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  #21  
Alt 28.02.2007, 14:40
Benutzerbild von GiselaR
GiselaR GiselaR ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.09.2006
Ort: Baden-Württemberg
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Standard RE: Hüllen für Unterlagen

Hallo Dieter,
hat dein Gesprächspartner einen Grund angegeben, warum er von dokumentenechten Klarsichthüllen abrät? Ich bin nämlich auch grade nach Hause gekommen, nachdem ich 3 Gespräche über säurefreie bzw. weichmacherfreie Materialien geführt habe, und zwar jeweils in Papiergeschäften, bzw. Geschäft für Sammlerbedarf. Ich könnte mir denken, ein Grund für Mißtrauen gegenüber dokumentenechtem Kunststoff ist die Tatsache, daß diese Hüllen noch nicht so lange verbreitet sind, man weiß einfach nicht, wie die Unterlagen, die man darin aufhebt, nach 30 - 50 Jahren aussehen. Während es mit Papieren jeglicher Qualität ja hinreichend Erfahrungen bereits gibt (sone und solche halt).

Gruß
Gisela
__________________
Dauersuche: Ruths, Möser, Wetzel, Lincke, Gruner, Zölcke, Hartz, Prentzel, Mörlin, Facius, Keller; Gillmann, Cullmann, Jochum, Veeck, Hiltebrandt, Schmidt , Lauch, Hehl, Lichtenberger, Rheinländer; Trommershausen, von der Heyden, Wernborner, Machwirth, Lagemann, Bever, Weth, Krugmann, Nörrenberg ...... und noch ganz viel mehr
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  #22  
Alt 01.03.2007, 08:58
Der_Preuße Der_Preuße ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 05.10.2006
Beiträge: 47
Standard

Hallo an Alle,

wenn die dolumentechten Hüllen nicht so empfehlenswert sind, stellt sich mir die Frage nach der Alternative ... in Pergamynhüllen? In Archivkartons und mit Pergamyn trennen? Find ich alles nicht so wahnsinnig toll, zumal man die Dokumente jedesmal anfassen müsste um sie zu präsentieren, lesen etc. Das würde ja bei Klarsichthüllen wegfallen.

Man man man, gar nicht so einfach ... mache im Mai nen Praktikum im Landesarchiv Berlin, mal schaune ob ich da was in Erfahrung bringen kann.

Grüße
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  #23  
Alt 01.03.2007, 17:04
Dieter Seeghitz Dieter Seeghitz ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.07.2006
Beiträge: 117
Standard Hüllen für die Ewigkeit

Guten Abend allerseits,

trotz aller Beteuerungen hinsichtlich weichmacherfrei etc. haben unsere Fachleute und solche, die sich dafür halten, eben keinerlei Langzeiterfahrung mit diesem Medium. Ich erinnere an das liebe Thermopapier der Faxgeräte oder das aktuelle Thema der Datensicherung auf CD-ROM. Jahrelang gepriesen dafür, Daten für die Dauer von 50 Jahren sichern zu können, erweist sich das Versprechen ganz plötzlich als Hirngespinst.
Wenn "unser Preuße" ein Praktikum im Archiv absolviert, ja dann hätten wir einen Späher an der Quelle und ich möchte Dich heute schon bittten, Deine dann dicken Erkenntnisse hier im Forum bekannt zu geben.

Gruß

Dieter
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  #24  
Alt 01.03.2007, 17:52
sommereiche111 sommereiche111 ist offline männlich
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Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Bad Homburg v.d.Höhe
Beiträge: 62
Standard Hülle für alte Unterlagen

Hallo,
jetzt habe ich eine Frage zu einem verwandten Thema. Es betrifft ebenfalls den Bereich Archivierung. Ich las bislang, dass das Laminieren von Unterlagen ein hervorragender Weg sei, um diese dauerhaft zu erhalten? Stimmt das? Mittlerweile steht nämlich ein Laminiergerät in meinem Keller.

