#21  
Alt 06.03.2017, 17:56
Limonaia Limonaia ist offline
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Hallo zusammen,
Ich habe vor einem halben Jahr erst angefangen mit der Ahnenforschung, rein zufällig irgendwie. Da die eine Hälfte der Familie aus Ostpreußen stammte, bin ich immer davon ausgegangen, dass es da sowieso gar keine Quellen und nichts zu erforschen gäbe.
Wenn man also nicht im Internet diverse Quellen anzapfen könnte und Sachen finden könnte, hätte ich überhaupt nie mit der Ahnenforschung angefangen.
Und ich weiß auch nicht, ob ich je dahin komme, zu Archive zu reisen, die Zeit muss man auch erst mal haben, wenn es wie bei mir, keinerlei Vorfahren in der Nähe gibt.
Nächster Punkt ist, ein Teil meiner Vorfahren war in Ungarn ansässig, bzw in Orten, die heute in der Slowakei liegen. Ohne Sprachkenntnisse würde ich auch nicht auf den Gedanken kommen, dass ich da Möglichkeiten hätte, etwas zu finden. Praktischerweise habe ich von diesem Familienteil einen Stammbaum der männlichen Linie, so dass ich schon einige Anhaltspunkte habe und mich jetzt erst auf die eingeheirateten Frauen stürzen kann.

Also summa summarum bin ich durch die Verfügbarkeit der Quellen im Internet überhaupt erst zur Ahnenforschung gekommen. Und seitenweise die Kirchenbücher durchzublättern und zu entziffern versuchen, das ist auch erstmal schon ziemlich viel Arbeit, wenn man gerade erst damit angefangen hat und noch mit der Schrift kämpft.
Gruß
Limonaia

Geändert von Limonaia (06.03.2017 um 17:59 Uhr)
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  #22  
Alt 06.03.2017, 20:13
Acanthurus Acanthurus ist offline
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Gute Frage.

Vor wenigen Jahrzehnten musste man selbst Kurrentschrift lernen, alte Herrschaften fragen oder einem genealogischen Verein beitreten, wenn man Transkriptionshilfe brauchte. Heute werden sich aufgrund der verbesserten Zugänglichkeit zu Dokumenten und verbesserten Hilfemöglichkeiten mehr Leute damit beschäftigen. Unter denen sind aber einige Faulpelze, die Ahnenforschung auch als unentgeltliche Servicemaßnahme Dritter verstehen ;-)

Überhaupt wird Genealogie heute in einer viel breiteren Form betrieben: Wir haben die alten (und teilweise auch recht jungen) Hasen, die es wie eh und je machen, mit den modernen Möglichkeiten als zusätzliche Ressource. Auf der anderen Seite kann man mit relativ wenig Aufwand, Kosten und Einsatz einen Stammbaum zusammenstellen, was selbst vor 15 Jahren so noch nicht möglich gewesen wäre. Dazwischen gibt es alle Abstufungen. Viele betreiben das Hobby nur vorübergehend (sieht man etwa an den zahlreichen inaktiven Nutzern bei den großen Plattformen). Da ist der Anspruch nicht all zu groß (muss er ja auch nicht!) und in die methodische Forschung wird wenig investiert. Jeder sucht eben nach seinem Anspruch. Da bleibt es nicht aus, dass man sich gelegentlich die Haare raufen möchte, bei grotesken Schlüssen, unkritischer Übernahme oder erlernter Hilflosigkeit im Umgang etwa mit Transkription.

Was mich bei der neuen Popularität auch eher etwas traurig macht: Dass sie keinen nennenswerten Markt für gute (methodische) Literatur schafft, wie es etwa in England und den USA der Fall ist, und Gemeinschaftsprojekte (GenWiki, Indizierung, …) weiterhin von einer kleinen Minderheit am laufen gehalten werden.

Mit Nachwuchs, Vollzeitjob und anderen Hobbys besuche ich Archive o.ä. übrigens nur wenige Male pro Jahr, das meiste läuft postalisch.

A.
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  #23  
Alt 06.03.2017, 20:24
Benutzerbild von fps
fps fps ist offline männlich
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Moin,

"wir sind bequem geworden" ist nicht, wie ich es bezeichnen würde. "Es ist bequem geworden" trifft den Kern wohl eher.

