#21  
Alt 11.11.2009, 19:24
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Standard Mord

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1838

Am Himmelfahrtstage den 24. Mai d. J., in der Mittagsstunde, ward die Ehefrau des Trödlers Herrmann, Louise Christine geb. Böttcher, in ihrer Parterrewohnung, Weinmeisterstraße Nr. 9, durch Hammerschläge am Kopf ermordet und beraubt gefunden, ohne daß bis jetzt durch die sorgfältigsten Nachforschungen der Thäter zu ermitteln gewesen ist. Die Wichtigkeit des Falles, und die Möglichkeit, daß unbekannte Zeugen existiren, die, wenn auch nicht den Raubmord selbst, doch solche Umstände zu bekunden vermöchten, welche auf einen bestimmten Thäter schließen lassen, verpflichtet das unterzeichnete Kriminalgericht, die öffentliche Aufforderung zur Meldung an alle diejenigen ergehen zu lassen, denen eine solche Wissenschaft beiwohnt, und die, ihrer Bürgerpflicht eingedenk, sich die Genugthuung verschaffen wollen, im allgemeinen Interesse des Publikums dahin mitgewirkt zu haben, daß ein so verabscheuungswürdiges Verbrechen nicht ungeahndet bleibe. Die Meldung erfolge von hiesigen Einwohnern im Kriminalgerichtsgebäude, Molkenmarkt Nr. 3, zwei Treppen hoch, Verhörzimmer Nr. 14, an jedem beliebigen Wochentage, Vormittags, persönlich, von Auswärtigen schriftlich.

Wir versichern, daß alle dadurch etwa entstehenden Versäumniß-Kosten oder baare Auslagen sofort erstattet werden sollen, und erwarten, diese Aufforderung werde der allgemeinen Beachtung so theilhaftig werden, wie sie es bei der Wichtigkeit des Gegenstandes vollkommen verdient.

Berlin, den 27. Oktober 1838
Die Kriminal-Deputation des Köngl. Stadtgerichts
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  #22  
Alt 07.12.2009, 12:40
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Standard Belobung

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1838

Dem Studiosus juris Herrmann Mittelstädt aus Berlin, ist für die am 14. August d. J. zu Schneidmühl von ihm bewirkte Rettung eines Mannes aus der Gefahr des Ertrinkens im Küddenflusse, die für dergleichen Handlungen gestiftete Erinnerungs-Medaille, mittelst Rescripts des Königl. Ministerii des Innern und der Polizei vom 30. November d. J. verliehen worden.

Berlin, den 12. Dezember 1837
Königl. Polizei-Präsidium
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  #23  
Alt 07.12.2009, 13:06
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Amtsblatt der Königlichen Kurmärkischen Regierung Potsdam 1816

Der unten näher bezeichnete Bediente Carl Fischer ist seinem Herrn heimlich entlaufen, und hat demselben 100 Rthlr. 1/2 Stück entwendet. Alle Zivil- und Militairbehörden werden ergebenst ersucht, auf den Fischer ein wachsames Auge zu haben, ihn im Betretungsfalle zu verhaften, die bei ihm sich vorfinden Gelder und Sachen in Beschlag zu nehmen, und mich demnächst davon benachrichtigen zu lassen.

Berlin, den 8ten Januar 1816
Königlicher Staatsrath und Polizeipräsident von Berlin

Personbeschreibung:
Der Bediente Carl Fischer, aus Pichelswerder bei Spandau gebürtig, ist 36 bis 38 Jahre alt, 5 Fuß 7 Zoll groß, hat eine braune gesunde Gesichtsfarbe, schwarzes Haar und spricht mehrere Sprachen.
Bei seiner Entweichung trug er einen hellgrauen Ueberrock, dunkelgrauen Militairmantel ohne Abzeichen, eine schwarze Kasimirweste, schwarztuchene Ueberknöpfbeinkleider mit gelben Knöpfen und einer großen Flicke auf der linken Oberlende, und einen runden mit Wachstaffent überzogenen Hut.

Amtsblatt der Königlichen Kurmärkischen Regierung Potsdam 1816

Der verabschiedete Husar Johann Friedrich Gebhardt hat sich mit seiner Ehefrau, nach Verübung eines Diebstahls, heimlich von hier entfernt. Alle Zivil- und Militairbehörden werden deshalb ersucht, auf die unten näher bezeichneten Verbrecher ein wachsames Auge zu haben, sie im Betretungsfalle zu verhaften, sämmtliche bei ihnen sich vorfindende Gelder und Sachen in Beschlag zu nehmen, und mich demnächst davon benachrichtigen zu lassen.