Freundliche Grüße

sommereiche111
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  #25  
Alt 01.03.2007, 18:08
Der_Preuße Der_Preuße ist offline
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Registriert seit: 05.10.2006
Beiträge: 47
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Zitat:
Original von Dieter Seeghitz

"unser Preuße"
hehe...das haste ja schön ausgerdrückt

Ja klar ... also wenn ich jede Menge in Erfahrung bringe (und das werd ich ja...werd ja auch Archivwissenschaften studieren), werde ich hier alles mitteilen!

Gruß,
"euer Preuße"
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  #26  
Alt 01.03.2007, 18:48
Benutzerbild von Garfield
Garfield Garfield ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.12.2006
Ort: Bern, Schweiz
Beiträge: 1.228
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Zitat:
Original von sommereiche111
Ich las bislang, dass das Laminieren von Unterlagen ein hervorragender Weg sei, um diese dauerhaft zu erhalten? Stimmt das?
Ob das Plastik weichmacherfrei bzw sonst geeignet ist, weiss ich nicht. Aber andere Frage: Willst du [alte, wertvolle] Originale tatsächlich für immer "verschandeln"?

Zitat:
Original von Der_Preuße
Ja klar...also wenn ich jede Menge in Erfahrung bringe (und das werd ich ja...werd ja auch Archivwissenschaften studieren), werde ich hier alles mitteilen!
Tolle Entscheidung!

Ich sitze sozusagen auch an der Quelle, zumindest hat meine Ausbildung neben Bibliothekswesen auch das Archivwesen abgedeckt. Uns wurde halt immer gesagt, am besten vermeide man jeglichen Kontakt mit Plastik und Metall. Kann natürlich schon sein, dass es Spezialplastik gibt, doch mit normalem, unbedruckten (und bestenfalls säurefreiem) Papier, fährt man meiner Meinung nach immer noch am besten. Zumindest haben wir im Archiv Plastikmäppchen immer durch gefaltete normale Papiere ersetzt.

Diese Firma, die auch Einzeldokumente entsäuert: ist das nicht schweineteuer?
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  #27  
Alt 01.03.2007, 20:25
sommereiche111 sommereiche111 ist offline männlich
Benutzer
 
Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Bad Homburg v.d.Höhe
Beiträge: 62
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Zitat:
Original von Garfield

Ob das Plastik weichmacherfrei bzw sonst geeignet ist, weiss ich nicht. Aber andere Frage: willst du [alte, wertvolle] Originale tatsächlich für immer "verschandeln"?
Lieber Garfield,
Du hast ja selbstverständlich recht! Du bringst in der Tat einen sehr ernst zunehmender Einwand!
Es soll ja mittlerweise Laminier-Fans geben, die ihren gesamten Schriftwechsel so konservieren. Ob es auch in unseren Reihen solche Individuen gibt? Dem gilt es doch entschieden vorzubeugen!

In der Tat stellt sich die Frage nach Alternativen, CDs verlieren Daten, Dokumentenhüllen sehen schön aus und lassen auch gut repräsentieren. Aber eine gewisse Unsicherheit bleibt. Papiertüten erschweren eine Präsentation und setzen die Dokumente Fingerschweiss, -fett und anderen Schmutzpartikeln aus.
Wie praxistauglich hältst Du folgende Lösung: alle Originale, ob alt oder neu, werden in Papiertüten aufgehoben. Kopien hiervon wandern in einen Ordner und werden dort in Plastikhüllen untergebracht. Mit diesen Kopien könnte dem Bedürfnis nach Präsentation entsprochen werden. Andererseits , und das erscheint mir noch wichtiger, ließen sich die Nachweise für Standesämter und kirchliche Stellen hiermit erstellen, ohne dass die Originale herangezogen und beansprucht werden müssen.

Was meinen eigentlich unsere "alten Hasen" hierzu? Diese müssten doch mittlerweile jahrzehntelange Erfahrung haben. Insbesondere dann, wenn sie die Forschungsarbeit eines Vorfahren weiterführen.

