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  #21  
Alt 07.11.2007, 11:23
Marlies
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Standard Auswanderer nach Massachusetts 1751

Hessische Familienkunde Band 5

Weber Georg Heinrich von Wiesenbächen aus der Grafschaft Hagenburg

Burckhardt Joh. Jak. aus Eichfeldt in Francken

Demuth Johann Heinrich von Birkenbäuel

Ringel Joh. Michael aus Speyer-Haßloch

Freising Johannes aus Ulm

Mayer Joh. Ulrich aus Büdingen

Hol Joh. Heinrich aus Elsstadt

Iserloh Isaac aus Büdingen

Mörsch Joh. Georg aus Büdingen

Lörsch Casimir aus Hofheim

Zobel Joh. Wilhelm aus Delckheim

Bär Joh. Philipp idib.

Küblinger Johannes aus Rheindürckheim

Küblinger Joh. Jacob ibid.

Bracht Peter von Altzen

Aener Joh. Georg aus Haltscheit

Thiess Joh. Ludwig von Rehinhardts-Münster

Sachs Daniel von Oggersheim

Reich Johannes von Rheindürckheim

Berterman Joh. Georg ibid.

Weydman Niclaus aus Meerfelden

Weydman Christ. Wilhelm von dito

Kübler Michael aus Dertingen

Haudelette Charles Etienne aus Ysenburg bei Franckfurth
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  #22  
Alt 13.11.2007, 21:24
Franz Erhardt Franz Erhardt ist offline
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Standard Auswanderer aus dem Kreis Fürstenfeldbruck 1928-1929

Quelle: Fürstenfeldbrucker Zeitung 1928-1929

Dachau, 24. Februar 1928. (Übers Meer)
Abschied von der alten Heimat nahmen gestern drei junge Dachauer, und zwar die ledigen Schlosser Georg Langenegger, Ludwig Gamperl und der Landwirtssohn Anton Stangl, um sich in Nordamerika eine neue Existenz zu gründen. Die Musikkapelle Schwarz, [...].
Kommenden Samstag vormittags werdem die Auswanderer vom Bremer Hafen aus mit dem Loyd-Dampfer „Karlsruhe“ die Ausreise antreten.

Germering, 28. Juli 1928 (Auswanderung.)
Drei Personen unseres Dorfes verließen am Mittwoch die Heimat, um in Nordamerika ihr Brot zu suchen. Es sind dies zwei Geschwister Mang und Frau Therese Federl. Das Ziel ihrer Reise ist die Stadt Milwaukee im gleichnamigen Staate.
Wohlüberlegt und mit sicheren Aussichten auf sofortigen Verdienst reisen diese Personen in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Geschwister Mang haben bereits einen Bruder und Frau Federl den einzigen Sohn in dieser Stadt. Sie finden deshalb sofort Anschluß und Unterstützung, Daß die Leute nicht ins Ungewisse steuern müssen, ist ein großer Trost für die Angehörigen. Hoffentlich finden sie drüben Glück und kehren in einigen Jahren wieder wohlbehalten zurück.

Röhrmoos, 24. August 1928. (Ins Land wo Milch und Honig fließt.)
Am Diesntag verliesen die beiiden Töchter Marie und Anna, des Distriktsstraßenwärters Simon Zollbrecht ihre Heimat, um über das große Wasser nach Nordamerika auszuwandern.
Sie fahren heute Freitag, mit der Hamburg-Amerika-Linie auf dem Passagierdampfer „Albert Ballin“ von Hamburg ab.
Der Bruder Kaspar wanderte bereits vor 3 Jahren nach Amerika aus und hat in Neuyork eine sehr gute Stelle inne. Wir wünschen den beiden tapferen Mädeln viel Glück in der neuen Welt!

Schöngeising, 25. August 1928 (Abschied.)
Ein kleiner Freundeskreis versammelte sich am vergangenen Samstag im Nebenzimmer des allseits bekannten Gasthausbesitzers „Zur Eisenbahn“, Herrn Martin Rammelmeier in Schöngeising, um seinen in nächster Zeit nach Amerika gehenden Sohne Anton die letzten Stunden in der Heimat zu verschönern. Zwei Brüder und eine Schwester befinden sich schon über dem großen Wasser; wir wünschen, daß es diesem strebsamen, jungen Manne in der Ferne ebensogut gehen möge, wie seinen übrigen Geschwistern. Glückliche Reise!

