowa usw. herausgefunden habe. Die Frau gab´s wirklich. Sie war eine Majewski - das ist bewiesen. Außer der Behauptung meines Großvaters, sie seine seine Cousine gewesen gibt´s nicht was das bestätigt. Sie kann auch seine Geliebte, Ex Frau oder sonst wer gewesen sein....mal rein hypothetisch.

Warum ich mich da jetzt auf einmal so drin verbeisse...? Nun, ich dachte alles sein einfach und klar wie Kloßbrühe. Offenbar wurde aber etwas verheimlicht. Das mein Opa nie Soldat gewesen sein soll scheint nicht zu stimmen. Ich glaube nicht, dass er noch im März 1945 als er sich "im Reichgebiet" befand (Winsen wurde erst einen Monat später von den Briten befreit) so einfach behaupten konnte "letzter Wohnort Wehrdienst" wenn es nicht wahr war. Ich denke dass wird schon stimmen. Aber warum wurde der Familie dann eine Lüge aufgetischt ? Warum lässt sich nichts, aber auch gar nichts von seiner Person von vor März 1945 finden ? Weder in Südwinsen/Winsen noch sonst wo ...?


Ich würde das gern erfahren. Wer er war, was er war und woher er kam.


Das ist jetzt wieder viel Text. Aber die ganze Geschichte ist halt komplex.
Beste Grüße
Tom

Joanna
15.06.2014, 22:41
Hallo Tom,

ich habe mit Interesse dieses Thema verfolgt.

Was ist denn mit Deiner Oma, der Frau Deines Großvaters? Wo hat sie denn vor 1945 und nach 1945 gelebt?

Es hört sich fast so an, als sei Dein Großvater erst nach oder Ende des 2ten Weltkrieges von Polen nach Deutschland gekommen. Hast Du schon einmal versucht, über das Bundesarchiv EWZ Auskunft zu bekommen?

Und haben sich die Familienmitglieder vielleicht nach dem Krieg gesucht? Auch der Kirchliche Suchdienst in Stuttgart wäre eine gute Adresse.

Was mich allerdings wundert ist, dass Du so sehr an den Aussagen Deines Großvaters zweifelst. Häufig haben die Männer ja außer einem Wehrpass keine weiteren Dokumente bei sich gehabt. Warum sollten sie auch. Denn als sie in den Krieg zogen, dachten sie doch nicht daran, ihre Heimat nicht wieder zu sehen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der suche nach Deinen Ahnen.

Gruß Joanna

Friedtom
16.06.2014, 10:34
Was ist denn mit Deiner Oma, der Frau Deines Großvaters? Wo hat sie denn vor 1945 und nach 1945 gelebt? Hallo Joanna,
meine Großmutter stammt aus Ostpreußen, Gumbinnen. Sie ist um 1943 nachdem ihr erster Mann im Krieg fiel über Bralitz im Oderbruch (heute Kreis Bad Freienwalde), über Gransee ca. 1944-1945 heute Kreis Zehdenick nach Südwinsen gelangt. Irgendwo zwischen Gumbinnen und Südwinsen müssen sich meine Großmutter und mein Großvater getroffen haben. Wo ist nicht klar.

Es hört sich fast so an, als sei Dein Großvater erst nach oder Ende des 2ten Weltkrieges von Polen nach Deutschland gekommen.Das ist es was ich bisher geglaubt hatte und was mir als Kind so erzählt wurde, in einem Satz, wie "Der Opa kam aus Polen...." - Viel wurde darüber nie gesprochen.

Umso überraschter war ich, als ich seine Sterbeurkunde hatte in der steht er sei in Hamburg geboren. Auch dass er aus dem Raum Berlin/Nauen gekommen sein soll war mir völlig neu.

Was mich allerdings wundert ist, dass Du so sehr an den Aussagen Deines Großvaters zweifelst. Häufig haben die Männer ja außer einem Wehrpass keine weiteren Dokumente bei sich gehabt. Warum sollten sie auch. Denn als sie in den Krieg zogen, dachten sie doch nicht daran, ihre Heimat nicht wieder zu sehen. Na, ja...ich dachte ja noch bis vor ein paar Monaten, der Opa kam aus Polen....Die Oma hat einen "Ernährer" gebraucht nachdem der 1. Mann gefallen war und sie mit 2 Töchtern allein da stand, also hat sie sich den Erstbesten genommen und gut....auf der Flucht von Ostpreußen dann noch schwanger geworden und "unterwegs" sei mein Vater dann zur Welt gekommen....so die offiezielle Version.

Meine Recherche bis hier hin zeigt aber, dass es so nicht gewesen sein kann.

Ich finde es zudem bemerkenswert, dass es sehr viele Angaben gemacht wurden nur KEINE davon ist nachprüfbar. Eine Eidesstattliche Erklärung in der er Name der Eltern nennt, aber nicht deren Geburtdaten, -Ort ? In der Erklärung in der er eine Dienststelle in Spandau als Grund einer Versetzung nennt, aber nicht welche ? Hamburg als Geburtsort....eine von wenigen Millionen Städten....Den Großraum Berlin als letzten Wohnort...die nächste sehr überschaubare Region....keine Konkrete Adresse, weder in Hamburg noch in "Bergerdamm" ... ich werde das Gefühl nicht los, dass da Methode hinter steckt - irgendwas scheint faul zu sein.

Zumindest solange bis nicht irgendwann, irgendwas bestätigt werden kann.

über das Bundesarchiv EWZ Auskunft zu bekommen?
Nein - das habe ich bisher nicht. Bis zu einem endgültigen Dementi, durch z. B. eine Gebrutsurkunde die etwas anderes aussagt muss ich ja davon ausgehen, dass mein Großvater in Hamburg geboren wurde, und dort aufwuchs.

Beste Grüße
Tom

Joanna
16.06.2014, 12:58
Hallo Tom,

gut - das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde zweigleisig fahren. Auch ein Ausschluß kann ja bei der weiteren Suche helfen.

Wenn der Opa wirklich in Hamburg geboren sein sollte, dann vielleicht nicht unter dem Namen Majewski, sondern unter "Mai oder Meyer". Unter diesen Namen wurden wohl SGGEE Familie mit dem Namen Majewski gefunden. Wäre ja denkbar, dass er erst in Polen (falls es sich so verhalten hat) den Namen hat ändern lassen.

Ich habe den FN z.B. in Platkownica (ca. 1925) und Laczka (ca. 1939) gelesen. Die Orte liegen ca. 70 km NO bzw. SO von Warschau. Alle Einwohner dieser Orte wurden im September bis Dezember 1939 von der Deutschen Wehrmacht in das "Warthegau" evakuiert. Und diese Personen haben dann zwischen 1939/1941 die Reichdeutsche Staatsangehörigekeit beantragt und können daher meistens im Bundesarchiv gefunden werden. Einige sind wohl dann auch weiter nach Westpreußen oder in den Posener Bereich gezogen.

Und auf Grund der Aussage "Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942" wäre vielleicht auch eine Anfrage bei der WAST interessant.

Sind aber alles nur so Ideen, die mir durch den Kopf gegangen sind, als ich die Texte hier las.

Gruß Jonna

Friedtom
16.06.2014, 13:58
Hallo Joanna,

gut - das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde zweigleisig fahren. Auch ein Ausschluß kann ja bei der weiteren Suche helfen.Da ist natürlich vollkommen richtig. Ich werde das auch aufgreifen und mehrgleisig fahren, denn der direkte Weg führt nicht ans Ziel.

"Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942" wäre vielleicht auch eine Anfrage bei der WAST interessant.Die Anfrage habe ich gestellt, da muss ich eben warten was kommt.

Was ist nach Eurer Meinung von folgendem zu halten:

Das Gemeinde Archiv/Meldregister in Winsen/Südwinsen hat mir folgende Einträge genannt:


Hans Johann Majewski, geb. 20.12.1919 in Hamburg, Elektriker, letzter Wohnort Wehrdienst, Anmeldung in Südwinsen: 16.03.1945, wohnort Behelfsheim



Hans Majewski, geb. 10.07.1910 in Hamburg, Elektriker, zugezogen von Berlin Spandau, Tag der Anmeldung in Südwinsen: 16.03.1945

Das mir vorliegende "tatsächliche" Geburtsdatum meines Großvater in den meisten der Urkunden, Anträge usw. ist der 20.12.1910, Hamburg.

Was darf ich aus diesen Meldedaten interpretieren ?

Musste derjenige der sich anmeldet nicht irgendwie "ausweisen" mit einem Wehrpass z. B. ?
Ist das einfach schlampig vom Beamten ausgefüllt, wenn es am gleichen Tag, 2 Einträge mit unterschiedlichen Daten gibt ? Oder war der Beamte Besoffen ?

Es werden ja kaum Majewski´s erschienen sein, beide Elektriker, ein Hans und ein Hans-Johann, einer aus Spandau der andere Soldat....


Was meint Ihr ist davon zu halten ?


Beste Grüße
Tom

Friederike
16.06.2014, 14:26
Hallo Tom,

auch alte Meldekarten sind mitunter schwierig zu lesen. Hast du aus Winsen
eine Kopie der alten Meldekarte zu deinem Großvater erhalten? Oder hast du
die Daten per Brief übermittelt bekommen?
Falls dir eine Kopie vorliegt, stelle diese doch bitte mal in die Lesehilfe ein, um
sicher zu gehen, dass Hamburg als Geburtsort auch richtig ist.
Wenn in Winsen keine Kopie erstellt werden darf, so frage doch einfach mal, ob
man dort so nett sei und dir wenigstens den entsprechenden Ort kopiert, und
zwar so groß wie eben noch möglich. Das hat bei mir auch schon einmal wunderbar
mit einem für mich wichtigen Namen geklappt.

Joanna
16.06.2014, 15:08
Hallo Tom,

da gebe ich Friederike recht. Wäre gut, wenn wir mal einen Blick auf die Karte werfen könnten.

Wenn Dein Großvater in einem Behelfsheim gewohnt hat, dann wäre vielleicht doch eine Anfrage beim Kirchlichen Suchdienst interessant. Er wird vielleicht Deine Oma oder andere Verwandte gesucht haben. Oder was auch sein könnte, Familienmitglieder haben ihn gesucht.

Unterlagen konnten nur vorgelegt werden, wenn welche vorhanden waren. Wenn Du sagst, Dein Großvater wäre während der letzten Kriegstage nach Deutschland gekommen, dann wird er kaum einen Wehrpass vorgelegt haben. Aber vielleicht hat er auch keinen mehr besessen. Viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene haben ihre Angaben nur durch eine Eidesstattliche Erklärung bezeugen können.

Gruß Joanna

Friedtom
16.06.2014, 17:05
auch alte Meldekarten sind mitunter schwierig zu lesen. Hast du aus Winsen
eine Kopie der alten Meldekarte zu deinem Großvater erhalten? Oder hast du
die Daten per Brief übermittelt bekommen?
Falls dir eine Kopie vorliegt, stelle diese doch bitte mal in die Lesehilfe ein, um
sicher zu gehen, dass Hamburg als Geburtsort auch richtig ist.
Wenn in Winsen keine Kopie erstellt werden darf, so frage doch einfach mal, ob
man dort so nett sei und dir wenigstens den entsprechenden Ort kopiert, und
zwar so groß wie eben noch möglich. Das hat bei mir auch schon einmal wunderbar
mit einem für mich wichtigen Namen geklappt.Nun, ja das ist auch so ein Thema. Also ich habe leider keine Kopie erhalten. Man dürfe das aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht kopieren, "...da die Meldekartei in Listenform geführt wurde und schützenswerte Daten Dritter beinhalte..."

auf meine Frage hin, ob man denn die Daten der Anderen nicht abdecken könne hieß es: "...Die Meldebücher werden aus konservatorischen Gründen nicht kopiert, sie aber sicher sein, dass sich über die Ihnen übermittelten Daten hinaus kein weiter Eintrag dort befindet...."

Das "..." ist jetzt 1:1 so aus dem letzten Schreiben kopiert.

Mein Antrag auf persönliche Einsichtnahme wurde abgelehnt.

Ich habe 44,- Euro für eine stichpunktartige Zusammenfassung "...über die Ihnen übermittelten Daten..." bezahlt die ich nicht prüfen kann, obwohl diese inhaltlich zumindest fragwürdig ist.

Abschließend habe ich nicht das Gefühl, dass man besonders erpicht zu sein scheint mir Hilfestellung geben zu wollen. Die gesamte Konversation mit dem Archiv und Standesamt dort lief irgendwie "komisch" - ander jedenfalls als mit allen anderen Ämtern mit denen ich in diesem Kontext zu tun hatte und das waren einige....

Gruß
Tom

Friedtom
16.06.2014, 17:20
Dein Großvater wäre während der letzten Kriegstage nach Deutschland gekommen, dann wird er kaum einen Wehrpass vorgelegt haben

Mein Großvater hat angegeben seit mind 1937 in Bergerdamm seinen Wohnsitz gehabt zu haben. Das ist im Raum Nauen/Spandau. Er hat weiter angegeben "...durch den Krieg bedingt bin ich mit meiner damaligen Dienststelle von Spandau nach Südwinsen gekommen..." (Quelle: Eidesstattlich Versicherung 1946)

Spandau/Dienststelle, das passt zum Meldekartei Antrag.
Datum war März 1945 - da war der Krieg in Winsen noch nicht vorbei.

Ich schlußfolgere: er kann durchaus nach Südwinsen "versetzt" worden sein. Als Desertuer hätte er sich kaum freiwillig irgendwo gemeldet.
Dann wird er aber einen Wehrpass gehabt haben.

Leider gibt es gar keine Hinweise auf Dienststellen die von Spandau nach Südwinsen gekommen sein könnten. Die Anfrage nach seinem letzt Wohnsitz in Bergerdamm blieb ergebnislos, dort war er nicht gemeldet.

Gruß
Tom

Friederike
16.06.2014, 17:30
Hallo Tom,

mit all diesen Schwierigkeiten wegen der Meldekarten stehst du nicht alleine da -
vielen anderen geht es auch so!

Eine weitere Möglichkeit wäre es, in Hamburg nach alten Meldekarten zu suchen.
Wenn der Großvater 1910 dort geboren worden ist, müssen ja dessen Eltern dort
gelebt haben. Dann muss es auch eine Meldekarte geben, auf der er mit eingetragen
wurde.
Leider übernimmt das Staatsarchiv Hamburg, wo diese alten Meldekarten verfilmt
vorliegen, keine Auftragsrecherchen. Da muss man sich jemanden suchen, der/die
die Suche übernimmt oder selbst vor Ort suchen, falls der Weg nicht zu weit ist.