Als ich vor einigen Jahren einen Anstupser in Richtung Ahnenforsching bekam, hatte ich noch die Vorstellung, nun würde ich von Pfarrei zu Standesamt pilgern, um an Daten zu gelangen. Dass man mittlerweile einiges erledigen konnte, ohne seinen Schreibtisch zu verlassen, wurde mir erst so nach und nach klar. Und dann war ich verblüfft, wie viel man in der schönen neuen digitalen Welt so an Informationen sammeln kann - vor allem, wenn man Dusel hat und gerade von den Orten, in denen man sucht, Material im www verfügbar ist.

Nun muss man zunächst aber in die zeitlichen Bereiche gelangen, für die es offen zugängliche Daten gibt. Da ist dann doch die eine oder andere Abfrage bei Standesämtern nötig gewesen. Und wo dann später sich Lücken auftaten, waren auch Recherchen in Pfarrämtern, Zentralregistern und an LDS-Lesegeräten notwendig.

So wuchs denn nun ein Baum, und jeder Ast stellte neue Herausforderungen. Manche ließen sich überwinden, oft erst nach längerer Zeit, und an anderen Stellen wartet immer noch Arbeit und/oder Erleuchtung. Man arbeitet an einem Puzzle, von dem man keine Ahnung hat, wo die einzelnen Teile zu finden sein werden. Das finde ich spannend, und es wird für mich noch dadurch getoppt, dass ich Erkenntnisse über zurückliegende Zeiten erarbeitet habe, die für mich völlig neu waren und die mich Geschichte regelrecht erleben ließen.

Ohne die "bequemen" Möglichkeiten der online-Recherche wäre mir das alles entgangen; ich wäre vielleicht 3-4 Generationen weit gekommen, da meine Vorfahren es mir nicht dadurch erleichtert haben, dass sie immer an einem Ort geblieben wären - o nein, sie waren recht mobil und haben mich bei der Verfolgung ihrer Spuren durch halb Europa gescheucht!

Es gibt allerdings eine Bequemlichkeit, die mich nervt, und die von einigen "genealogischen Firmen" propagiert werden: die Übernahme von ganzen Strängen an Ahnen ("bis zu 40 Personen auf einen Schlag", wird da geworben). Die sich dieser fragwürdigen Methoden bedienen, sind wirklich nur an Masse interessiert, und sie wissen oft nicht einmal, was sie sich da alles in den Baum hineinladen. Dann und wann stößt man auf die Ergebnisse solcher Übernahmeaktionen, und da findet man dann einen regelrechten Verhau: es passt nichts zusammen (offensichtlich wurde bei der Übernahme nichts geprüft), Personen tauchen doppelt und dreifach auf (macht nichts, dann wächst der Baum schneller).... da schaudert es mich. Das Schlimmste daran: dieser Murks vervielfältigt sich auch noch rasant.

Aber es ist so wie immer: man kann neue Technologie sinnvoll nutzen oder Blödsinn damit treiben. Es liegt an einem selber, wie man es damit hält.
__________________
Gruß, fps
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  #24  
Alt 06.03.2017, 22:51
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Ursula Ursula ist offline
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Hallo,

mir hilft das Internet auch, und ja, das ist bequem, wenn ich auch nichts an Daten direkt ungeprüft daraus entnehme. Aber durch familysearch konnte ich z.B. herausfinden, an welchen Orten überall die Kinder meiner wandernden Familie geboren wurden. Und so konnte ich die Filme dieser Orte bestellen und mir die Einträge ansehen und fotografieren.
Ohne die Daten im Internet hätte ich nicht gewusst, wo sie überall herumgekommen sind.

Auch die geschichtlichen Gegebenheiten entnehme ich dem Internet und nicht aus Geschichtsbüchern, habe z.B. via Wikipedia den Weg meines Vaters im Krieg nachgezeichnet.

Ebenso schätze ich es, wenn in den Archiven online Vorgänge gefunden werden können über meine Vorfahren/Verwandten. Z.B. Müller streitet sich mit Meier über das Wegerecht etc. Die kann ich dann anfordern im Archiv, das kostet nicht viel und ich habe wieder etwas mehr zu den Lebensumständen.