Freundliche Grüße
sommereiche111
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  #28  
Alt 02.03.2007, 11:12
Benutzerbild von GiselaR
GiselaR GiselaR ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.09.2006
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Beiträge: 377
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Hallo Sommereiche,
überhaupt und besonders zu deiner letzten Frage: schau mal meine Beiträge in diesem Thread vom 27.02., 16:23 und vom 28.02.15:04 (bin einfach zu faul das nochmal zu schreiben). Das gibt Hinweise zum Thema, aber ist keine endgültige Antwort.
Bisher mache ich es so wie oben vorgeschlagen: Kopien ("dokumentenecht", d.h. mit Laserdrucker nicht mit Tintenstrahl) in Klarsichthüllen, "dokumentenecht" bzw. "ohne Weichmacher" steht auf der Packung, wenn man sie kauft. Soweit kein Problem vorerst. Es gibt inzwischen Firmen, die schreiben nicht nur drauf, sondern garantieren gradezu, daß keine Weichmacher drin sind. Ich mach jetzt mal keine Schleichwerbung, hab hier irgendwo den Prospekt, wenn ich ihn finde gebe ich gerne Auskunft.

Bleibt die Frage der Originale, bzw. schwerzubeschaffender Kopien. (siehe frühere Beiträge auch von anderen)

Nach allen "Fachgesprächen", die ich bisher geführt habe, gibt es keine Lösung mit Garantie für die nächsten hundert Jahre. Mit der Idee Papier-/pergamyn-Hüllen habe ich das beste Gefühl. Gegen Schweiß- und Fettkontaminierung gibt es Handschuhe, wie sie auch in manchen Archiven angeblich schon Pflicht sein sollen, bzw. von Archivaren benutzt werden.

Es spricht auch nichts dagegen, Scans auf CD zu brennen (die nehmen fast keinen Platz weg) und gleichzeitig mit einem Laserdrucker auszudrucken (für den Ordner). Wenn dann Daten verloren gehen, bzw. Kopien gelitten haben, kann man 1. rechtzeitig ein Auge darauf haben und Kopien widerholen, 2. die Originale neu einscannen bzw. abfotografieren. Es gibt heute so hochwertige digitale Kameras mit Textmodus!! und für die Originale ist es sicher besser, alle 10 Jahre mal abfotografiert zu werden (ohne Blitz möglich) als 5-10 mal (oder wie oft auch immer) jedes Jahr angefaßt und aus ihrer Papier-/Pergamynhülle geholt zu werden. (wie gesagt, dem dokumentenechten Plastik traue ich auch noch nicht so recht, trotz Garantien). Abfotografieren ist den Originalen sicher auch lieber, als unter den Scanne-Deckel gewurschtelt zu werden. (Nach aller Erfahrung mit Elektronischen Geräten wird diese Technik besser werden, wenn möglich, und dabei eher preiswerter)

Grüße
Gisela
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  #29  
Alt 02.03.2007, 13:04
Carlton
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Beiträge: n/a
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Hallo Gisela,

so ähnlich verfahre ich auch. Nur scanne ich die Originale generell und dabei werden sie nicht unter den Scanner-Deckel gewurschelt, sondern nach hochklappen des Deckels ordentlich auf die Glasplatte gelegt usw.usw. .

Im übrigen habe ich die ältesten mit handgeschriebenen Dokumente aus dem Jahre 1898 - sie haben Deportationen Polen/Russland, Vertreibung Ostpolen/Westpolen und Vertreibung von Westpolen nach Westdeutschland mitgemacht. Sie lagen zumindest die letzten 60 Jahre zusammengerollt in einer Wohnung und sehen völlig korrekt aus und sind (wenn es nich t altrussisch wäre) problemlos lesbar.

Viele Grüße,
Ursula
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  #30  
Alt 02.03.2007, 17:11
sommereiche111 sommereiche111 ist offline männlich
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Registriert seit: 23.11.2006
Ort: Bad Homburg v.d.Höhe
Beiträge: 62
Standard RE: Hüllen für die Ewigkeit

Hallo Gisela,
danke für Deine lange Antwort! Deine Threads habe ich durchaus gelesen und stimme mit Dir überein.

Zum Thema selbst bin ich noch am recherchieren und melde mich später noch einmal.

Viele Grüße
sommereiche111
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