Joanna
16.06.2014, 20:44
Hallo Tom,

hier kann man natürlich ohne Ende spekulieren!:wink:

Wo wurde denn Dein Vater geboren? Kannst Du darüber an weitere Informationen kommen?

Und Deine Großeltern werden doch nicht auf der Flucht geheiratet haben. Liegt die Heiratsurkunde vor?

Wer hat denn den Nachlass der Großmutter bearbeitet? Vielleicht kannst Du doch mit den Tanten Kontakt aufnehmen und nicht über den Großvater, sondern nach Informationen zur Großmutter fragen. Manchmal gibt es doch noch Dokumente in irgendwelchen Schubladen, von denen wir Ahnenforscher nur träumen. Und evtl. sind sie ja auch bereit Dir zu sagen, zu welcher Zeit genau Dein Großvater bei Ihnen aufgetaucht ist. Und Deine Mutter hat auch keine Erinnerung an die Gespräche mit dem Schwiegervater?

Ich denke, wenn Dein Großvater in Hamburg geboren wurde, dann hätte eine Eidestsattliche Versicherung nicht gereicht, dann hätte er eine Geburtsurkunde anfordern können bzw. müssen.

Aber mehr Ideen habe ich dazu leider auch nicht.

Gruß Joanna

Juergen
16.06.2014, 21:45
Hallo Tom,

also in Hamburg wurde der Geburtseintrag nicht gefunden, wie Du sagst.

Dein Großvater versichert eidesstattlich, dass dessen Eltern MAJWESKY hiessen,
also mit Y.

"Die unbewiesenen Behauptungen meines Großvaters:
geboren 20.12.1910 in Hamburg
Name Johann-Hans Majewski
Vater MIchael Majewsky
Mutter Rosalia Majewsky, geb, Pludo"

Tatsächlich finde ich eine Witwe in Hamburg im Jahre 1911 mit Namen Rosalie MAJWESKY.

Aber es wäre ein Wunder, wenn dies die Mutter Deines Opas war, da der Sohn ja angeblich 1910 in Hamburg geboren wurde.
In Hamburg lebten einige Personen mit FN MAJWESKI aber nur wenige Personen
die sich MAJWESKY schrieben.

--> http://agora.sub.uni-hamburg.de/subhh-adress/digbib/view;jsessionid=3D7CEC069864C19F30DB4948D7DEEFBE.a gora11?did=c1:373142&p=704

Diese Witwe Rosalie Majewsky erscheint erstmals 1909 im Hamburger Adressbuch. Dann passt sie nicht als Mutter.
In den Registern kommt m.M. nach nur Majewski oder Majoewsky vor.

--> http://www.hamburg.de/kulturbehoerde/332-5-standesaemter/

Scheinbar hat die Dame bzw. Ihr verstorbener Ehemann nicht in Hamburg geheiratet,
denn in den Registerbänden ist eine Trauung Michael MAJWESKY mit Rosalie XXX nicht zu finden.

Dass Dein Großvater sich seinen Geburtsort Hamburg ausgedacht hat, kann ich mir nicht vorstellen.
Vielleicht sind seine Geschwister in Hamburg geboren worden und er dachte er wäre ebenfalls in Hamburg
geboren worden.



Gruß Juergen

Friedtom
17.06.2014, 09:51
Moin Juergen,

Tatsächlich finde ich eine Witwe in Hamburg im Jahre 1911 mit Namen Rosalie MAJWESKY.

Aber es wäre ein Wunder, wenn dies die Mutter Deines Opas war, da der Sohn ja angeblich 1910 in Hamburg geboren wurde.
In Hamburg lebten einige Personen mit FN MAJWESKI aber nur wenige Personen
die sich MAJWESKY schrieben.Hm, ja - ich habe mir die entsprechenden "Maj...Seiten" der online gestellten Einwohnermeldeverzeichnisse Hamburgs von 1900-1947 heruntergeladen um dort vielleicht einen Hinweis auf die Eltern meines Großvaters zu finden. Als auffälligste Person ist mir auch die von Dir genannte Rosalie Majewski in Erinnerung. Die war allerdings schon 1909 dort als Witwe eingetragen, daher habe ich das bisher nicht weiter verfolgt.

Es sei denn das Geburtsjahr meines Großvaters würde nicht stimmen, das denke ich aber ist unwahrscheinlich.

Als nächstes habe ich das Erzbistum Hamburg angeschrieben, weil mein Großvater angab katholisch zu sein und die dürften in Hamburg zu dieser Zeit deutlich in der Minderheit gewesen sein. Aber auch das blieb erfolglos.

Dass Dein Großvater sich seinen Geburtsort Hamburg ausgedacht hat, kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht sind seine Geschwister in Hamburg geboren worden und er dachte er wäre ebenfalls in Hamburg
geboren worden.Das glaube ich auch nicht. Er galt als einfach gestrickter Typ ohne fundierte Bildung, der "Arbeitertyp" - einfache, aber ehrliche Leute.
Auch das der Name erfunden ist halte ich für unwahrscheinlich. Dann hätte er sich Meier-Müller-Schmidt genannt, aus Hamburg "mit ohne Papieren, weil "weggebomt" und keine Verwandten (Cousine) präsentiert - das hätte Niemand jemals nachweisen können und gut.

Dein Großvater versichert eidesstattlich, dass dessen Eltern MAJWESKY hiessen, also mit Y.Ja, das ist richtig. Die Erklärung habe ich mal hochgeladen, siehe Anhang.
Auch geladen habe ich einen der Anträge aus denen sich das Geburtsdatum, -Ort mit den Angaben in allen anderen Dokumenten deckt (20.12.1910) keine Übereinstimmung beim Datum gab es nur bei der Meldekartei in Südwinsen.

Die Anträge habe ich deswegen geladen, weil eines zumindest wieder eines merkwürdig ist. Hier hat er als Geburtsort Hamburg, Niedersachsen angegeben. Vielleicht war es in der Nähe von Hamburg, was er später Hamburg zurechnete. Vielleicht waren seine Eltern auch nur vorübergehend in Hamburg und die Geburt wurde später von ihnen einem ganz anderen Standesamt gemeldet. In einer der Geschichten die erzählt werden heißt es die Eltern waren auf dem Weg von Polen in die USA, wollten emigrieren. Doch man ging zurück nach Polen. Wann und warum ist unklar, vielleicht kam die Geburt dazwischen. Vielleicht ist´s auch nur eine Geschichte.

Daher dachte ich ja, der Ansatz über die Cousine zu verfolgen woher die Eltern meines Großaters stammten sein fruchtbarer, da es hier mehr Tragfähigkeit gibt.

Friedtom
17.06.2014, 09:52
und das hier ist der Rest von dem "Hamburg, Niedersachsen" Antrag

Friedtom
17.06.2014, 10:06
Hallo Joanna,

Wo wurde denn Dein Vater geboren? Kannst Du darüber an weitere Informationen kommen?

