#1  
Alt 13.09.2017, 07:57
grauer wolf grauer wolf ist offline männlich
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Hallo,

mein Name ist Wolfgang, bin 57 Jahre alt und betreibe seit langem Ahnenforschung meiner Vorfahren aus Schlesien. Mein Vater war Rudolf Kanert aus Breslau.

Nun habe ich vor kurzem eine Sterbeurkunde gefunden über eine Vorfahrin???. Dort sind auch die Eltern verzeichnet. Hier steht, dass der Vater ein Franz Anton Kahnert ist und dessen Ehefrau Henriette Christiane Kahmolz. Bei meinen Recherchen gibt es nur einen Anton Kahnert/Kanert und dessen Ehefrau Henriette Christiane Kamolz. Man sieht eine große Ähnlichkeit. Nun zu meiner Frage. Wurde bei meinen Nachweisen immer nur der eine Name, nämlich Anton benutzt und bei der kürzlich erhaltenen Sterbeurkunde der vollständige Name erwähnt. Jetzt bin ich am Grübeln ob dies dieselben Personen sind. Ich meine es ist doch eher unwahrscheinlich dass beide Ehepaare die fast gleichen Name haben nur eben anders geschrieben. Vor allem sind die angegeben Orte sogar gleich. Mein Vorfahre Anton Kanert/Kahnert lebte in Klein Wiersewitz und war dort Oberamtmann (alles schriftlich nachgewiesen). Allerdings eben nur Anton und nicht Franz Anton. Weiterhin habe ich eine Liste von Gerhard Kahnert über eben diesen Franz Anton Kahnert. Der war allerdings 4 mal verheiratet. Allerdings war keine Henriette Christiane Kamolz verzeichnet. Der Gerhard Kahnert war sehr gewissenhaft und hat viel recherchiert. Leider ist der verstorben und man kann ihn nicht mehr fragen. Fragen über Fragen, Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen
Wolfgang
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  #2  
Alt 13.09.2017, 09:55
OliverS OliverS ist offline männlich
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Das habe ich sehr sehr sehr oft das Namen weggelassen wurde, macht es nicht einfacher Aber das könnte schon sein. Oder die Namen wurden verändert - aus Jurgis wurde später Gerorg oder aus Cathrina wurde Tinke oder sowas.
__________________
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  #3  
Alt 13.09.2017, 12:57
ReReBe ReReBe ist offline männlich
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Hallo Wolfgang,

also ich bin der Überzeugung, dass alle 4 Scans folgendermaßen zusammengehören:

Scan1
ANTON KANERT
+ 20.5. und [] 23.5.1867
Gutspächter aus Schirakowitz
Alter 76J 11 M => * err Juni 1790

ist der Vater folgender Söhne:

Scan3
CARL HERMANN
" 30.11.1816
Kirchenbuch/Taufort = ?
V: ANTON KANERT, Amtsmann

Scan2
RUDOLF LOUIS
* 18.2.1818 in Gimmel Kr. Wohlau
" 2.3.1818 in Winzig (kath)
V: ANTON KANERT, Amtsmann

Scan4
LEOPLOD ERNST GUSTAV
+ 14.9.1904 in Breslau
ev, Alter 76J => * err 1828
* in Klein-Wiersewitz Kr. Guhrau
V: FRANZ ANTON KAHNERT
Gutspächter, + Schirakowitz Kr. Gleiwitz
(wie Scan1)

Die Ehefrau bzw. Mutter ist in jeweils verschiedener Schreibweise aber wohl immer dieselbe: HENRIETTE CHRISTINE/CHRISTIANE KAMOLZ/KOMOL?/KAHMOLZ

Gruß aus dem heute recht stürmischen Berlin
Reiner

Geändert von ReReBe (13.09.2017 um 15:16 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #4  
Alt 14.09.2017, 05:26
grauer wolf grauer wolf ist offline männlich
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Hallo Reiner und Oliver

danke für die Rückmeldungen. Bleibt aber die Frage bestehen, welche(r) Vornamen sind glaubwürdiger, die bei der neueren Sterbeurkunde oder die alten. Ich tue mich schwer meine Daten einfach umzuändern, statt Anton jetzt überall Franz Anton zu nehmen. Die neuere Sterbeurkunde von 1904 gibt hier den Franz Anton als Vater an. Dann ist auch der Geburtsname von Henriette Christiane anders geschrieben (hier Kahmholz). Ich gehe ja auch davon aus, dass die 4 zusammengehören, aber welche Urkunden/Kirchenbucheintragungen sind dann glaubwürdiger. Vor allem wird der Amtmann auch in der zu findenden Literatur immer nur als Anton angegeben. Über Rückmeldung würde ich mich freuen.

