#1  
Alt 29.12.2010, 08:55
epischel epischel ist offline
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Frage Umfang der Forschung festlegen

Hallo,

habt ihr für eure Familienforschung (als Hobby) festgelegt, welche Personen (welchen Verwandtschaftsgrad) ihr in den Stammbaum aufnehmt? Ein Stammbaum ist ja recht übersichtlich, wenn man nur die direkten Vorfahren aufnimmt. Kommen dann noch die Kinder / Geschwister hinzu, werden es schon mehr; verfolgt man derartige Linien weiter, dann noch mehr. Verfolgt man auch noch Vorfahren von angeheirateten Personen weiter, können richtig viele Personen zusammen kommen.

Mein konkreter Fall: auf myheritage.de habe ich durch einen "Treffer" Kontakt zu anderen Forschern bekommen und so von der Heirat eines Großonkels meiner Großmutter erfahren sowie von Ahnen der Ehefrau. Ich habe sogar selbst noch etwas geforscht, weil die KBs online und gut lesbar sind und das Dorf nicht so groß ist. Schon da habe ich mich gefragt, wie weit gehe ich hier? Ursprünglich habe ich die Grenze bei den Vorfahren der Frau in direkten Linie gezogen. Da ich jedoch selbst noch Zeit für die Forschung aufgewendet habe, finde ich es OK, dass ich noch alle dabei gefundenen Personen in den Stammbaum aufnehme. Nun habe ich durch dieses Forum noch jemanden gefunden, der jemanden kennt, der über die Großtante (oder so) der o.g. Ehefrau forscht. So habe ich jetzt die Nachkommentafel dieser angeheirateten Verwandten vorliegen (über 40 Personen). Und frage mich, ob und wenn ja welche Informationen ich in meinen Stammbaum aufnehme. Einerseits finde ich es interessant, die Linie ausgehend von um 1800 bis ins heute zu verfolgen, andererseits habe ich ja Null Beziehung zu dieser Line.

Wie haltet ihr es bei diesem Thema?

Viele Grüße,
Erik
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  #2  
Alt 29.12.2010, 10:03
BenediktB BenediktB ist offline männlich
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Ich persönlich nehme Geschwister meiner Ahnen natürlich auf. Wenn ich etwas über deren Ehen und Nachkommen finde, dann auch das, ohne "Generationengrenze", ich sammle dann so viel ich finde.
Die Vorfahren der angeheirateten interessieren mich nicht so sehr, höchstens vielleicht noch die Eltern oder Geschwister der Partner, aber das war es. Immerhin waren das ja auch die Großeltern bzw. Tanten/Onkels der Neffen/Nichten meiner Vorfahren, was im Gesamtzusammenhang des sozialen Gefüges recht interessant sein kann.
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  #3  
Alt 29.12.2010, 11:44
Benutzerbild von Rainer Zufall
Rainer Zufall Rainer Zufall ist offline
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Hallo Erik,

ausgehend von mir, ich wollte am Anfang "eigentlich nur mal wissen", wer da auf einem alten Bild zu sehen ist. Und wer denn die Eltern von denen gewesen sind. Und von denen die Eltern usw.
Und so hatte ich mich anfangs auch nur auf die direkten Vorfahren konzentriert, ohne Geschwister und alles.
Dann wollte ich aber mal wissen, was ist denn aus den Geschwistern der Großeltern, Urgroßeltern etc geworden. Denn aus Erzählungen meiner Eltern war ja noch einiges zu erfahren.
Und so lief die Sache immer weiter auseinander. Mittlerweile nehme ich alle Daten, die ich kriegen kann, wenn ich problemlos herankomme, ob ich nun noch mit denen verwandt bin oder nicht.
Zum einen ist es interessant, eine lokale Entwicklung zu sehen, andererseits ist es ja auch nicht uninteressant, die Familie als großes Ganzes zu sehen.
__________________
Viele Grüße
Rainer


suche alles aus Szalatnak / Ungarn
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  #4  
Alt 29.12.2010, 12:10
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Molle09 Molle09 ist offline
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Hallo Zusammen,