In Marienthal, Kreis Gransee - heute Zehnedick
Geburtsurkunde habe ich. Darin gibt es gar keine Angaben zum Vater meines Vaters.

nd Deine Großeltern werden doch nicht auf der Flucht geheiratet haben. Liegt die Heiratsurkunde vor?

geheiratet haben sie 1946 in Winsen (Aller) die Heiratsurkunde habe ich. Darin ist der komplette 2. Teil (Eltern der Ehegatten) unausgefüllt. Weil mein Großvater keine Personenstandsurkunde besaß hat er in diesem Zusammenhang die eidesstattliche Erklärung abgegeben (siehe Anhang zuvor)

Wer hat denn den Nachlass der Großmutter bearbeitet? Vielleicht kannst Du doch mit den Tanten Kontakt aufnehmen und nicht über den Großvater, sondern nach Informationen zur Großmutter fragen. Manchmal gibt es doch noch Dokumente in irgendwelchen Schubladen, von denen wir Ahnenforscher nur träumen. Und evtl. sind sie ja auch bereit Dir zu sagen, zu welcher Zeit genau Dein Großvater bei Ihnen aufgetaucht ist.

Den Nachlass meiner Großmutter haben meine Tanten bearbeitet. Meine Großmutter lebte bis zu ihrem Tod bei einer der beiden. Kontakt habe ich. Der ist zwar nicht intensiv aber vorhanden. Meines Tanten wissen nicht mehr als ich über ihren Stiefvater, den sie als Vater wahrgenommen haben. Er war ein einfacher Mann der sich für die Familie buchstäblich totgeschuftet hatte. Er war nie Soldat. Er ist viel angeln gegangen und stand stehts unter dem Oberkommando der Frau.


Gruß
Tom

Friedtom
17.06.2014, 10:15
Hallo Friederike,

Eine weitere Möglichkeit wäre es, in Hamburg nach alten Meldekarten zu suchen.
Wenn der Großvater 1910 dort geboren worden ist, müssen ja dessen Eltern dort
gelebt haben. Dann muss es auch eine Meldekarte geben, auf der er mit eingetragen
wurde.
Leider übernimmt das Staatsarchiv Hamburg, wo diese alten Meldekarten verfilmt
vorliegen, keine Auftragsrecherchen. Da muss man sich jemanden suchen, der/die
die Suche übernimmt oder selbst vor Ort suchen, falls der Weg nicht zu weit ist.

vom Generalregister habe ich auch gehört, dass wäre vielleicht einen Versuch wert. Ich war mir allerdings nicht sicher ob in den Meldekarten etwas anderes (also mehr) steht bzw. erfasst ist als in den Einwohnermeldeverzeichnissen die onlien gestellt wurden ?

Stelle ich es mir richtig vor, dass ich z.B. die Jahre 1905 bis 1912 nach Meldekarten durchsuchen kann in denen einer der gesuchten auftauchen könnte ?

Besten Gruß
Tom

Joanna
17.06.2014, 19:22
Hallo Tom,

so langsam verliere ich den Überblick. Will es aber doch noch einmal versuchen.


In Marienthal, Kreis Gransee - heute Zehnedick
Geburtsurkunde habe ich. Darin gibt es gar keine Angaben zum Vater meines Vaters.

Dann ist Dein Vater unter dem Namen Deiner Großmutter (Geburtsname, Name der ersten Ehemannes) geboren worden. Oder wie habe ich diesen Satz zu verstehen?

Wenn dem so ist und Dein Vater später den FN des Großvaters erhalten hat, müsste ja eine Vormundschaftsakte (beim zuständigen Amtsgericht) vorhanden sein. Dann dort einmal anfragen.


geheiratet haben sie 1946 in Winsen (Aller) die Heiratsurkunde habe ich. Darin ist der komplette 2. Teil (Eltern der Ehegatten) unausgefüllt. Weil mein Großvater keine Personenstandsurkunde besaß hat er in diesem Zusammenhang die eidesstattliche Erklärung abgegeben (siehe Anhang zuvor)

Ja, das ist bekannt. Aber ich wollte auch nicht auf die Eltern hinaus, sondern auf den Geburtsort. Weil Du doch durch die Sterbeurkunde so erstaunt warst, dass er in HH geboren wurde.



Den Nachlass meiner Großmutter haben meine Tanten bearbeitet. Meine Großmutter lebte bis zu ihrem Tod bei einer der beiden. Kontakt habe ich. Der ist zwar nicht intensiv aber vorhanden. Meines Tanten wissen nicht mehr als ich über ihren Stiefvater, den sie als Vater wahrgenommen haben. Er war ein einfacher Mann der sich für die Familie buchstäblich totgeschuftet hatte. Er war nie Soldat. Er ist viel angeln gegangen und stand stehts unter dem Oberkommando der Frau.

Aber sie müssten sich doch erinnern können, wann der Großvater zur Familie gestoßen ist. Schließlich ist Dir doch nicht bekannt, wann und wo sich die Großeltern kennengelernt haben. Zwischen Gumbinnen und Winsen ist ja ein langer Weg.

Gruß Joanna

Friedtom
17.06.2014, 20:28
Hallo Joanna,

so langsam verliere ich den Überblick.

es ist etwas komplex.

Dann ist Dein Vater unter dem Namen Deiner Großmutter (Geburtsname, Name der ersten Ehemannes) geboren worden. Oder wie habe ich diesen Satz zu verstehen?

Wenn dem so ist und Dein Vater später den FN des Großvaters erhalten hat, müsste ja eine Vormundschaftsakte (beim zuständigen Amtsgericht) vorhanden sein. Dann dort einmal anfragen.

Ja, mein Vater wurde unehelich geboren, den Namen hat er erst später in Winsen nach der Heirat vom Vater bekommen. Darüber gibts nur eine Randnotiz in der Abschrift der Geburtsurkunde, die später ergänzt wurde, mehr nicht.

Aber sie müssten sich doch erinnern können, wann der Großvater zur Familie gestoßen ist. Schließlich ist Dir doch nicht bekannt, wann und wo sich die Großeltern kennengelernt haben. Zwischen Gumbinnen und Winsen ist ja ein langer Weg

Die Tanten sind Jahrgänge 42 und 43 mein Vater kam 45. Die Tanten haben den Stiefvater bewusst als "Papa" wahrgenommen. Gefragt wurde nicht viel woher er kam. Erzählt noch sehr viel weniger. Der Papa kommt aus Polen und war im Krieg kein Soldat - basta. Das Regiment der Großmutter war nicht ohne - die hatte die Hosen an, da hat keiner Fragen gestellt.

Gruß
Tom

Joanna
21.06.2014, 02:46
Hallo Tom,

Darüber gibts nur eine Randnotiz in der Abschrift der Geburtsurkunde, die später ergänzt wurde, mehr nicht.

fordere doch einmal beim zuständigen Standesamt aus dem Geburtenregister eine Fotokopie des Geburteneintrages einschließlich aller Randbemerkungen an.

Und von wem wurde die Randnotiz ergänzt? Muss ja mit einem offiziellen Stempel versehen und von einem Standesbeamten unterschrieben worden sein.

Ehrlich gesagt, mir kommt der ganze Vorgang langsam seltsam vor. Aus irgendeiner Unterlage muss ja hervorgehen, ob der Großvater die Vaterschaft anerkannt hat oder er dem Kind infolge der Heirat nur seinen Namen gegeben hat. Aber egal wie, es muss beim Vormundschaftsgericht/ Amtsgericht eine Akte liegen. Auch diese anfordern.

