#1  
Alt 07.09.2017, 16:13
Benutzerbild von Armand J
Armand J Armand J ist offline männlich
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Standard Im Pfarrhaus Copuliert

Hallo zusammen,

ich habe einige Einträge von Hochzeiten aus Kirchenbüchern.
Dort steht am Ende bei einigen Einträgen Im "Pfarrhaus copuliert"
in anderen Einträgen in der "Kirche copuliert".
Bei gleichen Jahrgängen und gleichen Pfarrämtern.
Orte: Ahausen, Brockel und Visselhövede, Land: Niedersachsen
Zeitraum ist 1715 - 1852
Warum dieser Unterschied?
Eine Erklärung dafür konnte ich nirgends finden.

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

Viele Grüße
Armand

Geändert von Armand J (07.09.2017 um 16:33 Uhr)
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  #2  
Alt 07.09.2017, 16:15
katrinkasper
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Guten Abend,
ohne konkrete Ortsnennung spekulativ:
Jahreszeit (Kälte; Kirche ungeheizt)
Kirche baufällig, abgebrannt, vom Militär requiriert
Pfarrer fußlahm
Wunsch der Brautleute
in aller Stille wegen sichtbarer Schwangerschaft
in aller Stille wegen Trauerfristen
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  #3  
Alt 07.09.2017, 18:16
Benutzerbild von renatehelene
renatehelene renatehelene ist offline weiblich
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Hallo Katrin,

"Pfarrer fußlahm" gefällt mir als Grund
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Renate aus Berlin
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  #4  
Alt 07.09.2017, 18:18
OliverS OliverS ist offline männlich
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Bei uns gibt es auch die Kirche und nebenan die kleine Kapelle mit Pastorenzimmer.
Je nachdem wir groß die Trauung ist, wird hier oder da getraut.
Gruss
Oliver
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  #5  
Alt 07.09.2017, 18:27
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In der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, sollen Paare mit "vorzeitiger" Schwangerschaft, noch in den 1960-iger Jahren in der Stille = in dem Fall im Pfarrhaus getraut worden sein. (ev.)

Ich habe damals schon gelebt, und weiß es von meiner Mutter (offensichtlich nicht betroffen). Das "soll" ist also eher dem Umstand geschuldet, daß ich nicht selbst bei einer solchen Trauung anwesend war.
vG
Gisela
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  #6  
Alt 11.09.2017, 05:15
alphabet alphabet ist offline männlich
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Die Jahreszeit hatte einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Ort der Amtshandlung: Wie schon erwähnt wurden Taufen oder Trauungen in den Wintermonaten oft im Pfarrhaus abgehalten. Ich habe das bei meinen Recherchen oft beobachtet.
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  #7  
Alt 12.09.2017, 09:21
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Beiträge: 2.036
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Moinsen zusammen,

hast du vielleicht mal geschaut, ob diese Trauung ggf.
Gemeinsamkeiten aufweisen, wenn sonst keine
Widrigkeiten erkennbar sind…???

Ich habe mir mal meine Dateien angeschaut. Bei Trauungen
im Pfarrhaus, als auch Trauungen im Hause, sind es über-
wiegend gut situierte Familienkreise wie Hufner (Bauern),
Kaufhändler und Ratsverwandte, weniger Knechte und Mägde,
hier finden sich des öfteren die sgn. *Stillen Trauungen*, nicht
selten wg. *Schwächung* der Braut, eine nette Umschreibung
für voreheliche Schwangerschaften.

Man bevorzugte halt eine *intimere Atmosphäre*, zeugte auch
oftmals von Wohlstand, als auch besondere Ehre und Anerken-
nung der Brautleute/Familien. Für diese Form der Trauungen,
insbesondere Haustrauungen, musste man durchaus mit recht hohen
Kosten rechnen.

Wenn ich es jetzt richtig verstehe, finden sich diese Einträge im
Zeitraum von 1715 bis 1852. Wenn ich mich nicht verrechnet habe,
betrachten wir hier einen Zeitraum von 137 Jahren. Während einer solchen
Zeitspanne kann natürlich viel passiert sein, somit kann man wahrscheinlich
einige Widrigkeiten eher als punktuell/zeitlich begrenzt einstufen.

Würde es sich überw. um *Wintertrauungen handeln, dürfte man recht
schnell ein Rhythmus erkennen: Sprich, die meisten Trauungen dürften
sich dann wohl in den Monaten November bis Februar finden lassen.

Beste Grüsse von der Kieler-Förde
Roland
__________________
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Habersaat, vorrangig aus dem Raum Ostholstein: Lehnsahn, Harmsdorf, Güldenstein, Schönwalde
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