LG
Wolfgang
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  #5  
Alt 14.09.2017, 07:40
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Zitat:
Zitat von grauer wolf Beitrag anzeigen
Ich gehe ja auch davon aus, dass die 4 zusammengehören, aber welche Urkunden/Kirchenbucheintragungen sind dann glaubwürdiger.
Hallo Wolfgang,
die Eintragungen sind nun mal wie sie sind. Der Fall, dass von meist mehreren Vornamen manchmal nur der Rufname genannt wird ist ebenso häufig zu beobachten, wie unterschiedliche Schreibweisen der Nachnamen. Da hat insbesondere bei Kirchenbüchern der Pfarrer mangels schriftlicher Unterlagen den Eintrag halt so vorgenommen hat, wie es ihm gesagt wurde und wie er es gehört und verstanden hat. Das macht die Sache manchmal nicht einfach, aber in Deinem Fall sollte es klar sein.

Bei der Taufe wurden dem Vater hier sicher die Vornamen FRANZ ANTON gegeben, später bei der Geburt der Söhne aber in den Kirchenbüchern nur sein offensichtlicher Rufname ANTON eingetragen. Beim Standsesamtseintrag für die Geburt des letzten Sohnes war man dann wohl wieder sorgfältiger und hat beide Vornamen verwendet. Also ich würde ihn ANTON nennen, bei den jeweiligen Einträgen aber das vermerken, was dort steht.

Bei der Schreibweise der Nachnamen würde ich genauso verfahren. Da musst Du halt eine bevorzugte Schreibweise als Familienname auswählen (die letzte, die häufigste, ... ?) und ansonsten immer den Namen vermerken wie im Eintrag. So mache ich das jedenfalls.

Gruß
Reiner
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  #6  
Alt 14.09.2017, 07:59
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Moinsen Wolfgang,

wenn man mich vor die Wahl stellt, Kirche oder Standesamt,
tendiere ich immer in Richtung Standesamt. Es ist gar nicht
mal so selten, dass sich die kirchlichen Einträge nur auf den
gebräuchlichen/seinen Rufnamen beziehen, alle weiteren
Vornamen können in der Zeit durchaus *verschütt* gehen,
*schlichtens* in Vergessenheit geraten und lassen sich letztlich auch
nur im Taufregister wiederfinden…, da war Mutter Kirche oftmals
relativ schmerzfrei. Letztlich unterlag man auch der Schreibkunst/Auffassung
von Schreibweisen, insbesondere von Familiennamen, den Diakonen
und Pastoren, aber auch den Standesbeamten, ohne Frage.

Standesämter sind grundsätzlich dazu verpflichtet, alle Angaben voll auszu-
schreiben, sofern sie davon Kenntnis hatten/haben. Hier kann man aber
wohl unterstellen, dass ein Amtmann am Orte bekannt war.
Allerdings hatten auch die Standesbeamten so ihre Probleme, insbesondere
wenn es sich um *Ersteinträge* handelt: *Wie schreibt man Kahnert?*
Mit h oder ohne h, mit n oder doppel n, ist Kahnert nicht evtl. doch
ein Kuhnert…???

Besondere Probleme bereiteten Familiennamen, die ein h und einen
Umlaut enthalten, so wie mein Familienname *THÖM*, klingt eigentlich
ganz einfach. Aber es lassen sich bislang sieben versch. Schreibweisen
nachweisen. Z.B.: Thöming, Töhming, Töhm, Döhmling, Döhm usw..

Gibt es ggf. noch weiterführende Unterlagen…???
Mir fallen da z.B. Amtsblätter ein. Hier findet sich evtl. seine Bestallung
zum Amtmann, auch hier dürfte/könnte sich sein voller Name finden
lassen…???
Einen Geburtseintrag gibt es nicht…???

Soderle…, was mir so am Morgen durch den Kopf geht…*lach*.
Beste Grüsse von der Kieler-Förde
Roland
__________________
Stets auf der Suche nach:
Thöm-ing, vorrangig aus dem Raum Südschleswig: Tetenhusen, Kropp, Erfde
Habersaat, vorrangig aus dem Raum Ostholstein: Lehnsahn, Harmsdorf, Güldenstein, Schönwalde
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  #7  
Alt 19.09.2017, 10:05
grauer wolf grauer wolf ist offline männlich
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Hallo und Danke für die Infos. Trotzdem bleibt meine Unsicherheit bestehen. In der einen Auflistung war der Franz Anton Kahnert 4 mal leiiert. Ich finde zwar gewisse Gemeinsamkeiten aber das ist mir alles zu unsicher. Wenn ich definitiv Geburtsurkunden bzw. die Heiratsurkunde zwischen meinem Anton Ka(n)ert und Henriette Christiane Kamolz finden würde, dann könnte ich hier weitermachen. Aber da sieht es schwierig aus, da ich ja nicht mal den Geburtsort/Heiratsort weiß. Trotzdem vielen Dank.

LG Wolfgang
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