Falls Dein Vater getauft wurde, wäre vielleicht interessant, sich mal den Taufeintrag im Kirchenbuch anzuschauen. Den kannst Du bei der entsprechenden Kirche anfordern. Aber hier nicht den Geburtseintrag, sondern eine Fotokopie des Taufeintrages anfordern.

Nur wenn Du hier Klarheit gewinnst, kommst Du mit Deiner Forschung weiter.

Gruß Joanna

uwe-tbb
21.06.2014, 12:00
Hallo Tom,

alles schön der Reihe nach machen und dann kommst Du auch nicht durcheinander.

In Sachsen Deines Großvaters könntest Du auch bei der Heimatortskartei anfragen. Wenn Du seinen Geburtsort hast, ist das kein Problem, denn dann kommst Du auch an weitere Daten.

http://www.kirchlicher-suchdienst.de/

Viele Grüße

Uwe

Joanna
21.06.2014, 12:22
Hallo Uwe,

diesen Vorschlag habe ich Tom schon am 15.06. unterbreitet. Aber das Problem ist doch, dass zurzeit als Geburtsort Hamburg infrage kommen könnte, aber nicht sicher ist.

Aber wenn Tom alle Vorschläge erst einmal abgearbeitet hat, wird er schon mehr über den Mann seiner Großmutter in Erfahrung bringen.

Schönes Wochenende,
Joanna

uwe-tbb
21.06.2014, 19:22
Hallo Joanna,

da hat er ja erst einmal zu tun.......

Auch Dir ein schönes Wochenende!

Friedtom
23.06.2014, 12:27
Ich fürchte das wird alles ein wenig zu diffus, daher will ich mal versuchen den Stand der Ermittlungen, und das eigentliche Anliegen auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren,



Ich kaum von Außenstehenden erwarten kann sich die ganzen Zusammenhänge „reinzuziehen“

Von meinem Großvater habe ich nur Angaben ab 16.03.1945 eine Sterbeurkunde aus dem Jahr 1973.
Alle Angaben die zur Zeit und Herkunft meines Großvaters gemacht wurden sind seine eigenen Angaben/Aussagen
in eidesstattlichen Versicherungen und Anträgen. Keine einzige dieser Angaben konnte bisher „amtl.“ bestätigt werden.
Es kann bisher keine Geburtsurkunde erstellt werden, da im angegebenen Geburtsort Hamburg nichts im Geburtenregister verzeichnet ist.
Eine Überprüfung der Kirchenbücher bezgl. einer Taufe oder Heirat der Eltern im Bistum Hamburg (kathl.) blieb ebenso erfolglos.
Eine Überprüfung des angeblich letzten Wohnortes vor 1945 in Bergerdamm blieb erfolglos.

Da es nichts mehr greifbares gibt, dass sich belegen ließe um die Aussagen meines Großvaters zu bestätigen habe ich folgendes versucht:
Von einer angeblichen Cousine meines Großvaters liegt mir eine Geburtsurkunde vor.
Von der Mutter dieser Cousine liegt mgl. auch eine verzeichnete Geburt aus einen Kirchenbuch in Klonowa, Polen vor (Danke Juergen !!).
Würde ich eine Geburtsurkunde des Mannes, der Mutter der Cousine also Vaters der Cousine und die Geburtsurkunde eines Bruders eben dieses Mannes,
finden der den Vornamen Michael oder Mikhail oder ähnlich hatte, und den FN Majewsky – dann wären die Aussagen meines Großvater in weiten Teilen
bestätigt und die Herkunft auch klar.

Wenn meine bisherigen Recherchen zutreffen, dann sollte die gesuchten aus Klonowa, Lututow Grßraum Lodz oder dem Raum Krotoschin stammen.
Auf diese Regionen würde ich die Suche konzentrieren.
Und dort werden gesucht:
Stephan Majewsky (der Vater der Cousine) soll im Jahr 1893 geboren sein, die Ehefrau scheint gefunden (Krystina Lorentz, aus Klonowa, geb. 1891)
Sein Bruder und damit meistgesuchter Vater meines Großvaters soll Michael Majewsky gewesen sein. Seine Ehefrau soll Rosalia geb. Pludo, Plüdo , Pleudo oder Peudo gewesen sein.
Da mein Großvater Jahrgang 1910 ist und die Cousine Jahrgang 1916 nehme ich an Michael Majewsky wird ein älterer Bruder Stephan Majewsky´s gewesen sein, also vermutlich vor 1893
geboren sein.

Soweit der Versuch einer knappen Zusammenfassung.
Falls da Jemand helfen kann oder zufällig mal über einen passenden „Majewsky“ stolpert oder gestolpert ist….dann bitte melden…!


Danke

Tom

Joanna
23.06.2014, 18:12
Hallo Tom,

und ich frage noch einmal: welcher Geburtsort vom Bräutigam steht in der Heiratsurkunde Deiner Großeltern? Egal, ob Nachweis oder Eidesstattliche Erklärung, es muss ein Geburtsort drin stehen. Ich gehe doch davon aus, dass Dir die Heiratsurkunde vorliegt. Vielleicht wäre es sinnvoll, auch hier ein Kopie aller Unterlagen mit sämtlichen Randvermerken aus dem Heiratsregister anzufordern.

Mit der Geburtsurkunde Deines Vaters wäre analog zu verfahren. Aber das hatte ich ja schon geschrieben.

Und bevor Du darauf wartest, ob jemand über einen passenden Majewsky stolpert, wäre es doch auch vernünftig, die Unterlagen beim Bundesarchiv/EWZ anzufordern sowie eine Afrage beim Kirchlichen Suchdienst zu starten.

Es nutzt natürlich alles nichts, wenn Dir Vorschläge unterbreitet werden, die aber für Dich nicht infrage kommen.

Du arbeitest m.E. mit zu vielen könnte/sollte/wahrscheinlich/eventuell. Aber die Aussagen des Großvaters ließen sich vielleicht belegen, wenn Du die Kopien der Register sowie die Unterlagen in Berlin und Stuttgart anfordern würdest.

Gruß Joanna, die sich jetzt aber aus diesem Thema verabschiedet.

Juergen
23.06.2014, 22:01
Hallo Tom,

ick noch mal.

Ich stelle ganz frech die Behauptung auf, dass es den Familiennamen Pludo, Plüdo, Pleudo nicht weder
in Dt. noch in Polen gibt.

Daher habe ich geschaut, welche ähnlichen FN in Hamburg vorkommen.

Du hast auch schon die Schreibweise PEUDO vorgeschlagen. Dein Opa schrieb das e wie oft so wie l.

Tatsächlich gab es wenige Personen mit Namen Poyda in Hamburg.

In der eidesstattlichen Erklärung 1946, behauptet
der Hans MAJEWSKI, ihm sei nicht möglich gewesen,
eine Neubeschaffung der Familienpapiere aus Hamburg
zu erhalten und dies trotz mehrmaliger Versuche.

Entweder das StA. Hamburg arbeitete 1946 noch nicht vernünftig oder er hat gelogen und die Papiere nicht angefordert.

Inwiefern es nach dem Krieg möglich war, seine Herkunft aus bestimmten Gründen zu verschleiern, weiß ich nicht.