Leider sind aber nicht alle Archive online so auskunftsfreudig und dann muss man eben telefonieren. Und ich genieße es nach wie vor, in eine fremde Stadt zu fahren, das Archiv dort zu besuchen, mir diese Stadt anzusehen.
So werde ich mit Freuden demnächst nach St. Gallen ins Staatsarchiv fahren und versuchen, doch noch ein wenig mehr über die Familie meines Spitzenahnen von dort herauszufinden.
Ebenso ist es herrlich, z.B. von einem Ortsvorsteher, den man um Rat fragt, wohin man sich wenden könnte, den Namen und die Telefonnummer von jemandem zu bekommen, der "alles" über den Ort weiß. Wunderschöne, sehr aufschlussreiche Gespräche hatte ich so schon, die durch nichts zu ersetzen sind.
Auch Gespräche mit Archivaren genieße ich sehr.
Insofern ist für mich der persönliche Kontakt durch das Internet meistens nicht zu ersetzen. Internet ist hautpsächlich Sammelarbeit, bzw. Erleichterung der Sammelarbeit.


Ich verstehe jedoch diejenigen, die voll im Beruf stehen, Kinder haben. Da bleibt oft einfach keine Zeit. Ich fing zwar mit der Forschung an, als meine Kinder klein waren, aber das ging eben nur tageweise im Jahr, wenn meine Mutter bereit war, sie einen Tag lang zu hüten und ich dann mal in ein Archiv gehen konnte.
Abends habe ich die alte Schrift mittels eines Buches schreiben und lesen gelernt, wobei mir zu Hilfe kam, dass wir auch in der Schule noch einige Unterrichtsstunden in "deutscher Schrift" hatten, auch meine Mutter mir die Buchstaben als Kind schon erklärte.

Richtig intensiv mit der Forschung loslegen konnte ich erst, als ich aufhörte zu arbeiten, die Kinder erwachsen waren.

Oft weiß man auch einfach nicht, wo man sich hinwenden muss. Kopien von den Standesämtern über meine Großeltern habe ich erst sehr spät angefordert, denn ich wusste nicht, dass das möglich war. Das habe ich erst hier im Forum erfahren. Vorher hatte ich einfach die Daten übernommen, die meine Mutter mir sagte.

Ich denke, jede Vorgehensweise hat seine Berechtigung, je nach persönlicher Möglichkeit.

Was ich jedoch nur einmal gemacht habe, war, mir "meinen" Stammbaum direkt aus familysearch abzuschreiben. Eine große Löschaktion war die Folge nach einiger Zeit, aber diese Lektion saß. Ich übernehme nichts mehr, ohne das Originaldokument (oder den Film) gesehen zu haben und das muss schlüssig sein.


LG
Uschi
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  #25  
Alt 07.03.2017, 16:04
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Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von AlAvo Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

die Frage "Sind wir zu bequem?" scheint mir zu allgemein. Denn jeder hat für seine Forschung eigene individuelle Ansprüche, Vorstellungen und Herangehensweisen.
Daher stellt sich auch nicht die Frage des Lebensalters und ein mögliches kausales Verhalten zur Nutzung von elektronischen Medien, wo auch immer.

Es mag "bequeme" Nutzer geben, die sich gerne "bedienen" lassen, sehen wir auch dies gelassen und als eine Art "betriebliche Übung" von Helfenden.


Viele Grüße Standesamtsunterlagen z:b aus Polen
AlAvo
Sehe das als "älterer" Nutzer genauso, allerdings bringt die persönliche Suche in Archiven, Kirchenbüchern etc. auch einen anderen Blickwinkel an die Herangehensweise der eigenen Ahnenforschung hervor, direkter Kontakt usw. Das Internet sehe ich als zusätzliche, verfügbare Hilfe an, zumal sich nicht jeder aufwendige Reisen in Archive anderer Länder (z.B Osteuropa) leisten kann, daher ist es schon ein Geschenk, wenn viele Standesamtsunterlagen , z.B aus Polen, online gestellt sind.....

Gruß
Matthias
__________________
Suche nach:
Gernoth in Adelnau, Krotoschin, Sulmierschütz (Posen)
und Neumittelwalde/Kruppa (Schlesien)
Spaer/Speer in Maliers, Peisterwitz, Festenberg, Gräditz u. Schweidnitz (Schlesien)
Benke in Reichenbach, Dreissighuben, Breslau (Schlesien)
Aust in Ernsdorf, Peterswaldau, Bebiolka in Langenbielau (Schlesien)
Burkhardt in Nieder-Peterswaldau (Schlesien)
Schmidt in Nesselwitz u. Wirschkowitz im Kreis Militsch (Schlesien)
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  #26  
Alt 07.03.2017, 16:48
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Anna89 Anna89 ist offline
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Hallo,