Fürstenfeldbruck, 16. Okt. 1928 (Auswanderer.)
Am Samstag vergangener Woche ist der Sohn des Besitzers des Gasthauses „Zum Hirschen“, Franz Xaver Wolf, nach Halifax in Canada ausgewandert.



Fürstenfeldbruck, 6. März 1929. (Auswanderer)
Mitte nächster Woche wird Herr Fritz Asam seinen Heimatort verlassen und ins Dollarland gehen, wo er bereits eine Stellung hat.

Fürstenfeldbruck, 9. März 1929. (Abschied.)
Aus dem Kath. Männl. Jugendverein wird uns folgendes berichtet: Etwas ganz besonderes war es, das neulich die Älterengruppe und die Vorstandschaft ins Präseszimmer führte; der Abschied vom Verein und der Heimat unseres lieben, unvergeßlichen Thomas Braumiller sollte gefeiert werden, der dieser Tage mit einem Freunde von Bremen aus seine Amerikafahrt antritt,um iin der neuen Welt für sein und seiner lieben Wohl zu schaffen. [...]

Schöngeising, 7. April 1929 (Abschied.)
Gestern Abend versammelten sich im Gasthause „Zur Eisenbahn“ (Besitzer Herr Rammelmeier) mehrere junge Leute, um mit ihrem scheidenden Freunde Thomas Huber noch einige heitere, gemütliche Stunden zu verbringen. Thomas Huber ist der einzige Sohn der jetzigen Frau Bohnheim; sein Vater fiel auf dem Felde der Ehre. Er verläßt nun seine Heimat, um über dem großen Wasser in Nordamerika (Brocklyn) Arbeit zu finden. Sein bereits drüben beschäftigter Freund Toni Rammelmeier, der voriges Jahr hinüberging, hatte ihm mitgeteilt, daß er sofort in der gleichen Fabrik als Kunstschlosser Beschäftigung und guten Verdienst finden könnte. Diese Aussicht veranlaßte Thomas Huber, nunmehr am Donnerstag, den 11. April, nachmittags 4.20 Uhr, mit noch vielen anderen Auswanderern die Ausreise nach Bremen mit Extrazug anzutreten und von dort die Seefahrt mit dem Dampfer „Columbus“ nach Neuyork zu unternehmen. [...]

Geltendorf, 24. April 1929. (Auswanderung)
ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Besonders wenn man jung und frank und frei ist, wie der 28jährige Hilfsarbeiter Nikolaus Mannhardt von hier. Die Burschenschaft Geltendorf ließ es sich nicht nehmen, ihrem scheidenden Kameraden bei Gastwirt Mayr einen feuchtfröhlichen Abschied zu bereiten [...] Den vielen, angesichts der am Samstag bevorstehenden Abreise, gemachten Vorschlägen und Glückwünschen wollen auch wir den Wunsch anschließen „Glückliche Reise“.

Eching, 1. Okt. 1929 (Ausgewandert) [am Ammersee]
ist von hier der Hammerschmiedmeisterssohn Hans Steindl. Er will sich in Nordamerika eine neue Heimat suchen. – Der Schreiner Hermann Eggert von hier erwarb im Kaufwege das Anwesen des verstorbenen Schreinermeisters Alois Baumgartner.


[Das ist nicht viel, aber vielleicht braucht es mal jemand]
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  #23  
Alt 26.12.2007, 08:58
Marlies
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Standard Auswanderung Kolona Düsenberg

Amtsblatt für das Fürstenthum Lippe Ausgabe 26. November 1884

Die Witwe Kolona Düsenberg Nr. 34 der Bauernschaft Matorf hat angezeigt, daß sie im April k. J. mit ihren sechs Kindern nach Amerika auswandern wolle.