Viel Grüße
Juergen

Friedtom
23.06.2014, 22:29
Hallo Joanna,

und ich frage noch einmal: welcher Geburtsort vom Bräutigam steht in der Heiratsurkunde Deiner Großeltern? Egal, ob Nachweis oder Eidesstattliche Erklärung, es muss ein Geburtsort drin stehen. Ich gehe doch davon aus, dass Dir die Heiratsurkunde vorliegt. Vielleicht wäre es sinnvoll, auch hier ein Kopie aller Unterlagen mit sämtlichen Randvermerken aus dem Heiratsregister anzufordern.

Das habe ich schon geschrieben. Es steht in allen Urkunden (Sterbeurkunde, Heiratsurkunde, Flüchtlingspass, Melderegister und verschiedene Anträge überall Hamburg und der 20.12.1910). Ich habe doch diese Unterlagen.

Das ist ja mein Problem. Das was drin steht, scheint nicht zu stimmen....

Und bevor Du darauf wartest, ob jemand über einen passenden Majewsky stolpert, wäre es doch auch vernünftig, die Unterlagen beim Bundesarchiv/EWZ anzufordern sowie eine Afrage beim Kirchlichen Suchdienst zu starten

Grundvoraussetzung für eine recherche beim Bundesarciv oder WAST ist ein Geburtsdatum/Ort.....genau das habe ich aber doch nicht....Soll ich eine Suchanfrage mit einem Datum/Ort starten dessen Richtigkeit nicht bestätigt ist ?

Gruß
Tom

Juergen
23.06.2014, 22:43
Sorry Tom,

ich habe mich geirrt, die Dame hieß Rosalie PELJEWSKI, habe mich gewundert
dass ich den Eintrag nicht wieder finde. Ich lösche verbessere es oben. .(

Juergen

Friedtom
23.06.2014, 22:46
Hallo Jürgen,

Zunächst 190X heiratet eine Rosalie MAJEWSKI in Altona laut StA.-Register. Wen weiß ich nicht.
Ich finde den Eintrag nicht mehr wieder.

Ich nehme an, es handelt sich um den Mädchennammen in den Registern oder?
Was sagt mir die Nr. 61, finde ich auch den Ehemann unter Nr. 61 im Generalregister Von StA. Altona?

....o.k....das sind neue Informationen für mich, ich weiß nicht (noch) was ich damit anfangen kann. Altona....in dem einen Antrag erwähnt er ja Hamburg / Niedersachsen - Altona eine ehemals holsteinische Stadt vor 1937. Das würde eher nicht passen. Aber hier passt vieles nicht auf Anhieb zusammen.

Woher hast Du diese Infos....:wink:

Ansonsten stelle ganz frech die Behautung auf, dass es
den Familiennamen Pludo, Plüdo, Pleudo nicht weder
in Dt. noch in Polen gibt.

Daher habe ich geschaut, welche ähnlichen FN in Hamburg vorkommen.

Du hast auch schon die Schreibweise PEUDO vorgeschlagen. Dein Opa schrieb das e wie oft so wie l.

Tatsächlich gab es wenige Personen mit Namen Poyda in Hamburg.


ja...da stimme ich Dir vollkommen zu die NN Pludo, Plüdo oder Pleudo hab ich auch nirgends finden können. Du hast ja die Erklärung gelesen. Schwierig da was anderes zu entziffern. Poyda bin ich noch nicht drauf gekommen.

Entweder das StA. Hamburg arbeitete 1946 noch nicht vernünftig oder er hat gelogen und die Papiere nicht angefordert.

Ja - eins von beidem. Wenn ich einem Recherche Dienstleister aus HH glauben schenken darf, dann sind die Unterlagen der Jahre 1900-1930 zu >99% vollständig erhalten und wurden sorgfältig geführt. Das betrifft Meldeunterlagen wie auch Heirats- und Geburtsregister.

Ich halte es zudem für möglich, dass die Eltern meines Großvater ihm das Datum und den Ort hinterher erzählt haben. Er kann dort auch geboren sein, vielleicht wurde die Geburt jedoch amtlich später dann "i r g e n d w o" erfasst, wenn die Majewsky´s sich nur vorübergehend in Hamburg aufhielten und er dort sozusagen auf der Durchreise zur Welt kam. Ich glaube nicht jedes Kind wurde im Kreissaal geboren Anfang des lezten Jahrhunderts. Sollte das der Fall sein, dann kann ich lange suchen.

Deshalb ja der Cousinen Ansatz um zumindest die Existenz der Eltern nachzuweisen.

Gruß
Tom

Juergen
23.06.2014, 23:00
Hallo Tom,

die Info war eine Fehlmeldung meinerseits, doch nicht MAJEWSKI sondern PLAJEWSKI.

Die Register-Bände Hamburg; Altona usw. sind doch online einsehbar aber nur Geburten bis 1901.

Siehe hier:
--> http://www.hamburg.de/kulturbehoerde/332-5-standesaemter/4133090/start/

Mich würde interessieren, wie man die passende Braut zum jeweiligen Bräutigam
in den Registern findet. Nur so am Rande gefragt.

Wenn ich die Nummer und den Monat der Heirat kenne, finde ich dann auch die Braut bzw. den Bräutigam?

Gruß Juergen

Friedtom
29.07.2014, 14:28
ein "kurzes" update....

ein beautragter Genealoge konnte in Hamburg keine Hinweise in den Mikrofilmen der Melde-, Heirats-, Sterbe- oder Geburtenregistern (auch nicht in denen der Hamburger Vororte vor dem Groß Hamburg Gesetz 1937) die in irgendeiner Art und Weise zu meinem Großvater oder seinen Eltern passen könnten gefunden.

Der Landkreis Havelland konnte keine Meldeadresse meines Großvaters von vor März 1945 bestätigen.

Damit bleibt es weiterhin fraglich ob sein Geburtsdatum und -ort stimmen kann. Beides ist jedoch gerade für eine weitere Recherche, die von einigen schon vorgeschlagen wurde, wie z. B. kirchlicher Suchdienst eine Mindestangabe.

Nach wie vor ist die konkretste Spur, die Cousine meines Großvaters, geboren 1916 in Wüsten-Buchholz, heute Stadt Perleberg. Gelebt hat die Familie der Cousine mind. bis zur Volkszählung 1918 in Melkof in der Nähe von Ludwigslust.

Ich fasse also alles greifbare noch einmal zusammen:

gesucht werden alle Hinweise zu:
Johann-Hans Majewski (Foto siehe Profilbild)
vermutl. geb. 20-12-1910
angebl. in Hamburg
wohnhaft von 1939-1945 angebl. in Bergerdamm bei Nauen
seit Mai 1942 angebl. zur Wehrmacht eingezogen
seit März 1945 gemeldet in Südwinsen (Aller) heute Gemeinde Winsen
Beruf: Elektriker
verstorben: 1973

Seine Cousine soll gewesen sein:
Helene Majewski, geb. 14.03.1916 in Wüsten Buchholz
Mutter (von Helene): Christina Majewski (geb. Krystyna LORENTZ in der kath. Pfarre Klonowa, Geburt in Leliwa, bei Klonowa.
1891 Nr. 108: geboren: Krystyna Lorentz; Eltern: Idzi LORENTZ und Marianna Paroń in Klonowa Powiat
Vater (von Helene): Stephan Majewski, Geburtsort bisher unbekannt, vermutl. Krotoschin, Geburtsjahr soll lt. Urkunden der Tochter Helene 1893 sein.

