#1  
Alt 03.10.2017, 18:06
klaus1945 klaus1945 ist offline männlich
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Standard Familiennamen unehelicher Kinder

Hallo,
wie haltet ihr es mit der Erfassung der Familiennamen unehelicher Kinder?

In den Kirchenbücher werden die Kinder mit der Taufe eingetragen, also mit dem Namen der Mutter. Häufig findet sich da aber ein Legitimationsvermerk und dann ein zweiter Name, der des Vaters. Wie geht ihr damit um?

Viele Grüße
Klaus

Geändert von klaus1945 (03.10.2017 um 18:25 Uhr)
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  #2  
Alt 03.10.2017, 18:52
Benutzerbild von Mia
Mia Mia ist offline
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Hallo Klaus,
Zitat:
In den Kirchenbücher werden die Kinder mit der Taufe eingetragen, also mit dem Namen der Mutter
so generell kann man das nicht sagen. Ich habe schon mehrere uneheliche Kinder in den Kirchenbüchern gesehen, die mit dem Namen des Vaters eingetragen wurden.

Ich gebe bei unehelichen Kindern den Familiennamen der Mutter UND des Vaters an. Da muss ich mich noch für eine einheitliche Schreibweise entscheiden, denn bis jetzt sind sie entweder durch Schrägstrich getrennt bzw. ist der 2. Name in Klammer gesetzt.

Viele Grüße
Mia
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  #3  
Alt 03.10.2017, 18:56
Feldsalat Feldsalat ist offline weiblich
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Ich halte es bisher so:

Wenn kein Vater eingetragen ist und das Kind hat den Nachnamen der Mutter, so übernehme ich diesen (welchen auch sonst?).

Wird das Kind durch spätere Heirat legitimiert und bekommt den Namen des Vaters, dann läuft es fortan unter diesem Namen.
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  #4  
Alt 03.10.2017, 19:37
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sk270278 sk270278 ist offline männlich
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Ist das Kind unehelich -> den FN der Mutter
Ist das Kind ehelich -> den FN des Ehepaares (meistens des Vaters)
Wurde es später legitimiert/angenommen/adoptiert -> den FN nach der L/A/A (mit einem Vermerk 'geboren als ...' unter Bemerkungen oder persönliches)

Gruß
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  #5  
Alt 03.10.2017, 22:15
gki gki ist offline
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Hallo,

in Bayern führten auch uneheliche Kinder bis etwa 1850 den Nachnamen des Vaters. Erst danach wurde das geändert. Dementsprechend führe ich dann das Kind unter dem Namen des Vaters.
__________________
Gruß
gki
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  #6  
Alt 03.10.2017, 23:24
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AUK2013 AUK2013 ist offline männlich
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Hallo,

habe einen ganzen Familienzweig, der nicht zu meinem "Familienstamm" gehört.

Die Exfrau eines Vorfahren hatte noch zwei uneheliche Söhne nach 1830 und drei Enkelsöhne.
Alle trugen unseren Familiennamen und gehören ja eigentlich nicht mehr zu meiner Sippe.

Gehören sie nun in meinen grafischen Stammbaum?? - tragen ja unseren Familiennamen.

In der Datenbank habe ich sie unter Bemerkungen:

- uneheliche Kinder der geschiedenen Exfrau -

vermerkt.

Viele Grüße

Arno
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  #7  
Alt 04.10.2017, 07:11
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Moinsen zusammen,

wie hier schon angemerkt, ist die Handhabe von Familiennamen
bei unehelichen Kindern sehr unterschiedlich. Aus meiner Forschung
heraus, erhielten die Kinder i.d.R. den Namen der Mutter beigelegt.
Wurden die Kinder später legitimiert, so müsste man die Folgeeinträge
für die Kinder ermitteln, ob sie dann den Familiennamen des Vaters
führten. Wurden die Kinder nachträglich legitimiert, führten sie
meist auch den Familiennamen des Vaters, somit müsste man in der
Datei auch diesen Namen anführen.
Nun kommt es auf das Verwaltungsprogramm an. Viele Programme
bieten unter Feld *Ehe* die Option eheliche/uneheliche Verbindung
an.
Ob nun ehelich/unehelich…, sofern der Vater angegeben wird, was ja
nicht immer der Fall ist, würde ich ihn unbedingt in meine Haupt-
datei aufnehmen.