Brake den 21. November 1884
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  #24  
Alt 01.03.2008, 22:20
Fehrle Fehrle ist offline weiblich
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Standard Auswanderer aus Baden Württemberg

Auswanderer nach Südrussland 1808 – 1810

Rohrbach: Bernhard Messer, Josef Jost, Lorenz Geiss, Karl Frank jung, Peter Michelfelder, Eichelberg: Klemens Erler ,Andreas Rickert, Ignaz Boppel
Waldangelloch: Ludwig Hoffmann jung nach Taurien
Gochsheim: Melchior Gerber, Elias Schwingstein
Sulzbach: Michael Schmitt, auf die Krim
Hoffenheim: Michael Petri, Bernhard Hocrh, David Busch
Steinsfurt: Johann Georg Walter, Jakob Walter, Johann Georg Brüchler, Adam Leipi, Jakob Burkhard,
Schluchtern: Daniel und Michael Krauth
Leutershausen: Johann Herbeck Wittwe und Sohn, Johann Herbeck,. Franziska Abel und Katharina Abel sind nach Taurien
Walddorf: Peter Stegmayer, Katharina geb. Biermoserin, Georg Adam Körner
Handschussheim: Michael Siegmann
Sandhausen: Johann Jakob Scheid, Michael Köhler,
Nussloch: Jakob Anweiler
Wimmersbach: Sebastian Frey
Asbach: Andreas Stocker
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  #25  
Alt 08.03.2008, 13:35
Dorle47 Dorle47 ist offline weiblich
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Standard Verschiedene Auswanderungslisten

Hallo Listenfreunde,
vor kurzem fand ich bei familysearch.org unter dem
Titel Auswanderunslisten, 1850-1914
Authors Hamburg (Hamburg), Auswanderungsamt
nachfolgenden Film Nr. 1732431 Item1-11:
1)Listen der Personen, die nicht mit Auswanderungsschiffen nach Übersee gefahren sind.
Bände 1-2, 1871-1887
2)Chronologf. Liste der aus Hamburg ausgegangenen Auswanderungsschiffe,
1850-1914
3) Alphabet. Liste jüdische Rückwanderer, 1905-1905
4)Von der Auswanderung zurückgestellte Personen, 1906-1913
5) Vwerzeichnis der eingetroffenen Auswanderer mit Abfahrtsdaten, 311.Dez.1913-12.Aug.1914
6) Auswanderer aus Kowno(Kaunas) 1897-1899
7) Jüdische Waisenkinder (Pogromopfer) aus Rußland, 1906

Vielleicht ist dieser Film hilfreich für den einen oder anderen.
Viel Glück
Doris
__________________
Doris

Dauersuche:
Mecklenburg:Lüdcke-Hardrath-Walje-Osterland-Kittendorf-Speerbrecher-Ebel
Vorpomm.Schmidt-Metzling-Schwerin-Labahn-Reusler-Schimmelmann-Streufert-Mester-Sund
Sachsen:Schirmer-Kürbs-Kreutziger-Bormann-Schumann-Richter-Heberer-Fohrwerk-Schäfer-Döge
Schlesw.-Holstein: Tonn-Niehus- Rathje
Memel/Kreis: Lüthke-Liedtke-Schorning-Kesten
Köslin: Tonn-Marx-Wilhelm-Sinholz-Winkel-Kotzer
Brandenburg: Kalcklösch-Speerbrecher-Sienholz-Manthe-Richter
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  #26  
Alt 15.03.2008, 15:08
Fehrle Fehrle ist offline weiblich
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Standard Auswanderer nach Brasilien aus der Grafschaft Büdingen

Mir liegt eine Liste mit Namen von Auswanderen nach Brasilien vor, welche aus der ehem. Grafschaft Büdingen stammen. Gerne beantworte ich entsprechende Anfragen.
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  #27  
Alt 22.03.2008, 08:22
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Standard Badische in Venezuela / Fund

Badische in Venezuela

.......einige Familiennamen der Tovarer Kolionie. Sie stammen hinsichtlich Ortsangabe von älteren Männern der zweiten Generation :
6 bis 8 Familien Gehrig (aus Oberbergen a.K.)
6 bis 8 Familien Müsle (aus Wasenweiler)
6 Familien Ruh (aus Endingen)
Mehrere Familien Kanzler (aus Ettenheim)
2 Familien Dehn (aus ?)
1 Familie Gerberger (aus Forchheim b. Karlsruhe)
2 Familien Strubinger (aus Herbolzheim)
6 Familien Breidenbach aus der Fuldaer Gegend

Ausserdem finden sich noch folgende Familiennamen: Ruthmann, Frey, Ziegler, Guth, Kohler, Stein, Mudach, Fehr, Schmuck, Pfaff, Teufel, Collin aus dem Elsass.