ich forsche nun seit fast 3 Jahren. Angefangen hat es mit der Erinnerung meines Mannes an seinen verstorbenen Opa. Dann haben wir seine Unterlagen bekommen, den Pfarrer angeschrieben, welcher uns dann Matricula online "vorstellte". Ich habe ziemlich viele und ziemlich dumme, vielleicht auch fordernde, Anfragen in Foren gestellt. Ja, das Internet verblödet. Aber bei Milliarden Menschen auf der Welt, wie sollte da wer ausgerechnet meine Familie kennen? Man lernt halt dazu

Dann habe ich stundenlang vor dem Rechner in den österreichischen Kirchenbüchern, im Forum, bei Gedbas, Ancestry, Myheritage usw. verbracht, aber auch die noch lebenden Vorfahren regelrecht ausgequetscht. Dann habe ich begonnen, auf Gut Glück Leute anzuschreiben, welche fern Verwandte sein könnten, in der Hoffnung sie haben noch Fotos (hatten ein paar Linien, wo es keine Fotos gab). Das mache ich heute immer noch. Ich würde das nicht faul nennen, weil ich mich hinterklemme und Fotos/ Verwandte finde, wo niemand mit deren Existenz gerechnet hat. Ich hab auch neulich nen Erzbischof kontaktiert

In Archiven und Pfarren vor Ort suche ich nicht. Das hat einen ganz simplen Grund: Mein Mann arbeitet 5 Tage die Woche 11-12 Stunden am Tag, wir haben 2 Kleinkinder (eines davon benötigt 2x wöchentlich Therapien) und nen Haufen Hunde und anderer Tiere. Als ich noch kinderlos war, bin ich oft und weit gereist, da habe ich blöderweise aber noch nicht mit der Ahnenforschung begonnen! Jetzt muss ich das nach hinten verschieben. Ich kann es aber echt nicht abwarten, bis ich mich mit meinem Mann OHNE Kinder ins Auto schwingen kann und die Orte unserer Vorfahren abklappern kann, während Oma und Opa hier alles im Schach halten (die leben blöderweise 6h Autofahrt entfernt).

Meine Priorität ist momentan auch die ganz alte Generation, also 80+. Die, die ich kenne, mit denen halte ich regen Kontakt - zum einen aus Nettigkeit und weil ich generell ältere Herrschaften (und Frauschaften ) leiden mag - und zum anderen, weil man jedes Mal wenn man anruft neue Hinweise bekommt. Und dann suche ich weiterhin nach bisher unbekannten fernen Verwandten. Da rennt die Zeit... Urkunden und Einträge sind das eine, Geschichten und Fotos das andere...

Also auf meiner "wenn die Kinder groß sind"-Liste stehen geschätzt 300 Sachen

Achja, unsere Ahnen kommen aus Österreich, Sachsen, Schlesien, Böhmen. Wäre je nach Ort so ne Tages- oder eher Wochenend-Reise.
__________________
LG Anna

Suche WEBER (Mannshalm, Söllitz), RÖBER (Oschatz), KAULICH (Wekelsdorf), WALCZYK (Waldfurt) und KINNE (Steinau).

Geändert von Anna89 (07.03.2017 um 16:51 Uhr)
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  #27  
Alt 07.03.2017, 18:54
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Moinsen,
ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern…“wann wars denn nur..???
Ganz besonders erinnere ich mich dabei an meinen ersten Besuch im
Kirchenbuchamt, hatte ich bis dato noch nie ein Kirchenbuch in den Händen,
so recht wusste ich auch nicht, was mich dort genau erwarten würde.

So interessant die Kirchenbücher auch waren, vielmehr interessierten
mich die anwesenden Herren: Sämtlich im gesetzten Alter, Oberarchivrat,
Dr. usw.. Was aber besonders beeindruckte war die Akribie, die die Herren
bei ihrer Forschungsarbeit an den Tag legten.

Man darf nicht vergessen, Internet, Computer und andere Medien steckten
noch in den Kinderschuhen, alle Anfragen liefen über die Schneckenpost.
Ich kenne viele Nachlässe, die x-100 Briefe enthalten, Schriftwechsel, die
über 30 Jahre hinweg anhielten.

Letztlich: Wir waren gezwungen, aktive Feldarbeit Feldarbeit zu
betreiben, wollten wir unsere Familienforschung auf einen guten Weg
bringen.