also ich habe mich nie nur an die gerade Linie gehalten. Das empfand ich als zu wenig und Familie ist nun mal Familie. Ich halte es wie mein Vorschreiber und finde das auch gut und äußerst interessant! Vor allem bin ich mal gespannt wann und ob überhaupt sich die Vaterlinie und Mutterlinie väterlicher Seits treffen, denn sie haben eigendlich nicht sehr weit auseinander gelebt und doch weit genug auseinander um sich nach bisherigem Stand nicht zu kreuzen. Das finde ich spannend! Außerdem habe ich auch durch meine Forschungen viele Kontakte knüpfen können und habe gern auch diese Daten angenommen , wir sind doch alle eine große Familie und die Welt ist ein Dorf! Oder?
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Liebe Grüße
Mlle
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Es gibt keine Zufälle!!!

Ich suche und sammele in Sachsen-Anhalt, sowie in Thüringen jede Menge Nürnbergers. Wer einen zu bieten hat, darf sich sehr gerne melden! Auch wenn sie "nur" bei Euren Ahnen Pate standen oder anders erwähnt wurden. Jeder Hinweis ist ein guter Hinweis. Danke!
Außerdem suche ich den Namen Bertuch.
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  #5  
Alt 29.12.2010, 12:18
Kai Heinrich2 Kai Heinrich2 ist offline männlich
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Mein Anfang war ein ausgearbeiteter Stammbaum mit 330 Personen aus den 1930er Jahren. Dieser ging aber von einem "Ur-Paar" um 1690 aus und zeigte fast alle Nachkommen bis in die 1930er an. Diese Herangehensweise fand ich sehr interessant weil man sehen konnte was aus welchen zweigen wurde, wie sich die Namenschreibweise oder -aussprache änderte.

Ich hatte mir zur Mission gemacht dieses wissen zu teilen da durch den Krieg einige Kirchenbücher der Region verbrannten und ich nun anderen Forschern evtl. helfen konnte indem ich mein Wissen in den Online-Stammbaum veröffentlichte.

Dann ging das Sammel- und Rätselfieber los. Von Anfang an habe ich nach vorne hinten und zur Seite hin alle gesammelt, manchmal einfach auf Vorrat (vielleicht helfen die Puzzleteile irgendwann irgendwem).

Dadurch das ich nicht nur meine direkten Vorfahren erforschte sondern auch die Nebenlinien gibt es drei entscheidende Vorteile:

1. Ich kann Funde und altes Wissen an andere Ahnenforscher weiter geben.

2. Meine Arbeiten werden im Internet gefunden, ein Austausch ist schneller möglich.

3. Die besten Anekdoten, Familiengeheimnisse, Fotos und alte Unterlagen fand ich nicht bei meinen direkten Verwandten oder Archiven sondern bei entfernten Verwandten die wir vorher nie kannten.

So bekam ich Fotos meiner Ururgrosseltern von jemand sehr entfernt Verwandten. Meine Eltern selbst hatten alles auf der Flucht aus Pommern verloren, doch in jener Nebenlinie lagen noch Schätze.

Lieber Gruss,

Kai
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Derjenige welcher bis zu seinem Tod die meisten Ahnen zusammen bekommt gewinnt!
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  #6  
Alt 29.12.2010, 12:28
Hannibal Hannibal ist offline männlich
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Ich nehme auch nicht nur die direkte Linie auf, sondern auch Geschwister und Angeheiratete. Desweiteren habe ich Extra Datenbanken in denen ich die Personen zusammentrage, die einen seltenen Namen (Zweiniger, Manohr etc.) tragen und wo es wahrscheinlich ist, dass diese zu meinen Verwandten gehören.