Quelle: Mein Heimatland, 19. Jahrgang, 1932, Heft ¾
Badische Landsleute in Venezuela
__________________
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  #28  
Alt 22.03.2008, 18:44
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Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
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Standard Allerlei aus Amerika (1875)

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

Ich möchte hier in loser Reihenfolge einige Nachrichten aus Amerika präsentieren, die sich in den Jahren 1875 und 1876 zutrugen.

Vielleicht helfen sie dem einen oder andern gar bei der Suche nach ausgewanderten Verwandten, auf alle Fälle geben sie kleine Einblicke in das damalige Leben der Amerikaner, sind zumeist amüsant zu lesen, und entlockten augenscheinlich auch schon vor über 130 Jahren dem geneigten Leser ein Schmunzeln - oder eine zerknirschte Stirn...

Sämtliche Artikel entstammen dem 9. Jahrgang (1875/76) der Zeitschrift
"Alte und neue Welt
Illustrirtes katholisches Familienblatt
zur Unterhaltung und Belehrung.
Verlag von Gebr. Karl und Nikolaus Benziger in Einsiedeln (Schweiz).

Viel Spaß beim Lesen wünscht
-Jens


Heft Nr. 3
Amerikanische Lehrernoth.

In Illinois gibt es ein Dorf, Namens Palos, und in dem Dorfe gibt es eine Schule. Diese liegt mitten in einem Wäldchen von großen Nußbäumen, welche von kleinen niedlichen Eichhörnchen bewohnt werden. Eines Tages hatten die bösen Jungen ein halbes Dutzend der Eichhörnchen in dem Wäldchen gefangen, und ließen, als der Lehrer den Unterricht begann, erst eines, dann zwei, dann alle laufen, bis die Mädchen kreischten, die Jungen johlten, und endlich ein allgemeines Jagen nebst Schiefer- und Fibelbombardement entstand, dessen Ende war, daß sämmtliche Eichhörnchen entsprangen, der Lehrer aber den Finger, in den er von einem der lieben Thierchen gebissen worden war, in den Mund steckte. Dann fragte er mit unheildrohendem Stirnrunzeln, wer die Eichhörnchen losgelassen. Keiner antwortete. Er fragte wieder, ernster, dringender. Alles schwieg. Er forderte die Schüler auf, den oder die Schuldigen zu nennen. Keiner wollte den Angeber machen. Zuletzt drohte er, die ganze Klasse, einen nach dem andern, abzuprügeln, wenn ihm nicht die Schuldigen bezeichnet würden, und machte gleich Miene, seine Drohung auszuführen, indem er nach dem nächsten Knaben, einem kleinen Knirpse griff. Da sprang der größte Knabe der Klasse auf und forderte, wenn geprügelt werden müsse, so solle mit ihm der Anfang gemacht werden. Zornig wandte sich der Lehrer gegen ihn, aber ehe er zupacken konnte, hatte er einen Faustschlag zwischen den Augen, und nun folgte eine Balgerei, die damit endete, daß der Lehrer mit blutender Nase, zerrauften Haaren, zerissenen Kleidern aus dem Schullokal geworfen wurde. Warum wir diese Geschichte erzählen? fragt der "Wahrheitsfreund" von Cincinnati. Dergleichen ist auch anderswo schon vorgekommen. Aber was nun folgt, kann "nur in Amerika passiren". Die Sache kam nämlich vor Gericht, und das Gericht gab dem Jungen Recht, weil der Lehrer angefangen habe; der Schulverband war ganz der gleichen Ansicht. Die Schule von Palos aber steht verwaist, bis Jemand sich meldet, der Lust und Muth hat, die dortige Jugend zu unterrichten.





Heft 4
Ein Ehegesetz,

einzig in seiner Art, ist am 1. Juli im Staate Illinois in Kraft getreten und hat bereits manches jugendliche Paar zu dem vermeintlichen Ziel seiner Wünsche geführt. Dieses Gesetz gestattet nämlich jedem Jüngling von 17 Jahren und jeder Jungfrau von 14 Jahren und darüber die rechtsgültige Eheschließung, wenn dieselben nur ihren vollen Namen und Wohnort angeben und sich durch zwei volljährige Zeugen legitimiren.





Heft 4
Ein Zeitungs-Extrazug.