Berlin, den 8ten Januar 1816
Königlicher Staatsrath und Polizeipräsident von Berlin

Personbeschreibung
Der vom Herzoglich Braunschweig-Oelsschen Korps verabschiedete Husar und Seidenwirkergeselle Johann Friedrich Gebhardt ist 22 bis 24 Jahre alt, aus Berlin gebürtig, 5 Fuß 3 Zoll groß, hat bräunliches Haar, blaue Augen, eine etwas starke kurze Nase, einen mittelmäßigen Mund, rothe Wangen, auf welchen abwechselnd sogenannte Hitzpickeln sich zeigen; er trägt einen starken Backen- auch einen Schnurrbart.
Bekleidet war er mit einer schwarzen Husarenjacke ohne Schnüre, grauen, alten mit Leder besetzten langen Beinkleidern, Schuhen, schwarzen Stiefeletten, und einer schwarzen Mütze, an welcher rund herum ein weißer Strich und ein Schirm befindlich war.

Die verehel. Wilhelmine Gebhardt, geborene Schultz, ist 32 Jahr alt, aus Hamburg gebürtig, mittlerer, etwas starker Statur, hat schwarzes Haar, schwarze Augen, eine lange spitze Nase, ein längliches Gesicht, eine gesunde Gesichtsfarbe und einen starken Busen. Sie ist besonders daran kenntlich, daß ihr die obern Vorderzähne sämmtlich fehlen. Bekleidet war sie mit einem wollenen blaugestreiften Rocke, einem blau und roth gezeichneten Kamisol mit kurzen Aermeln und mit einem rothen Tuche. Auf dem Kopfe trägt sie eine ordinäre Haube, mit einem rothwürflichen Tuche umbunden. Außer diesen Kleidungsstücken führt sie noch bei sich, einen grüntuchenen Spencer, eine blaue mit hellbauen Streifen bezeichnete Schürze, ein blaukattunenes Kleid, mehrere bunte Tücher und eine blau- und weiß schmalstreifige Schürze mit einer Frisur.

Amtsblatt der Königlichen Kurmärkischen Regierung Potsdam 1816

Der Bediente Heinrich Samuel Zeisiger hat sich des Diebstahls dringend verdächtig gemacht, und seiner Verhaftung und seiner Verhaftung durch die Flucht sich zu entziehen gewußt. Alle Zivil- und Militairbehörden werden dienstlich ersucht, auf den Entwichenen, welcher unten näher bezeichnet ist ein wachsames Auge zu haben, ihn im Betretungsfalle zu verhaften, die bei ihm sich vorfindlichen Gelder und Sachen in Beschlag zu nehmen, und mich demnächst davon benachrichtigen zu lassen.

Berlin, den 15ten Januar 1816
Königl. Staatsrath und Polizeipräsident von Berlin

Personbeschreibung:
Der Bediente Heinrich Samuel Zeisiger ist 26 Jahre alt, aus Berlin gebürtig, 5 Fuß 6 Zoll groß, hat braune Haare, dergleichen Augen, wenig Bart und eine blasse Gesichtsfarbe. Auf dem rechten Fuße hinkt er etwas. Er hat die Schneiderprofession erlernt und früher in Kaiserlich Oesterreichischen Militairdiensten gestanden.
Bei seiner Entweichung trug er einen dunkelgrünen Ueberrock mit gelbem Besatz.

Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam 1816

Nachbenannte Personen können aus der Straf- und Besserungsanstalt zu Spandow entlassen werden, wenn sich ein ehrlicher Broterwerb für sie findet:

1) Johann Christian Friedrich Wilhelm Böhmke, 16 Jahr alt, Pantoffelmacher,
2) Johann Christian Friedrich Grube, 23 Jahr alt, Handarbeiter und guter Landwollen-Maschinenspinner,
3) Johann Christian Friedrich Kersten, 18 Jahr alt, Handarbeiter und Maurerlehrling.

Wer einen derselben in Dienst nehmen will, hat sich an die Administration der gedachten Anstalt zu wenden, welche nähere Auskunft geben wird.

Den 11ten November 1816
Königliche Regierung zu Potsdam
Erste Abtheilung
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  #24  
Alt 08.12.2009, 20:27
wonnypooh wonnypooh ist offline
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Standard Zufallsfund - diverse Namen

Hallo,

in einem persönlichen Geburtstagskalender meiner Grossmutter habe ich viele Daten von Verwandten gefunden.
Ich kenne ca. 90 % der Namen, alles sind es Verwandte.
Unter den restlichen, mir nicht bekannten 10% finden sich folgende Namen und Geburtsdaten:

Emma Kobilke *16. September 1884;
Luise Kühnbaum *05. Juli 1874;
Christel Adam *25. Dezember 1936;
Grete Adam *07. März ?;
Helga Adam * 08. Januar 1940;
Gertrud Gerter *03. November ? ;
Max Glasmann *17. September 1906;
Peter Herter *03. Juli 42;
Ristau Kurt (verheiratet mit einer Margarete / Grete in Tuchola)
Heinrich Ristau (Sohn s.o.);
Erich Wiese * 06. September 1898;
Lisa Wiese * 16. Mai 1898


Vielleicht hat jemand den einen oder anderen Namen im Stammbaum?

Über eine Kontaktaufnahme würde ich mich freuen.