Beste Grüsse von der Kieler-Förde
Roland
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  #8  
Alt 04.10.2017, 13:12
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Mein Großvater väterlicherseits war ein voreheliches Kind, so steht es auch im Kirchenbuch eingetragen. Er ist damals unter den Mädchennamen seiner Mutter aufgelistet, doch sein Vater hat sich "als Vater bekannt" (zitiert nach dem Kirchenbucheintrag).

Bei seinem älteren Bruder dürfte es wohl ähnlich gewesen sein, doch auf diese Daten habe ich keinen Zugang, da es direkte Nachkommen gibt. Ich weiß nur, dass jener im 2. Weltkrieg eingerückt , verwundet worden ist, heimgekommen und lange nach dem Krieg gestorben.

Die Eltern der beiden Brüder haben erst viel später geheiratet - warum, das wird mir ein Rätsel bleiben.

Bei allen anderen außerehelich geborenen Kindern sind die Kinder in fast allen Fällen unter dem Mädchennamen der Mutter eingetragen.

Zwei oder drei Fälle gibt es, wo das Kind zwar vor der Eheschließung der Eltern geboren, aber unter dem Namen des Vaters eingetragen/registriert worden ist.
Bezogen auf den Beginn/die Mitte des 19. Jahrhundert.

Im 18. Jahrhundert bin ich noch nicht soweit mit der Recherche.
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.
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  #9  
Alt 07.10.2017, 22:55
Benutzerbild von XJS
XJS XJS ist offline weiblich
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Hallo,

das mit den Familiennamen bei unehelichen Kindern wurde unterschiedlich gehandhabt. Ich habe etliche Kirchenbucheinträge gelesen, wo die Kinder mit dem Namen des Vaters eingetragen wurden, dann übernehme ich das auch so.

Ich habe unterschiedliche Fälle in meiner Datenbank.

2 Beispiele:

Meine Urgroßmutter hatte ein uneheliches Kind. Der Vater wurde per Gerichtsbeschluß festgestellt und als Randvermerk im Geburtsregister eingetragen. Trotzdem führte das Kind den FN seiner Mutter auch nach deren Hochzeit mit meinem Urgroßvater. So hab ich ihn dann auch aufgenommen.

Ein Vorfahr von mir ist ebenfalls unehelich geboren, der Vater ist im Taufeintrag angegeben. Interessanterweise mit dem Familiennamen seiner 1. Ehefrau - Bey der Beke - und diesen FN hatte mein Vorfahr dann auch geführt. Übrigens hat sein Vater ein paar Monate nach der Taufe eine andere geheiratet. Ob er bei der Taufe meines Vorfahren schon Wittwer war, weiß ich nicht.

Fazit: ich nehme unehelich geborene Personen mit dem Familiennamen auf, der bei der Taufe angegeben ist. In manchen Kirchenbüchern wird bei der Taufe kein Familienname für das Kind notiert, dann nehme ich den Namen den die Person im späteren Leben geführt hat. Kenn ich den nicht, nehme ich den Namen der Mutter.

Grüße aus OWL
Anja
__________________
Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen
ist das Leben eine unendlich lange Zukunft.
Vom Standpunkt des Alters aus
eine sehr kurze Vergangenheit.
Arthur Schopenhauer, 1788 - 1860, dt. Philosoph
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  #10  
Alt 08.10.2017, 08:47
Malte55 Malte55 ist offline
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Lieber Klaus
ein nachträglicher Legitimationsvermerk sagt doch alles. Wenn ein Vater im Eintrag genannt ist, erhält das Kind bei mir dessen Namen, wenn nicht den Namen der Mutter. Wird deutlich das es später mal den einen Namen hatte und dann den anderen, oder mit einem Alias versehen ist, dann wird es so eingetragen.
LG Malte
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