Der "New-York- Herald" meldet, daß er während dieser Saison jeden Sonntag zwischen New-York und Saratoga einen Extrazug gehen lasse, der New-York um halb 3 Uhr verläßt und in Saratoga um 9 Uhr eintrifft, um die Sonntagsnummer des "Herald" in Saratoga und längs der Linie frühzeitig auszugeben. Saratoga ist bekanntlich das fashionable amerikanische Seebad.





Heft 7
Wäsche aus Papier.

Die meisten und größten Fabriken dieses modernen Verbrauchsartikels befinden sich zu Lowell in in Massachusetts, einer Stadt von 41,000 Seelen. Hier wurden im verflossenen Jahre durchschnittlich jeden Monat nicht weniger als 739 Millionen Stück Papierkragen und Chemisetten verfertigt.





Heft 10
Amerikanische Ritterlichkeit.

In Oregon machte unlängst ein entrüsteter Vater Jagd auf seine Tochter und deren Entführer. Er traf das junge Paar in Portland und machte einen Angriff auf den jungen Mann, der sich mannhaft vertheidigte, den Alten auf die Erde warf und gehörig durchprügelte. Der Alte erklärte, daß er genug habe, erhob sich und sagte dem jungen Mann, daß er ein muthiger Bursche sei, dem er seine Tochter gerne gebe. Die Scene erregte großes Aufsehen und viele Befriedigung. Das junge Ehepaar fuhr darauf mit dem versöhnten Vater nach der Heimath zurück.





Heft 10
Der Name Lincoln's

scheint nicht so bald auszusterben. In den Vereinigten Staaten haben allein ungefähr 120 Städte, neue Townships und Counties sich nach dem verdienten Präsidenten benannt.
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  #29  
Alt 22.03.2008, 20:34
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Hintiberi Hintiberi ist offline männlich
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Heft 11
Sonderbare Testamentsurkunde.

Ein komischer Kauz in Tennessee schrieb seinen letzten Willen auf einen Papierkragen, und derselbe passirte durch alle Gerichtshöfe und wurde als gültig anerkannt, obgleich das Instrument nur mit einiger Schwierigkeit in die Acten geheftet werden konnte.





Heft 14
Der "Quadruple-Telegraph",

ein Apparat, vermittelst dessen zu gleicher Zeit vier Depeschen durch einen Draht befördert werden, ist seit Kurzem auf der New-York-Bostoner Linie der "Western Union Telegraph Company" im Betrieb. Diese Erfindung hat sich von vornherein so vortrefflich bewährt, daß die Gesellschaft beschlossen hat, dieselbe auf ihren sämmtlichen Linien, welche sich über den ganzen nordamerikanischen Kontinent erstrecken, einzuführen.





Heft 14
Der Gebrauch des Opiums

nimmt in den Vereinigten Staaten, neben Branntwein und Tabak, in schreckenserregender Weise zu. Die Frauen sollen ihm mehr ergeben sein, als die Männer, die Reichen mehr als die Armen, die Gelehrten mehr als die Unwissenden. Die Jahreseinfuhr von 2500 Ctr. übersteigt die von 10 Jahren vorher um das Zehnfache; Aerzte und Apotheker behaupten, in den Offizinen könne nur ein Drittel hievon verbraucht werden.





Heft 16
Eine sonderbare Probe kindlicher Liebe

legte der Sohn eines Zeitungs-Herausgebers in einer kleinen Stadt Pennsylvania's ab, welcher nur deßhalb das Verbrechen der Brandstiftung begangen haben wollte, damit es seinem Vater nicht an interessanten Items fehle. Das Gericht erklärte diesen guten Sohn nichtsdestoweniger für einen verlorenen.




Heft 19
Californische Vorsicht.