MFG
Hannibal
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BÖHMEN: MANDLIK, STADTHERR, URBAN, WUCHTERL
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THÜRINGEN: Namensliste!
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  #7  
Alt 29.12.2010, 12:32
Klingerswalde39_44
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Hallo,

ich begrenze das ein wenig mit der "Blutlinie".
Beispiel: Bei der Heirat der Urgroßtante trage ich den Ehemann ein, verfolge seine Linie aber nicht weiter zurück. Von ihren Kindern versuche ich aber die Linie weiterzuverfolgen bis zur heutigen Zeit, aber ebenfalls unter Aussparung der Erforschung der angeheirateten Personen.

Das Ausmass wäre mir zu groß, da ich zusätzlich zu meinen leibliche Vorfahren auch noch die Linien meiner Adoptivurgroßeltern sowie der Pflegegroßeltern erforschen möchte. Dadurch habe ich schon 3 Großelternpaare und 7 Urgroßelternpaare.

Gruss, Gabi
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  #8  
Alt 29.12.2010, 14:08
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Fronja Fronja ist offline weiblich
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Hallo,

angefangen hat es bei mir mit dem Gedanken "Woher kommen meine Vorfahren" (direkte Linie). Irgendwann habe ich angefangen alle Geschwister mit auf zu schreiben. Mit der Zeit nahm bzw. nehme ich alles mit in meiner Sammlung, was ich finden kann. Manchmal sind es Geschichten, die auftauchen und die man weiterverfolgt, obwohl es nicht die direkte Linie ist. Manchmal findet man Leute die eben an dieser entfernten Linie suchen und kann sich mit ihnen austauschen.

Dazu kommt mittlerweile die Linie meines Mannes und meiner großen Tochter, die nicht von meinem Mann abstammt.

Gruß
Stefanie
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  #9  
Alt 29.12.2010, 15:10
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MarkusM MarkusM ist offline
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Hallo,

ich habe am Anfang ganz konsequent nur meine direkten Vorfahren erforscht, nach einiger Zeit wollte ich dann doch auch die Geschwister meiner Vorfahren erfassen, so dass ich mir eine Menge Arbeit doppelt gemacht habe. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass man Daten wenn man sie schon vorliegen hat auch erfassen sollte, man kann nie wissen wofür es nochmal gut ist.

Grüße

Markus
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  #10  
Alt 29.12.2010, 16:28
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christian porzelt christian porzelt ist offline
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Hallo,

am Anfang hab ich auch versucht die Linie von angeheirateten Ehepartnern von Geschwistern meiner Vorfahren nicht weiter zu verfolgen.

Irgendwann bin ich aber dann mit meinen Forschungen bei einer Linie meiner Urgroßmutter in einem Dorf hängen geblieben, in dem nahezu jeder mit jedem verwandt war. Dadurch waren eben auch die Ehefrauen/männer meist mit ihren Partnern im ersten oder zweiten Grad verwandt (Cousins).

Daher bin ich mit der Zeit dazu übergegangen, dass ich bei den Partnern die vollständigen Daten der Eltern herausgesucht habe.
Dadurch hatte ich auch meist die Namen der Großeltern. Bei Namensgleichheit zu meinen Vorfahren hab ich dann weitergeforscht und bin auch meistens fündig geworden.

Auch hab ich dadurch herausgefunden, dass es bei Geschwistern meiner Vorfahren in dieser Linie relativ häufig vorkam, dass man nach dem Tod seiner Frau ihre Schwester heiratete.
Ohne Angaben zu den Vorfahren dieser angeheiratete Partner wäre ich wohl nicht darauf gekommen.

Außerdem kann man dadurch immer recht schöne Rückschlüsse auf das soziale Umfeld einer Familie machen.
Waren die Söhne mit Kaufmanns- oder Holzhändlerstöchtern verheiratet, dann war auch die Familie meist wohlhabend.


In anderen Linie lass ich es aber mittlerweile bei den Eltern der Braut/Bräutigam sein. Gerade in den letzten 50 Jahren ist durch Krieg, Vertreibung ect. die Wahrscheinlichkeit z.B. zwischen meinem Onkel und den westpreußischen Vorfahren meiner angeheirateten Tante eine Verwandtschaft zu finden gering.
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Gruß Christian
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