Ich habe natürlich vollstes Verständnis, wenn viele Forscher Familie und
Beruf in den Vordergrund stellen…, da beißt die Maus keinen Faden ab;
viele Forscher beginnen auch oftmals mit Eintritt ins Rentenalter mit der
Archivarbeit
Besonders wichtig wird das Internet für die überregionale Forschungs-
arbeit. Selber bin ich Mitglied in zwei Vereinen, die ausschließlich über
das Internet kommunizieren, was aber durch die Mitgliederstruktur nicht
anders möglich ist.

Aber bei uns „Altsassen“ sah es doch i.d.R. nicht anders aus oder..???
Auch wir haben/hatten Familie, Kinder, beruf, Studium usw..

Aber es sind nicht nur die „Jungforscher“ unter uns, die das Internet
intensiv nutzen.

Viele ältere Forscher sind mittlerweile ausgesprochene Internetnutzen,
was sich nicht selten in den Mitgliederzahlen vieler Forschergemeinschaften
wieder spiegelt, selbst bei Ortsansässigen Mitgliedern.

Ich glaube schon, dass die Bequemlichkeit, auch bei mir, da bin ich ganz
ehrlich, Einzug gehalten hat.


Beste Grüsse von der Kieler-Förde
Roland
__________________
Stets auf der Suche nach:
Thöm-ing, vorrangig aus dem Raum Südschleswig: Tetenhusen, Kropp, Erfde
Habersaat, vorrangig aus dem Raum Ostholstein: Lehnsahn, Harmsdorf, Güldenstein, Schönwalde
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  #28  
Alt 08.03.2017, 21:33
Benutzerbild von Ursula
Ursula Ursula ist offline
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Und wieder, "bequem werden" nimmt einem angenehme Kontakte.

Ich schrieb ein Denkmalamt an, ich hatte beim spazieren gehen einen Grenzstein entdeckt, dessen eingemeiselte Zeichen ich nicht deuten konnte, den Grenzstein fotografiert. Die Wappen hinten und vorne konnte ich erkennen, wusste welche Grenze das ist, aber nicht die oben dargestellte Zahl, oder was immer das war. Für mich waren es "Hyroglyphen".

Der Archivar, an den ich postwendend weitergeleitet wurde, zeigte großes Interesse, sodass ein netter Dialog per email sich daraus entspann.

Ich möchte sowas nicht missen, indem ich nur stur Daten im Internet suche.


LG
Uschi
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  #29  
Alt 09.03.2017, 08:48
Silke71 Silke71 ist offline weiblich
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Ich muss sagen, ohne Internet wäre ich heute noch nicht so weit gekommen, wie ich es jetzt bin. Das betrifft jetzt nicht unbedingt die sture Suche im Netz nach Dokumenten, sondern auch diverse Foren oder E-Mail-Kontakte.
Auch bei mir ist wegen Vollzeitberuf einfach ein Zeitfaktor, vieles online zu machen. Oder auch noch altmodisch per Brief.

Ich denke aber auch, allgemein ist die Menschheit heute bequemer geworden, das ist einfach der Lauf der Zeit und die technische Entwicklung.
__________________
Suche: FN Lüning (Recklinghausen, Dülmen, DO-Dorstfeld), FN Liedtke (Dirschau, Dülmen), FN Claus/Klaus (Haltern), FN Stryczynski/Marciniak (Rogaczyce, Radlin), FN Firley (Herne)
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  #30  
Alt 09.03.2017, 09:52
Niederrheiner94 Niederrheiner94 ist offline
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Meine beiden Vorredner haben da durchaus die richtigen Erfahrungen gemacht.

Vorgestern hatten wir unser Treffen der Ahnenforschergruppe in Duisburg und da haben sich zwei kennengelernt, die sich bereits übers Internet per Mail vor Jahren ausgetauscht hatten und dies nun noch einmal persönlich tun konnten. Kontakte können durchaus per Internet, aber auch per Verein oder Treffen entstehen. Ich denke daher, dass beides seine Vorteile hat. Das Internet wird aber dann seine Vorteile haben, wenn man in gebieten forscht, die mind. dreit Autostunden entfernt liegen. In meinem Beispiel war das Treffen in Duisburg und es ging um Gegenden in der Eifel und Rheinland-Pfalz.

Gruß
Fabian
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