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  #1  
Alt 20.04.2017, 13:51
dirkjo dirkjo ist offline männlich
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Standard Sterberegister 1694

Quelle bzw. Art des Textes: Sterberegister
Jahr, aus dem der Text stammt: 1694


Hallo,
könnt Ihr mir bei den beiden Lücken helfen?
Vielen Dank

den 25 Marty
Jacob Vicke, ______ und ____ von Escheburg, anno atat 61.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Vicken, Jacob - Sterberegister 1694.jpg (228,1 KB, 11x aufgerufen)
__________________
Viele Grüße
Dirk
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  #2  
Alt 20.04.2017, 13:54
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Bendis Bendis ist gerade online
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Beiträge: 322
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Hallo,

Gastgeber und Postführer lese ich da.
__________________
VG
Bendis
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  #3  
Alt 21.04.2017, 00:01
Jürgen Wermich Jürgen Wermich ist offline
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Martii: Es gibt kein Y im Lateinischen!
anno aetat(is) = im Jahre seine Alters; hier ae in Ligatur.
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  #4  
Alt 21.04.2017, 00:35
dirkjo dirkjo ist offline männlich
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Vielen Dank
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Viele Grüße
Dirk
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  #5  
Alt 26.04.2017, 08:21
AndreeP AndreeP ist offline
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[QUOTE=Jürgen Wermich;1004082]Martii: Es gibt kein Y im Lateinischen!

Hallo Jürgen, diese Aussage ist natürlich richtig, aber es geht hier nicht um klassische lateinische Texte, sondern um die Transkription eines Textes aus dem Kirchenbuch eines deutschen Kirchspiels der Neuzeit! Dirk lag vollkommen richtig mit seiner Transkription. Es steht im Text tatsächlich "Martÿ". Siehe http://wiki-de.genealogy.net/Monate.

Siehe auch meine in GEDBAS veröffentlichten Forschungsergebnisse. Insbesondere zu den im 17. Jhdt. im Kirchspiel Hohenhorn ansässigen Familien habe ich einige Beiträge in GEDBAS veröffentlicht.

Viele Grüße
Andree

Geändert von AndreeP (26.04.2017 um 08:43 Uhr)
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  #6  
Alt 26.04.2017, 08:49
Jürgen Wermich Jürgen Wermich ist offline
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Hallo Andree,
hier stehen zwei i und nichts anderes.
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  #7  
Alt 26.04.2017, 09:50
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Huber Benedikt Huber Benedikt ist offline
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moin,
irgendwie habt ihr ja beide recht.
Jürgen weils im klassischen Latein Martii heisst und es kein Y gab.
Bereits im spätklassischen Latein aber wurde das y aus dem Griechischen übernommen.(für griechische Worte)
Die Geistlichen waren ja bis in die Neuzeit auch des Griechischen mächtig.
Andree weil dort tatsächlich ein "ÿ" stent, also ein Y mit 2 Punkten drüber.

Für das Doppel i (auch langes i) setzte sich ab dem Mittelalter häufig die Schreibweise ij durch.
Diese wurde dann ebenso häufig als
Ligatur "y" geschrieben und meist
(zur Unterscheidung vom griechischen "greek i") ,mit 2 Punkten drüber gekennzeichnet
Je nach Schreibgewohnheit (im Druck immer) wurden die Punkte auch weggelassen.
Man kann also festhalten, dass
ii = ij =
ÿ = y gleichbedeutend und nur Schreibvarianten sind.

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Geändert von Huber Benedikt (26.04.2017 um 09:57 Uhr)
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  #8  
Alt 26.04.2017, 10:11
Benutzerbild von Huber Benedikt
Huber Benedikt Huber Benedikt ist offline
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Noch ne Anmerkung.
Jetzt kann man sich natürlich (sinnlos) streiten, wie denn Y mit 2 Punkten drüber wiedergegeben werden soll.
Das Alfabet des Deutschen kennt diesen Buchstaben bekanntlich nicht, die Schreibweise ij ist nicht mehr üblich,
also verbleiben nur die Varianten "ii" und "y" für eine mschinenschriftliche Transkription.
Ich tendiere hier zum ii, weil es der richtigen Wortendung entspricht.
Auch im späteren Latein endete das Wort nicht auf "echtem y" dies war wie oben angemerkt nur eine Schreibvariante für ii.


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  #9  
Alt 26.04.2017, 10:25
Jürgen Wermich Jürgen Wermich ist offline
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Beiträge: 2.654
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Ligatur in Handschrift, falls es so etwas in Bezug auf "kurz-i"-"lang-i" überhaupt gibt,
rechtfertigt nicht, es als einen anderen Buchstaben zu transkribieren, der der Ligatur zufällig ähnlich sieht;
ich trenne ja auch sonstige Ligaturen in ihre Bestandteile auf (z. B. häufig lat. Endung -ae in echter Ligatur).

Ich versuche, Einsteiger von einer "Ypselonisierung" ihrer Transkriptionen abzubringen, was hier leider immer wieder torpediert wird.

@Benedikt: Hatte Deinen letzten Beitrag noch nicht gelesen; wir sind uns einig.

Geändert von Jürgen Wermich (26.04.2017 um 10:26 Uhr)
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  #10  
Alt 26.04.2017, 19:27
AndreeP AndreeP ist offline
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Beiträge: 37
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Das sehe ich ganz anders. Vielleicht wurde meine Anmerkung aber auch nicht richtig verstanden?

Es geht hier nicht um einen klassischen lateinischen Text, sondern um eine Eintragung im Kirchenbuch aus dem 17. Jahrhundert! Zu dieser Zeit war im deutschsprachigen Raum die Y-Ligatur längst weit verbreitet. Die Endung der in den Kirchenbüchern eingetragenen lateinischen Monatsnamen vom Typ "-i-us", im Genitiv "-i-i", wurde oft als "ij" oder "y" wiedergegeben! Es handelt sich dabei also um eine Eigenart in der Schreibweise, die natürlich nicht dem lateinischen Genitiv entspricht. Sofern man nach dem Grundsatz der "diplomatischen Transkription" verfährt, stellt sich die Frage überhaupt nicht, ob man aus Gründen der korrekten Grammatik die Y-Ligatur als "y" oder als "ii" transkribieren sollte, weil entscheidender bei dieser Methode die möglichst originalgetreue Abbildung des Schriftbildes ist! Man kann natürlich grundsätzlich die Schreibweise "-ii" empfehlen. Die andere Schreibweise pauschal als falsch darzustellen, geht aber nicht. Warum man Einsteiger davon abhalten soll, die Y-Schreibweise zu verwenden, erschließt sich mir nicht.

Viele Grüße
Andree

Geändert von AndreeP (26.04.2017 um 23:05 Uhr)
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