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  #1  
Alt 05.09.2017, 08:05
Feldsalat Feldsalat ist offline weiblich
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Standard 1851, Böhmen: Heirat erst 14 Jahre nach Geburt des Kindes, mögliche Gründe?

Hallo zusammen,

ich befasse mich noch keine drei Wochen mit Ahnenforschung, bin aber schon auf einige uneheliche Kinder gestoßen, bei denen im Geburtseintrag kein Vater genannt ist.

Gestern allerdings bin ich auf einen Geburtseintrag gestoßen, bei dem ich nicht schlecht gestaunt habe:

http://vademecum.soalitomerice.cz/va...scan=31#scan31

Der zweite Eintrag ist es. Die Tochter Rosalia ist 1837 geboren, und erst 1851 haben die Eltern geheiratet

Ich dachte immer, man hatte es früher sehr mit Sitte und Moral und bloß nicht vor der Ehe ......

Habe ich da völlig falsche Vorstellungen?

Was könnten denn die Gründe sein, daß zur damaligen Zeit erst so lange nach der Geburt geheiratet wurde?

Schönen Tag euch allen,
Feldsalat

Geändert von Feldsalat (07.09.2017 um 07:37 Uhr) Grund: Link repariert
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  #2  
Alt 05.09.2017, 17:40
Benutzerbild von renatehelene
renatehelene renatehelene ist offline weiblich
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Hallo Feldsalat,

leider funktioniert der Link bei mir nicht, so daß ich den Eintrag nicht sehen kann.
Aber woher hast Du die Erkenntnis, daß die Eltern erst so spät geheiratet
haben?

Welchen Beruf hatte denn der Vater?
__________________
Renate aus Berlin
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  #3  
Alt 05.09.2017, 18:49
katrinkasper
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Zitat:
Zitat von Feldsalat Beitrag anzeigen
Was könnten denn die Gründe sein, daß zur damaligen Zeit erst so lange nach der Geburt geheiratet wurde?
Guten Abend,
ein fehlender Heiratskonsens.
https://books.google.de/books?id=w0i...onsens&f=false
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  #4  
Alt 06.09.2017, 17:38
Feldsalat Feldsalat ist offline weiblich
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Komisch, bei mir funktioniert der Link.

@renatehelene
Im Geburtseintrag ist ein Vermerk zur Vaterschaftsanerkennung nach geschlossener Ehe 1851.

Im Geburtseintrag kann ich den Beruf nicht lesen, im Heiratseintrag steht "Wirtschaftsbesitzer".

Und hier ist der Heiratseintrag, der erste Eintrag auf der Seite:

http://vademecum.soalitomerice.cz/va...an=161#scan161

@katrinkasper
Der Begriff Heiratskonsens ist mir neu, danke dafür, vielleicht war das ja der Grund?

Schönen Abend,
Feldsalat

Geändert von Feldsalat (07.09.2017 um 07:38 Uhr) Grund: Link repariert
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  #5  
Alt 06.09.2017, 17:43
katrinkasper
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Guten Abend,
leider funktionieren beide Links nicht.
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  #6  
Alt 06.09.2017, 20:03
Valentin1871 Valentin1871 ist offline männlich
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Ort: Mitteldeutschland
Beiträge: 733
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Zitat:
Zitat von Feldsalat Beitrag anzeigen
Komisch, bei mir funktioniert der Link.
Die URLs eignen sich nicht zur Weitergabe.
Oben bei Vademecum auf das Ketten-Icon klicken, dann wird ein Perma-Link angezeigt. Bitte diesen verwenden!
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  #7  
Alt 06.09.2017, 20:12
Feldsalat Feldsalat ist offline weiblich
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Ort: Bodenseekreis
Beiträge: 38
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Danke für den Hinweis auf den Perma-Link, hier also noch ein Versuch.

Geburtseintrag Rosalia Tietze 1837:
http://vademecum.soalitomerice.cz/va...scan=31#scan31

Heiratseintrag Karl und Magdalena Tietze 1851:
http://vademecum.soalitomerice.cz/va...an=161#scan161
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  #8  
Alt 06.09.2017, 21:35
katrinkasper
Gast
 
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Guten Abend,
1837 wird der Vater als BESPANTER bezeichnet. Fehlt wohl ein Verdoppelungsstrich über dem N.
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  #9  
Alt 07.09.2017, 16:19
Benutzerbild von Ysabell
Ysabell Ysabell ist offline
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Registriert seit: 23.09.2008
Beiträge: 172
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Gerade im Landwirtschaftlichen Bereich ist das meiner Erfahrung nach fast eher die Regel als die Ausnahme gewesen (Bereich Mecklenburg Schwerin). Geheiratet werden durfte erst nach Übernahme des Hofes und anderer Bedingungen das war nicht selten relativ spät zum Familie gründen in damaliger Zeit. Meine Urgroßmutter (*1901) war bereits das 4. Kind ihrer Eltern und als erstes (knapp) ehelich geboren. Da war mein Ururgroßvater bereits 36 Jahre alt, seine Frau 34. Auf das Heiraten konnte man warten, auf's Kinder zeugen nicht. Die mussten schließlich rechtzeitig alt genug sein um später ihrerseits den Hof zu übernehmen und die altgewordenen Eltern zu versorgen.
Dasses in früheren Zeiten immer sittsam zuging mag auf gewisse Kreise zutreffen, in denen Jungfräulichkeit zumindest bei der Frau erheblichen Einfluss auf die Heiratschancen hatte, bei der einfachen Bevölkerung siegte aber oft eher der Pragmatismus vor der Sittsamkeit. Problematisch wurde es für die Frauen meist nur dann wenn der Vater sich nicht zum Kind bekannt hat.
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