Helene Majewski kam ebenfalls 1945 nach Südwinsen wie mein Großvater.
Sie heiratete erstmals 1947 Erich Papenburg in Winsen. Die erste Ehe blieb kinderlos. Ihr Mann starb und Sie heiratete das 2. mal Gustav Bittner. Ihr 2. Mann starb 1993 und wurde in Wathlingen Kreis Celle beigesetzt. Helene Bittner (geb. Majewski) starb am 08.09.1994. Ob die 2. Ehe Nachkommen hatte ist unbekannt.

Bekannt hingegen ist, dass Helene eine Schwester Namens Christel Majewski hatte die evtl. noch am Leben sein könnte und im Raum Düsseldorf lebt(e). Christel Majewski war die Patentante meines Vaters anlässlich seiner Konfirmation 1959. Christel Majewski soll eine Tochter namens Monika gehabt haben.

Da es vermutlich schwierig werden wird bzw. schon schwierig ist Informationen über meinen Großvater zu finden oder bestätigt zu bekommen, nehme ich gern JEDEN Hinweis zu folgenden Personen mit in meine Recherche auf:

Helene Bittner, geb. Majewski, geb. 1916 in Wüsten-Buchholz
verstorben 08.09.1994

Christel Majewski, Geburtsdatum und -Ort unbekannt.
letzter bekannter Wohnort Düsseldorf oder Raum Düsseldorf.
Vermutlich eine Tochter Namens Monika.

Sachdienliche Hinweise sind jederzeit willkommen.
Noch ein Hinweis: Eine Recherche bei der WAST über meinen Großvater läuft obwohl sein Geburtsdatum und -ort unbestätigt bleiben.

Danke nochmals
Tom

Klingerswalde39_44
29.07.2014, 14:38
Damit bleibt es weiterhin fraglich ob sein Geburtsdatum und -ort stimmen kann. Beides ist jedoch gerade für eine weitere Recherche, die von einigen schon vorgeschlagen wurde, wie z. B. kirchlicher Suchdienst eine Mindestangabe.


Tom[/FONT]

Hallo,

bist Du Dir da sicher? Hast Du mit denen schon mal telefoniert und Dein "Problem" geschildert?

An deiner Stelle würde ich die Dir bisher "bekannten" Daten über Deinen Großvater im Moment einfach mal vergessen und sozusagen "bei Null anfangen".

Mike_M
19.09.2014, 10:53
Guten Tag,

mein name ist Mike Majewski und auch ich hatte nach Verwandten, bzw. Angehörigen gesucht. Leider ohne Erfolg, da auch nicht mit dem nötigen Nachdruck.
Mein Opa, wie auch mein Vater, sind früh verstorben. Nur noch meine Oma lebt. Ich weiß aber, dass die Majewski´s (mein Teil der Familie) seit über 100 jahren in Berlin waren.
ich weiss nicht ob diese Informationen vielleicht irgendwann nützlich sein könnten, aber ich werde nochmals meine Oma fragen und hoffentlich Antworten bekommen. Sie ist 1918 geboren. Mein Opa 1911.
Es gab noch einen Karl Majewski.
Ich hoffe ich kann noch einige Infos hier abschmeissen, nachdem ich mit meiner Oma gesprochen habe. Vielleicht hängt es ja mit Glück irgendwie zusammen.

Viele Grüße
Mike

Mike_M
19.09.2014, 11:40
Nach einem Telefonat mit meiner Oma erzählte Sie mir zu unserer Familie folgendes:

Mein Opa, Kurt Majewski geboren nähe Polens 1916 (nicht 1911), hatte 3 Geschwister: Karl Majewski, Frieda Majewski, Heini Majewski.
Sie kamen ca. 1925 nach Berlin.

ich hatte Sie explizit nach Michael und Stephan Majewski gefragt, kannte aber keinen mit diesem Namen.
Also war ich wahrscheinlich keine große Hilfe, obwohl ich selbst gern noch etwas über meine Familie wissen wollen würde.

Vielleicht kreuzt sich unsere Familienvergangenheit irgendwo?

Gruß
Mike Majewski

Friedtom
14.09.2015, 11:44
Hallo,

bist Du Dir da sicher? Hast Du mit denen schon mal telefoniert und Dein "Problem" geschildert?

An deiner Stelle würde ich die Dir bisher "bekannten" Daten über Deinen Großvater im Moment einfach mal vergessen und sozusagen "bei Null anfangen".

Das habe ich getan. Leider auch ohne Erfolg.

Mir bleiben also nur folgende Daten:

vermutlicher Name meines Großvaters: Johann-Hans Majewski
Geburtsdatum: 20.12.1910 (unbestätigt)
Geburtsort: Hamburg (lt Eidesstattl. Erklärung - ist aber fragwürdig)
Angaben zu seinen Eltern: angeblich Michael und Rosalia Majewsky

Sein nachweisliches Leben beginnt mit seiner Anmeldung im März 1945 in Südwinsen, im Landkreis Celle. Die Sichtung der Einträge in das damalige Melderegister wurde mir aus Datenschutzgründen untersagt. Die Angaben stammen von einer Mitarbeiterin des Archives der Gemeindeverwaltung aus Winsen/Aller. Ich hatte generell nicht den Eindruck das man dort sehr hilfsbereit zu sein scheint, wenn es darum geht Nachforschungen in dieser Zeit anzustreben. Kann es dafür evtl. Gründe geben....? Wer weiß....

Falls irgend Jemanden gibt, der über den Namen Johann-Hans Majewski in Verbindung mit Winsen/Aller, Bergerdamm, Nauen, Spandau, Wüsten-Buchholz, Zehendiek, Marienthal, Gransee - evtl. auch Düsseldorf (Christel, oder Christina Majewski) irgendwelche Informationen hat - BITTE MELDEN !

Evtl. auch in Verbindung zu meiner Großmutter, die er vor 1945 getroffen haben muss. Geheiratet haben beide erst 1947 in Wissen/Aller - aber mein Vater kam unehelich bereits im Juni 1945 in Marienthal, Gransee - heute Kreis Zehendiek zur Welt.

Mein Großmutter hieß zu dieser Zeit Elfriede Schumacher (verw.) geb. Theophil aus Ostpreußen. Meine Großmutter muss sich 1944/1945 im Raum des heutigen Zehnecke aufgehalten haben und hat dort vermtl. meinen Großvater kennengelernt.

Es gab eine Person von der mein Großvater behauptet hat es sei seine Cousine gewesen.
Das war Helene Majewski. Von ihr habe ich eine Geburtsurkunde. Helene kam aus Wüsten-Buchholz und wurde 1914 geboren. Auch wer ihre Eltern waren ist mir bekannt. Komisch ist dass auch Helene neue Papiere mit einer Eidesstattlichen Erklärung in Südwinsen bekam. Komisch ist auch das Helene einen Bruder hatte der ....Zufall oder nicht Johann hieß....
Dieser Bruder könnte auch mein Großvater sein....Leider weiß ich nicht was mit diesem Bruder passiert ist, denn eigentlich ist diese Helene nicht meine Ahnenreihe....

Nach wie vor bin ich für JEDEN Hinweis dankbar. Meine Hoffnung jedoch schwindet herauszufinden WER mein Großvater tatsächlich war.

Danke & Gruß
Friedtom

Friedtom
14.09.2015, 13:01
kleiner Nachtrag : Meine Großmutter muss sich 1944/1945 im Raum des heutigen Zehnecke aufgehalten haben und hat dort vermtl. meinen Großvater kennengelernt.