Viele Grüsse
Yvonne
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  #25  
Alt 09.12.2009, 10:01
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Zitat:
Zitat von wonnypooh Beitrag anzeigen
Hallo,

in einem persönlichen Geburtstagskalender meiner Grossmutter habe ich viele Daten von Verwandten gefunden.
Ich kenne ca. 90 % der Namen, alles sind es Verwandte.
Unter den restlichen, mir nicht bekannten 10% finden sich folgende Namen und Geburtsdaten:
Ristau Kurt (verheiratet mit einer Margarete / Grete in Tuchola)
Heinrich Ristau (Sohn s.o.);
RISTAU kommt in Westpreußen vor. Ich vermute, dass es sich bei der Ortsangabe "Tuchola" um Tuchel, Kreis Tuchel, handelt.
Vielleicht gibt es in der Einwohnerdatenbank auf www.westpreussen.de Angaben zu diesen Personen.
Gruß
Willi
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  #26  
Alt 09.01.2010, 10:10
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Standard Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten 1820

Herr August Nathusius, ehemals Preußischer Officier, aus Schievelbein gebürtig, mit einem Fräulein von Selbnitz aus Sachsen verheirathet, wird hiermit von Unterzeichnetem aufgefordert, ihm seinen jetzigen Wohnort baldigst anzuzeigen, indem ihm ein Dritter wichtige Eröffnungen zu machen hat.

Berlin, den 22sten October 1820
Der Justiz-Commissarius Reinhardt, wohnhaft unter den Linden No. 3. A.
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  #27  
Alt 15.01.2010, 12:50
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Liisa Liisa ist offline
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Standard FN BÖDECKER in Berlin

Hallo,

bei Hood.de wird eine Urkunde über die Verleihung des Ehrenkreuzes für Kriegsteilnehmer versteigert:

für Ernst BÖDECKER.

Die Urkunde stammt aus Berlin und ist vom 25.6.1935.

Die Auktionsnummer lautet 0035595476, die Auktion endet am 28.1.2010.

Ein vorsorglicher Hinweis: ich kenne den Verkäufer nicht und habe von dem Verkauf keinerlei Vorteile.

Viele Grüße von Liisa.
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  #28  
Alt 20.01.2010, 10:35
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Standard

Wenzel in Berlin und Pritzwalk:
"Caroline Wilhelmine WENZEL geb. Krüger aus Berlin, Wittwe des weiland Kriegsraths WENZEL", 81 Jahre, 10 Monate und 4 Tage alt, stirbt am 09.09.1852 um 2.00 h in Pritzwalk und hinterlässt "2 majorenne Neffen", Todesursache: Schlagfluss, bestattet am 09.09.1852 in Pritzwalk auf dem Friedhof "Vor dem Perleberger Thor".
Quelle: Ev. KB-Duplikat Pritzwalk, Brandenburg, 1842-1850, 1852-, S. 175, Tote 1852, Nr. 78
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  #29  
Alt 16.02.2010, 19:26
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Standard Steckbrief: Carl Langen

Amtsblatt der Königl. Regierung zu Düsseldorf 1832

Der unten signalisirte wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder im Büreau der hiesigen Königl. Commandantur zur Untersuchung und Haft gezogene vormalige Baugefangene und später Privatschreiber Carl Langen ist diesen Nachmittag aus dem hiesigen Gerichts-Gefängniß entwichen. Sämmtliche Civil- und Militairbehörden werden ersucht, auf denselben ein wachsames Auge zu haben, und ihn im Betretungsfalle verhaften und in das hiesige Gerichts-Gefängniß abliefern zu lassen.

Wesel, den 8. April 1832
Vermöge Auftrags, der Referendar: Hoffmann

Signalement des vormaligen Baugefangenen Carl Langen:
Vor- und Zunamen: Carl Langen; Geburtsort: Berlin; bisheriger Wohnort: Wesel; Alter 36 Jahre; Stand seit einiger Zeit Privatschreiber; Religion evangelisch; Größe 5 Fuß 6 Zoll; Haare braun; Stirne flach, mit Hautfalten; Augenbraunen dunkelbraun; Augen blau; Nase lang, unten breit, und oben nach dem Kopfe hin stark einwärts gehend und platt; Mund klein; Kinn breit und länglich; Bart blond; Backenbart ohne; Gesicht etwas länglich, sonst dick; Gesichtsfarbe gesund.
Kleidungsstücke: schwarz seidenes Halstuch mit einer sogenannten Cravatte ausgefüllt, Weste von schwarzem Tuche mit einer Reihe Knöpfe von schwarzem Glas, dunkelgraue lange weite tuchene Beinkleider, Halbstiefeln und grau wollene Strümpfe, dunkelbraun tuchenem Ueberrock mit einer Reihe braun übersponnener Knöpfe, schwarze Kappe von Tuch, unten mit einem schwarzen Besatz und Schirm von Leder, welcher unten grün gefärbt.
Besondere Kennzeichen: der Langen hat am dritten Finger der linken Hand ein bedeutendes Geschwür.
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  #30  
Alt 14.03.2010, 12:48
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