Wie vorsorglich man in San Francisco auf die Zukunft denkt, das zeigt die Thatsache, daß das County-Gefängnis unter seinen Ausrüstungsgegenständen eine lange Kette mit 200 Handschellen angeschafft hat. Es könnte im Gefängnis einmal ein Brand ausbrechen, und für diesen Fall sollen alle Gefangenen zum sicheren Transport an die Kette gelegt werden.
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  #30  
Alt 22.03.2008, 21:02
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Heft 22
Die leidenschaftlichsten Tabakraucher

finden sich, nächst Cuba, in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Der Gesammtverbrauch von Cigarren, Rauch-, Kau- und Schnupftabak wird auf nicht weniger als 1046-1070 Millionen Frcs. (205 bis 206 Millionen Dollars) jährlich berechnet; was ziemlich genau 26 7/8 Frcs. auf den Kopf der Gesammtbevölkerung oder 107 1/2 Frcs. auf jede Mannsperson über 15 Jahre ausmacht. Derselbe übersteigt sogar denjenigen des Mehles, und zwar nicht ganz unerheblich, da man diesen nur auf 1000 bis 1025 Millionen Frcs. (etwa 24 3/8 Frcs. auf den Kopf) anschlägt. Die Tabakstaude wird übrigens gegenwärtig in allen Staaten der Union, mit alleiniger Ausnahme der Nordhälfte von Maine und Minnesota, und auch in der Mehrzahl der Territorien angebaut.





Heft 25
Die höchste Telegraphenstation auf der Erde

wurde am 7. December von der "Western Union Company" in Alma (Colorado) eröffnet, welcher Platz sich 10,500 Fuß über dem Meeresspiegel befindet.





Heft 26
Weihnachtsbäume

waren vor 25 Jahren in New-York nur mit großen Kosten und noch größeren Schwierigkeiten zu beschaffen. Wer die deutsche Sitte nicht aufgeben wollte, mußte nach einem Walde schicken und dort ein Tannenbäumchen schlagen lassen. Jetzt ist die Sitte allgemein, und Tannenbäumchen sind ein bedeutender Handelsartikel. Man schätzt die Anzahl der Tannenbäumchen und Bäume, die aus dem Catskill-Gebirge für die letzte Weihnachtsfeier auf den New-Yorker Markt gebracht worden sind, auf 120,000 Stück, aus Maine und anderen östlichen Staaten, auf etwa 100,000. Vollkommene Bäume von 30 Fuß Höhe mit einem Gezweige von 20 Fuß im Umfange wurden mit 10 bis 15 Dollars, kleinere mit 10 Cents bis 2 Dollars bezahlt.





Heft 26
Californische Rosinen.

In Süd-California wurden neuerdings Rosinen vorzüglicher Qualität aus Muscat- und Mission-Trauben gewonnen. Dieselben dürften bald zu den Haupt-Producten des südlichen California's zählen und eine lebhafte Concurrenz hervorrufen.





Heft 28
Die Straßen von Virginia City

in Nevada sind gewissermaßen mit Silber gepflastert; zur Macadamisirung der Hauptstraßen wurden ursprünglich Erz-Ueberreste verwendet, und hierzu kommen die von Jahr zu Jahr von den über die Straßen in Wagen transportirten Erzen herabfallenden Erzklümpchen. Das Vorhandensein von Silber wurde kürzlich durch eine Wette constatirt, in deren Folge eine kleine Quantität von Straßenschmutz analysirt wurde, und stellte sich heraus, daß auf die Tonne 7.54 Dollars Silber und 2.32 Dollars Gold, also ein Gesammtwerth von 9.86 Dollars kommt.





Heft 28
Eine originelle Wette,

welche zeigt, wie weit die amerikanische Jugend fortgeschritten ist, wurde unlängst auf Long Island entschieden. Der Locomitiv-Führer eines zwischen Central Islip und Brentwood fahrenden Eisenbahnzuges sah vor demselben einen Knaben ruhig auf dem Geleise sitzen. Trotz aller Warnungs-Signale verharrte der Bursche unbeweglich in seiner Stellung und zwang den Zugführer, den Zug halten zu lassen, worauf der Junge davon eilte. Später wurde ermittelt, daß der Range mit einem Kameraden gewettet hatte, er könne den Eisenbahnzug zum Halten bringen.





Heft 28
Gold- und Silberproduction der Vereinigten Staaten.

Seit der Entdeckung der großen Goldminen im Jahre 1848 bis Ende 1873 wurde in Californien an Gold producirt: 985,800,000 Dollars, in den anderen Staaten und Territorien während der gleichen Zeit an Gold 254,950,000 und an Silber 186,050,000 Doll. Von dieser Zeit ertrug die gesammte Goldproduction seit Bestand der Union etwa 14,440,000 Dollars, also kaum etwas mehr als ein Viertel des durchschnittlichen Jahresvertrages der letzten 26 Jahre.
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