Autokorrektur ist Fluch und Segen. Es muss richtig heißen

....heutigen ZEHENDIEK aufgehalten haben..... (Gransee, Brandenburg)

Gruß
Friedtom

Friederike
14.09.2015, 13:04
Geheiratet haben beide erst 1947 in Wissen/Aller


Hallo,

liegt dir zu der standesamtlichen Heiratsurkunde schon die dazugehörige Sammelakte vor? Daraus könnte noch ein wenig mehr hervorgehen.
Sorry, falls das Thema Sammelakte hier in diesem Thread bereits besprochen wurde -
ich habe keine Lust, alle 6 Seiten durchzulesen.

Friedtom
14.09.2015, 14:44
liegt dir zu der standesamtlichen Heiratsurkunde schon die dazugehörige Sammelakte vor? Daraus könnte noch ein wenig mehr hervorgehen.
Sorry, falls das Thema Sammelakte hier in diesem Thread bereits besprochen wurde -
ich habe keine Lust, alle 6 Seiten durchzulesen.

nein - das Thema Sammelakte ist mir neu.
Das Standesamt in der Gemeinde Winsen/Aller sowie auch das Gemeindearchiv bzw. deren Mitarbeiterinnen sind nicht sehr erpicht auf Hilfestellung gewesen. Die wenigen Informationen die ich dort erhielt flossen zäh und es war ein teures Unterfangen (die Höhe Gebühren sind eine Frechheit gewesen).

Was ich erhielt, war die Kopie der Eidesstattlichen Erklärung meines Großvaters, eine Heiratsurkunde und eine lieblose "Abschrift" der Melderegistereinträge zum Namen Majewski. Alles in Allem hat das 120,- Euro gekostet.

Erschöpfender (und kostenlos!) waren dann Kopien von Anträgen die ich vom LK Celle erhielt mit denen mein Großvater in den 50er Jahren versucht hat seinen Flüchtlingsausweis zu verlängern. Dieser Ausweis wurde zuvor einmal ausgestellt von der Gemeinde Südwinsen die darüber (angeblich) gar keine Unterlagen mehr hat....(Wieso hatte er sowas überhaupt ?? - das hätte evtl. die Gemeinde erklären können....)

Die Gemeinde Südwinsen war bis in die 80er Jahre "autonom" danach wurde sie zur Samtgemeinde Winsen/Aller. Angeblich seinen die Unterlagen der ehem. Gemeinde Südwinden nur ein paar Umzugskartons in einem Privaten Haus gewesen als sie dem Gesamtgemeinde Archiv zugeführt wurden.

Ich habe eher den Eindruck diese Unterlagen sollen nicht zu sehr in den Blick der Öffentlichkeit gelangen. Winsen/Aller hat heute aufgrund der Nähe zu Bergen/Belsen eine sehr gegen Rechts gerichtetes Außendarstellungsbedürfnis, was sehr zu begrüßen ist.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass es sehr viele Hardliner in der Region gab auch über das Kriegsende hinaus. Es würde nicht in die heutige Außendarstellung der Gemeinde passen, würde man feststellen, dass es evtl. einige "politisch Verfolgte ex Nazis" gab die dort untergetaucht waren - vielleicht auch mein Großvater.

Vielleicht gabs aber auch tatsächlich nur ein paar Kartons.
Datenschutz aber halte ich für ein wenig weit hergeholt.
Das Staatsarchiv in Hamburg aus dieser Zeit ist komplett online einsehbar und in Winsen/Aller soll man aus Datenschutzgründen nicht "in ein paar Kartons wühlen" dürfen ??

Ich finde das zumindest Merkwürdig und möchte damit sagen, dass ich nicht glaube aus Winsen eine "Sammelakte" zu erhalten. Und wenn doch dann nur für sehr, sehr viel Geld....

Gruß
Friedtom

Friederike
14.09.2015, 15:41
Da du bereits im Besitz der Heiratsurkunde bist, hast du auch die entsprechende
Registernummer. Mit dieser Registernummer sollte die Sammelakte schnell zu finden
sein, sodass nicht groß Suchgebühren anfallen können.
Vielleicht rufst du dort mal im zuständigen Standesamt an und fragst vorher, was die
Kopien aus der Sammelakte dich kosten würden - dann erlebst du wenigstens keine
böse Überraschung.

uwe-tbb
14.09.2015, 16:53
Es gibt "Sammelakten" in den Standesämtern von Geburtseinträgen, Heiratseinträgen und Sterbeinträgen allerdings nicht von allen Jahrgängen. Habe erst kürzlich bei einem Standesamt wegen so einer Akte angefragt und tatsächlich waren Unterlagen von meinem Großvater darin vorhanden.

Das kann allerdings sehr teuer werden, denn die Standesbeamten geben nicht gerne Einsicht in diese Akten - die Gebühren sind um einige höher wie bei einer Urkunde.

Friedtom
15.09.2015, 15:59
ich habe die Standesbeamtin noch einmal angeschrieben. Die Antwort kam schneller als erwartet. Es würde mir bereits eine Kopie des kompletten Sammelakten Ordners vorliegen, deren Inhalt sich auf die Heiratsurkunde (die leider unvollständig ist denn es fehlen Angaben zur Herkunft) und die Eidesstattliche Versicherung beschränken. Zudem habe ich Angaben über meinen Vater erhalten, eine Vaterschaftsanerkennung über das Amtsgericht in Zehendieck - mehr soll es dort nicht geben.

Aber ganz ehrlich, ich war ja persönlich dort gewesen, vor etwas über einem Jahr.
Es kam mir schon so vor als ob diese Frau nicht so recht verstanden hat oder es nicht verstehen wollte wer ich bin und wonach ich suche. Auch die Angaben die ich aus dem Melderegister bekam scheinen mir sehr durcheinander zu sein.

Das mein Vater unehelich geboren wurde und sein Geburtsname zunächst "Theophil" war und dann später auf Majewski geändert wurde nachdem die Vaterschaft durch meinen Großvater anerkannt wurde macht es entweder unübersichtlich - oder er war gar nicht der leibliche Vater. Oder er war Jemand anderer - ich weiß nicht wo ich weitermachen könnte.

Wenn sich wenigsten i r g e n d e t w a s von den Behauptungen beweisen ließe...Also dass er aus Bergerdamm/Spandau kam....das er bei der Wehrmacht dort war....dass er mit seiner Dienststelle versetzt worden sei...das sich irgendeiner von den Majewski´s finden lassen würde in Düsseldorf oder Wüsten-Buchholz mit denen er verwandt gewesen sein will.....dann gäbe es einen Ansatz.

Aber nichts ist bisher bestätigt. WAST hat sich seit mehreren Monaten nicht gemeldet. Ich glaube ich nicht dass mit wagen Angaben die vorne und hinten erfunden sein können etwas finden lässt.

Interessant ist dass meine Tanten, die 2 Kinder meiner Großmutter aus 1. Ehe behaupten mein Großvater sei nie beim Militär gewesen. Das past auch nicht mit den Angaben zusammen die er bei dem Behörden gemacht hat.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass es in den letzten Monaten des Krieges in einem recht fanatischen Teil des Reiches möglich war sich als Soldat bei einer Meldestelle anzumelden, obwohl man kein Soldat war....?

Gibt es noch Ansätze die ich verfolgen könnte ?

Gruß
Friedtom